Lesemonat März

Halli Hallo,

mein Monatsüberblick kommt verspätet, da ich viel für die Uni tun musste. Ich schrieb diesen Beitrag in der kurzen Zeitspanne, die mir zwischen zwei Hausarbeiten blieb. Im März war ich zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse, was eine sehr schöne Erfahrung war. Mehr dazu könnt ihr in meinem Bericht lesen. Letzten Monat hatte ich leider nicht so viel Zeit zum Lesen und Bloggen. Wie gesagt die Uni nimmt gerade mehr Zeit in Anspruch als sonst. Außer der Buchmesse gibt es nichts Interessantes zu berichten, deshalb komme ich direkt zu meinen Neuzugängen und gelesenen Büchern. Weiterlesen „Lesemonat März“

Neuseeland – The Luminaries von Eleanor Catton

Genre: Historischer Krimi
Seitenzahl: 732
Format: Taschebuch
Verlag: Granta
Erscheinungsjahr: 2013
Deutscher Titel: Die Gestirne

 

The Luminaries wurde 2013 mit dem Man Booker Preis ausgezeichnet. Da es zudem einen interessanten Klappentext hatte, war mir schnell klar, dass ich dieses Buch für Neuseeland lesen wollte.

The Luminaries spielt in Neuseeland 1866, zum Höhepunkt des Goldrausches. Ich wusste vor meiner Lektüre, noch nicht mal, dass es in Neuseeland einen Goldrausch gab. Jedoch versteht man den Roman ohne Vorwissen über die historischen Ereignisse zu besitzen. Zu diesem Zeitpunkt treffen sich zwölf Männer in einem Hotel, um eine Reihe von ungelösten Verbrechen aufzuklären. Ein Einsiedler ist plötzlich tot, der reichste Mann der Stadt ist verschwunden und eine Prostituierte versuchte sich das Leben zu nehmen. All diese Ereignisse scheinen zusammenzuhängen, aber die zwölf Männer wissen alle nur über Teile der Ereignisse bescheid.  Weiterlesen „Neuseeland – The Luminaries von Eleanor Catton“

Barbados – Redemption in Indigo von Karen Lord

Genre: Magischer Realismus
Seitenzahl: 280
Format: E-Book
Verlag: Small Beer Press
Erscheinungsjahr: 2010
 Redemption in Indigo ist der Debütroman der Autorin Karen Lord aus Barbados und erschien 2010. Das Buch wurde damals hochgelobt und für den World Fantasy Award nominiert. Aus diesen Gründen wollte ich es schon länger lesen.
Redemption in Indigo beruht aus einem Märchen aus Senegal und handelt von Paama einer jungen Frau, die sich in einer unglücklichen Ehe befindet und ihren Mann verlässt. Sie erregt die Aufmerksamkeit der Djombi, einer Gruppe unsterblicher, magischer Wesen. Diese geben ihr den Chaosstab, ein magisches Objekt, mit dem sie Magie wirken kann, doch damit zieht sie den Zorn seines letzten Besitzern auf sich…

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Lesemonat Februar

Hallöchen zusammen,

der Februar ist vorbei und ich muss gestehen, ich hatte vergessen, dass der Februar nur 28 Tage hat. Meine Güte in 15 Tagen bin ich auf der Buchmesse. Der Februar fing für mich leider nicht gut an, da ich an einem grippalen Infekt erkrankte und erst mal zwei Wochen krank war. Mittlerweile geht es mir wieder besser. Ich war im Februar drei Mal im Kino, und zwar in The Darkest Hour, Die Verlegerin und Black Panther. Black Panther fand ich richtig klasse und es war für mich einer der besten Marvelfilme, zumindest von denen, die ich gesehen habe. Von Die Verlegerin (eng. The Post) fand ich die erste Hälfte ein bisschen langsam, aber dafür war die Zweite sehr gut. The Darkest Hour gefiel mir auch sehr gut, aber man muss politische Filme, in denen viel geredet wird, mögen.

Blogtechnich lief es bei mir super. Diesen Monat fand das Litznetwerk statt. Dies ist ein Vernetzungs- und Kommentierwochenende für Blogger_innen, welches immer von Lena vom Büchernestblog veranstaltet wird. Ich entdeckte darüber eine ganze Reihe von tollen Blogs, denen ich in Zukunft folgen werde. Außerdem habe ich viele interessante Beiträge von Blogger_innen gefunden, die ich euch später vorstellen werde. Ich freue mich immer so viele nette Blogger_innen kennen zulernen und mit vielen neuen Leuten in Kontakt zu kommen. Zudem wurde mein Blog fleißig besucht und kommentiert. Gerade mein Beitrag zum Thema Rezension fand auf viel Anklang. Ein herzliches Dankeschön an alle, die bei mir vorbeigeschaut haben und an die neuen Follower: Herzlich willkommen. Schön das ihr hier seid. Ich hoffe, ihr fühlt euch hier wohl. Weiterlesen „Lesemonat Februar“

