Libanon: Eintausend und Eine Nacht von Hanan Al-Shaykh

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Genre: Märchen

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Bloomsbury

Seitenzahl: 304

Hanan Al-Shaykh ist eine der erfolgreichsten Autor_innen der arabischen Welt. Ihre Bücher beschäftigen sich mit der Rolle von Frauen in der Region, welche sie oft hinterfragt. Sie musste während des libanesischen Bürgerkriegs aus Beirut fliehen und lebt heute in London. Die Auseinandersetzung mit feministischen Themen sowie die Tatsache, dass ich positive Rezensionen zu ihren Werken gelesen hatte, machten sie zu der Autorin, die ich für den Libanon lesen wollte. Hanan Al-Shaykh veröffentlichte mehrere Werke und meine Wahl fiel auf ihre Nacherzählung von Eintausend und eine Nacht. Dies ist eines ihrer jüngeren Werke. Außerdem verfasste es die Autorin auf Englisch. Bei meinen bisherigen Lektüren, die aus dem Arabischen übersetzt wurden, wirkte die Übersetzung meist holprig.

Ich habe bisher keine der Erzählungen von Eintausend und eine Nacht gelesen und kannte den Verlauf der Geschichte vor dem Lesen nur in groben Zügen. Aus diesen Gründen kann ich nicht beurteilen, wie stark sich Hanan Al-Shaykhs Version an das Original hält. Als eigenständiges Werk funktioniert es jedoch gut und war eine großartige Lektüre. Es ist egal, ob man irgendeine andere Erzählung der Geschichte kennt, da der Roman für sich alleine steht.

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Lesefrühling 2020

Hallöchen ihr lieben,

hier gibt es wieder einen Monatsrückblick von mir. Streng genommen ist es ein Rückblick auf die letzten zwei Monate, da ich keinen Rückblick auf den März veröffentlichte. Ich weiß, dass es Leute gibt, die aktuell viel Zeit hatten, aber bei mir ist eher das Gegenteil der Fall. Ich muss gerade einiges unterrichten. Natürlich verläuft das alles online, was ich um einiges anstrengender finde, als es physisch zu tun. Da ich lange  vor dem Computer sitze, fehlte mir in den letzten beiden Monaten die Zeit und Lust, um viel zu bloggen. Ich hoffe, das wird nicht für den Rest des Jahres so bleiben.

Privat geht es mir gut. Ich mache Yoga und gehe häufig spazieren, aber ich vermisse es mich mit Freund_innen oder Kolleg_innen zu treffen. Zumindest schaffte ich es, in den letzten beiden Monaten viel zu lesen. Dies liegt nicht nur an Corona. Ich las schon im Januar mehrere Bücher.

Mein Focus lag in den letzten beiden Monaten vor allem auf Sachbüchern, aber es war einiges aus anderen Genres dabei. Hier sind die Bücher, die ich in den letzten Monaten las: Weiterlesen „Lesefrühling 2020“

Lesemonat August

Hallöchen ihr Lieben,

erneut ist ein Monat vergangen.

Ich verbrachte die erste Hälfte des Monats entspannt bei meinen Eltern und ruhte mich aus. Anschließend zog ich um und begann meine neue Arbeit, als Dozentin an einer Uni. Die Studierenden sind noch nicht da, weshalb für mich die Zeit bisher noch ruhig verlief. Ich schätze, dass sich dies im September ändern wird.  Im August hatte ich viel Zeit zum Lesen und ich glaube, dass es mein bisher erfolgreichster Lesemonat war. Sowohl in der Anzahl der Bücher, als auch durch die Tatsache, dass ich mehrere dicke Bücher las.

Privat gibt es von mir nichts mehr zu berichten. Ich möchte euch auf eine Aktion aufmerksam machen, an der ich im September teilnehmen werde. Nico vom Buchwinkelblog veranstaltet einen Themenmonat zum Thema Feminismus. Für diesen werde ich den ein oder anderen Beitrag verfassen werde. Mehr Infos findet ihr hier. Weiterlesen „Lesemonat August“

Haifa Tag 1

Ende Dezember entschied ich mich, für ein paar Tage zwischen Weihnachten und Neujahr zu verreisen. Da ich im November einen meiner 3 freien Tage nicht genommen hatte und einer meiner Reisetage auf einen Shabbat fiel, hatte ich insgesamt 6 Reisetage. Mein ursprünglicher Plan war 2 Tage in Haifa zu verbringen und anschließend weiter durch den Norden Israels zu reisen. Dieser Plan fiel sprichwörtlich ins Wasser. Mein Freiwilligenleiter erklärte mir, dass die Wettervorhersage für den Großteil meiner Reisetage Regen und Sturm vorhersagte. In den Norden wollte ich vor allem, weil da die Natur schön sein sollte. Dort gab es wenige Möglichkeiten etwas drinnen zu machen. Mein Freiwilligenleiter schlug mir vor, meine Pläne zu ändern. Sein Vorschlag war zuerst nach Haifa und nach Tel Aviv oder Jerusalem zu reisen. Ich entschied mich für Letzteres, weil ich Jerusalem, im Gegensatz zu Tel Aviv, noch nicht gesehen hatte.