Spanien- Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Genre: Belletristik
Seitenanzahl: 564
Format: Hardcover
Verlag: Insel Verlag
Originaltitel: La sombra del viento
Übersetzer: Peter Schwaar
Erscheinungsjahr: 2001
Der Schatten des Windes ist, nach Don Quixote, eines der meistverkauften spanischen Bücher. Trotzdem wusste ich vor Beginn meiner Lektüre nicht, wovon der Roman handelt und ging ohne Erwartungen an das Buch ran. Dafür wurde ich positiv überrascht.
Der Schatten des Windes spielt in Barcelona zwischen 1945 und 1966. Die Geschichte handelt von dem jungen Daniel Sempere. Sein Vater, ein Buchhändler, nimmt ihn mit zum sogenannten Friedhof der Vergessenen Bücher. Dort werden vergessene Bücher, von denen nur noch wenige Exemplare übrig sind, aufbewahrt, um sicherzugehen, dass sie erhalten bleiben. Er darf sich ein Buch aussuchen, das er beschützen soll, und wählt Der Schatten des Windes von Julian Carax. Das Buch dieses unbekannten Autors begeistert Daniel, aber über den Autor ist kaum etwas bekannt und von seinen weiteren Büchern gibt es nur noch wenige Exemplare. Daniel begibt sich auf die Suche nach dem seltsamen Autor, doch das zieht schnell die Aufmerksamkeit des grausamen Polizeiinspektors Fumero auf sich. Und dann ist da noch ein mysteriöser Mann, der alle Bücher von Carax sucht und verbrennt…

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Singapur – The Black Tides of Heaven von Jy Yang

Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 238
Format: E-Book
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2017
Reihe: The Tensorate Series Buch 1

Nach einer Lektüre für Singapur musste ich nicht lange suchen, da ich Jy Yangs The Black Tides of Heaven schon länger lesen wollte. Die Novelle und ihr Nachfolger The Red Threads of Fortune erregten in der englischsprachigen Fantasyszene Aufmerksamkeit und standen seitdem auf meiner Leseliste.

Bevor ich mit der Rezension beginne, möchte ich eine Sache anmerken. Jy Yang ist nicht-binär, dass bedeutet, dass sich Jy Yang nicht mit einer der beiden binären Geschlechtsidentitäten (Mann oder Frau) identifiziert. Zu dem Thema gibt es nicht viele Artikel auf Deutsch, aber diese beiden Artikel erklären ganz gut, was nicht-binär bedeutet: Artikel 1Artikel 2

Es wäre falsch, männliche oder weibliche Pronomen zu verwenden. Außerdem ist es für nicht-binäre Menschen verletzend, wenn man sie misgenderd. Leider gibt es im Deutschen keine Pronomen für Menschen, die sich nicht innerhalb der Binarität identifizieren.Andere Sprachen sind da weiter. Im Englischen Sprachraum, wählen viele Menschen, deren Geschlechtsidentität außerhalb der Binarität liegt das Pronomen „they“. Die meisten von euch kennen „they“ nur als 3. Person Plural, aber es kann auch als geschlechtsneutrale 3. Person Singular verwendet werden. Da es im deutschen keine geschlechtsneutralen Pronomen gibt, habe ich mich entschieden in diesem Text ebenfalls das englische Pronomen they zu verwenden. Vielleicht ist es für euch ungewohnt zu lesen, aber in der deutschen Sprache fehlt ein geschlechtsneutrales Pronomen. Zudem bittet Yang auf their Website darum, dass man für they, dass they Pronomen verwendet.  Weiterlesen „Singapur – The Black Tides of Heaven von Jy Yang“

Nigeria – Eine verbotene Liebe in Kriegszeiten

Genre: Belletristik, Lesbische Literatur
Seitenanzahl: 328
Format: Taschenbuch
Verlag: Mariner Books
Erscheinungsjahr: 2016

Under the Udala Trees entdeckte ich vor ein paar Monaten in einer Buchhandlung, bei mir um die Ecke. Als ich mich entschied, die Weltlesereise zu veranstalten, bot sich mir ein guter Grund das Buch zu kaufen. Bei meiner Recherche für das Projekt stellte ich fest, dass es eine Menge an nigerianischen Autor_innen gibt. Ich fand viele weitere Bücher, die gut klangen. Nigeria ist ein Land, aus dem ich in Zukunft mehr lesen will.

Die Handlung von Under the Udala Trees erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und beginnt während des nigerianischen Bürgerkriegs. Dieser dauerte von 1960 bis 1970 und darin starben zwischen 45 000 und 100 000 Menschen. Während des Bürgerkriegs versuchte sich, der von der Volksgruppe Igbo, bewohnte Südosten des Landes von Nigeria abzuspalten und einen eigenen Staat zu formen. Außerhalb Nigerias scheinen viele Menschen von diesem Krieg nichts zu wissen. Ich muss gestehen, dass ich bevor ich mit dem Lesen des Buchs begann, auch nichts davon wusste.