Ich fuhr am 25.12.2018 nach Tel Aviv. Mein Freiwilligenleiter brachte mich morgens zur Bahnstation. Ich nahm einen Zug nach Tel Aviv und fuhr von da aus weiter nach Haifa. Haifa liegt im Norden Israels und ist die drittgrößte Stadt Israels. Haifa ist eine gemischt jüdisch-arabische Stadt und in der Stadt leben Jüd_innen, Musli_immen und Christ_innen, sowie ein paar Bahai. Am Bahnhof von Haifa angekommen nahm ich ein Taxi zu meinem Gästehaus. Dort herrschte zuerst etwas Verwirrung , weil die eine Angestellte nicht wusste, dass ich komme und meine Buchung übersehen hatte. Dies klärte sich zum Glück schnell und ich bekam ein Zimmer. Ich bezog mein Zimmer und machte mich anschließend zu einem Spaziergang durch Haifa auf. Weiterlesen „Haifa Tag 1“

Totes Meer

Hallöchen ihr Lieben,

heute gibt es bei mir einen Reisebeitrag. Warum es hier auf dem Blog still war, werdet ihr in meinem nächsten Reisebeitrag erfahren. In diesem Eintrag berichte ich euch über meine Ausflüge ans Tote Meer. Während meiner Zeit im Kibbuz machten der Freiwilligenleiter mehrmals mit uns Tagesausflüge ans Tote Meer. Das Tote Meer lag ca. 40 Minuten Fahrt von dem Kibbuz entfernt und er fuhr uns mit seinem Wagen dorthin. Am Toten Meer gingen wir in ein Hotel. Dort buchten wir für einen Tag Frühstück, Mittagessen und Eintritt in die Hotelpools, ohne ein Zimmer mieten zu müssen.

Bevor wir ins Wasser ginge, frühstückten wir. Das Hotel hatte ein riesiges Frühstücksbuffet. Es gab dort Brote, Müsli, Salate, Omelette, Kuchen und viel mehr. Das Frühstück war vielseitig und lecker. Anschließend zogen wir uns unsere Badeanzüge an und gingen in die Hotelpools. Das Hotel hatte drinnen Salzwasserpools, in denen das Wasser so wie im Toten Meer war. Außerdem gab es normale Swimmingpools, Whirlpools und draußen einen größeren Pool, in dem man Schwimmen konnte. Das Hotel lag direkt vor einer schönen Hügellandschaft, sodass wir draußen einen fantastischen Blick auf die Umgebung hatten. Wir verbrachten mehrere Stunden in den verschiedenen Pools und ruhten uns auf den Liegen aus. Schließlich konnten wir nach den ganzen Arbeitstagen etwas Entspannung gebrauchen. Weiterlesen „Totes Meer“

Tel Aviv Tag 1

Hallöchen ihr Lieben,

jetzt gibt es seit längerer Zeit wieder einen Artikel über meinen Israelaufenthalt. Heute möchte ich euch über zwei Tage berichten, die ich in Tel Aviv verbrachte. An diesen beiden Tagen machte ich gemeinsam mit Shahar Ausflüge. Shahar ist eine gute Freundin von mir, die ich während meines Studiums kennenlernte. Sie kommt ursprünglich aus Israel, aber wohnt inzwischen im Ausland. Im November kehrte sie für ein paar Tage nach Israel zurück und wir beschlossen uns in dieser Zeit zu treffen. Während meines Tel Aviv Besuchs durfte ich freundlicherweise bei ihren Großeltern übernachten, die in der Nähe von Tel Aviv wohnen. Ich war an einen Samstagabend nach Tel Aviv gefahren und unsere Ausflüge begannen am Sonntag.

An diesem verwöhnte uns Shahars Großmutter mit einem leckerem Frühstück, einschließlich Salat und Pita. Anschließend fuhr uns Shahars Großvater in die Stadt. Wir besuchten als Erstes den Shuk HaCarmel (Carmel-Mart). Dies ist der größte Markt in Tel Aviv. Den Markt gibt es bereits 1920 und er ist sowohl bei Tourist_innen als auch bei Einheimischen beliebt. Dort werden vor allem Obst, Gemüse und Gewürze, aber auch jede Menge Gewürze verkauft. Wir waren vormittags dort, als es noch vergleichsweise leer war. Zu späteren Tageszeiten befinden sich dort regelrechte Menschenmassen. Weiterlesen „Tel Aviv Tag 1“

Eilat

Während meines Aufenthalts im Kibbuz Yotvata fuhr ich mehrmals nach Eilat. Eilat ist die südlichste Stadt Israels und hat ca. 50.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Roten Meer und direkt an den Grenzen zu Ägypten und Jordanien (zwischen Israel und den beiden Ländern herrscht Frieden).  Da Eilat die Stadt ist, die Kibbuz Yotvata am nächsten liegt, fuhren wir Freiwilligen und die Bewohner des Kibbuz dort öfters hin. Dieser Beitrag handelt deshalb nicht von einem bestimmten Ausflug, sondern von mehreren Ausflügen, die ich nach Eilat machte. Vom Kibbuz aus dauert die Fahrt nach Eilat mit dem Bus ca. 40 Minuten und der Bus fuhr praktischerweise direkt im Kibbuz ab.