Während des Kriegs stirbt der Vater der jungen Ijeoma und sie wird von ihrer Mutter zu Freunden der Familie geschickt. Dort trifft sie auf die gleichaltrige Amina und verliebt sich in sie, doch homosexuelle Beziehungen sind in Nigeria verboten.

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Lesemonat Januar

Hallo ihr Lieben,

schon ist der erste Monat des Jahres um. Der Januar war für mich ein anstrengender Monat, weil ich zwei Klausuren schreiben musste. Eine davon war die wichtigste des Studiums. Außerdem musste ich das erste Drittel meiner Masterarbeit einreichen. Trotzdem habe ich sechs Bücher gelesen. Normal sind für mich 3-4 Bücher im Monat, deshalb bin ich etwas überrascht, dass es so viele waren. Zusätzlich las ich mehrere Kurzgeschichten. Ich hatte mir vorgenommen 2018 mehr Bücher von meinem SUB zu lesen und damit war ich im Januar erfolgreich. Es gab nämlich nur einen Neuzugang.

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Chile – ein mittelmäßiger Anfang

Genre: Familiensaga, Magischer Realismus
Seitenanzahl: 479
Format: Hardcover Verlag: Suhrkamp
Übersetzerin: Anneliese Botond
Erscheinungsjahr: 1982

Das Geisterhaus war das erste Buch, welches ich im Zuge der Weltlesereise las und gleichzeitig das erste Buch, das ich 2018 las. Zudem war es, glaube ich, das erste Mal, dass ich ein Buch von einer südamerikanischen Autorin las. In gleich mehrerer Hinsicht war es also Neuland.

Isabel Allende ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten chilenischen Autor_innen. Das Geisterhaus war ihr Debüt und es gab eine Hollywoodverfilmung mit Jeremy Irons und Meryl Streep (*hust* Whitewashing *hust*). Dennoch wusste ich, vorher nicht, worum es in dem Roman geht und ging mit offenen Augen an das Buch ran. Das Geisterhaus erzählt die Geschichte der Familie del Valle über mehrere Generationen hinweg, von der Großmutter bis zur Enkelin. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und auf die politische Entwicklung Chiles eingegangen. Zu Beginn des Romans war Chile eine von konservativen Politikern regierte Demokratie, später kam einer linker Präsident an die Macht, der dann vom Militär gestürzt wurde, welches das Land in eine Militärdiktatur verwandelte. Hier sollte erwähnt werden, dass Allende eine Verwandte des gestürzten Präsidenten Salvador Allende war und der Roman eine persönliche Note enthält.

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Ankündigung: Die Weltlesereise – in 200 Büchern um die Welt

Hallo ihr Lieben,

viele andere Blogger_innen haben bereits ihre Lesechallenges für 2018 veröffentlicht. Ich möchte euch jetzt von meinem Leseprojekt für 2018, und danach, erzählen.

Vor einigen Wochen wurde mir bewusst, dass die meisten Bücher die ich lese aus drei Ländern komme: Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich. Gelegentlich kommen Skandinavienkrimis dazu und manchmal lese ich Bücher aus anderen Ländern, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. Ich dachte eine Weile über die Bücher, die ich in meinem Leben las, nach. Dabei wurde mir bewusst, dass ich seit ich lesen kann noch kein einziges Buch aus Mittel- und Südamerika las. Aus Afrika, Asien Australien und Ozeanien las ich bisher nur wenige Werke. Es gibt auf der Welt viele Länder und in allen gibt es Menschen, die Geschichten schreiben, warum soll ich diese Geschichten nicht lesen? Ich interessiere mich, seit ich klein bin für andere Länder. Ich wollte schon immer viel reisen und beschäftigte mich mit der Geschichte, Politik und Kultur anderer Länder. Trotzdem las ich selten Bücher aus anderen Ländern, obwohl es sicherlich viele gute Bücher gibt, die nicht von Deutschen, Briten oder Amerikaner_innen geschrieben werden. Mir wurde schnell klar, dass ich mein Leseverhalten ändern will. Ich will mehr Bücher von Autor_innen aus anderen Ländern, vor allem aus nicht-westlichen Ländern, lesen.

Mir kam ein, vielleicht ambitionierter, Plan. Ich beschloss (mindestens) ein Buch aus jedem Land der Welt zu lesen.  Diesen Plan will ich ab 2018 in Angriff nehmen. Da es fast 200 Länder gibt, werde ich dies nicht in einem Jahr schaffen. Aus diesem Grund ist es eine Challenge, die ich für mehrere Jahre geplant habe. Ich habe mir kein festes Ziel gesetzt, bis wann ich es schaffen will. Ich werde gucken, wie lange ich brauche.  Weiterlesen „Ankündigung: Die Weltlesereise – in 200 Büchern um die Welt“