Die Fahrt führt fast die gesamte Zeit durch die Wüste und durch eine wunderschöne Landschaft. Während der Fahrt guckte ich fast die ganze Zeit aus dem Fenster und betrachtete die Wüstenlandschaft. In Eilat gibt es im gesamten Stadtzentrum kostenloses Wifi, welches ich während meines ersten Aufenthalts nutzte, um mich zur Touristeninformation zu navigieren. Dort traf ich überraschenderweise auf einen deutschen Mitarbeiter. Dieser erklärter mir, für einen Mitarbeiter des Tourismusministeriums unpassend, dass es in Eilat nicht viel zu sehen gibt. Die Stadt ist relativ jung und deshalb gibt es in ihr keine berühmten historischen Attraktionen wie zum Beispiel in Jerusalem. Da mir der Mitarbeiter des Tourismusbüros kaum Sehenswürdigkeiten empfehlen konnte, entschied ich mich, durch die Stadt zu spazieren. Dies machte ich auch bei meinen weiteren Besuchen der Stadt. Weiterlesen „Eilat“

Israel Tag 2-4: Fahrt zum Kibbuz und die ersten Tage im Kibbuz

Tag 2

Am Morgen des zweiten Tags meiner Israelreise fuhr ich mit einem der Mädchen aus meinem Zimmer, die ebenfalls eine Kibbuzfreiwillige war, zur Freiweilligenagentur. Die Agentur vermittelt Freiwillige an die jeweiligen Kibbuzim und kümmert sich um den gesamten bürokratischen Ablauf. Es dauerte eine Weile bis wir das Büro der Agentur, fanden, da im Internet die falsche Hausnummer angegeben war. Dort stand die Agentur befände sich in Hausnummer 16. Tatsächlich befand sie sich aber in Hausnummer 13. Schließlich ging ich in ein Gebäude, um nachzufragen wo Hausnummer 16 sei. Dieses Gebäude stellte sich als die Freiwilligenagentur heraus.

Im Büro der Freiwilligenagentur angekommen, mussten wir erst Mal eine Weile warten bis uns geholfen wurde, da das Computersystem der Agentur down war. Als die Computer wieder funktionierten, kümmerte sich einer der Frauen im Büro um mich. Leider gab es sofort schlechte Nachrichten: Mir war ein falsches Visum ausgestellt wurden. Ich hatte ein Touristenvisum anstatt eines Voluntärsvisum bekommen. Die Angestellte von der Freiwilligenagentur erklärte mir, dass den Grenzbeamten so etwas öfters passierte. Sie würde sich bald mit dem Innenministerium treffen und mein Visum ändern lassen. Aus diesem Grund behielt die Freiwilligenagentur meinen Pass vorläufig und gab mir eine Kopie samt Schreiben, welches die Situation erklärte. Dies war für den Fall, dass ich einer Passkontrolle unterzogen werden sollte. Weiterlesen „Israel Tag 2-4: Fahrt zum Kibbuz und die ersten Tage im Kibbuz“

Israel Tag 1: Flug und Tel Aviv

Am Mittwoch dem 05.09. 2018 war es so weit: Meine Reise nach Israel ging los. Doch statt Vorfreude herrschte bei mir Müdigkeit, da ich um 04: 00 Uhr nachts aufstehen musste. Bei Flügen nach Israel gibt es sehr strenge Sicherheitskontrollen, deshalb wird geraten ca. 3 Stunden vor Abflug am Check In zu sein. Zusätzlich musste ich noch den Zug von Köln nach Frankfurt nehmen und zum Bahnhof fahren. Am Bahnhof durfte ich mein Abteil suchen, da die Abteile komplett falsch nummeriert waren. Nachdem ich es gefunden hatte, verabschiedete ich mich von meinen Eltern, bevor es in den Zug ging.

Die Fahrt nach Frankfurt verlief weitestgehend entspannend, aber ich merkte definitiv, dass ich noch nicht genug Kaffee getrunken hatte. Nach einer Stunde Fahrt kam ich am Frankfurter Flughafen an. Dort musste ich eine Weile nach meinem Abflugschalter suchen. Ich war vorher noch nicht am Frankfurter Flughafen, zwar wusste ich, dass er groß ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass er so groß ist. Ich war zwar schon am JFK aber, da war es leichter, Abflugschalter zu finden. Schlussendlich fand ich den Schalter in Frankfurt jedoch.

Mein Plan früh genug am Flughafen da zu sein war nach hinten losgegangen: Ich war viel zu früh dar und der Abflugschalter war noch nicht offen. Nach der Öffnung gab es  eine Befragung durch den Sicherheitsbeamten. Ich flog mit der israelischen Fluggesellschaft El Al. Diese schreibt sich auf die Fahne, die sicherste Fluggesellschaft der Welt zu sein, aber ist dafür auch die Fluggesellschaft mit den strengsten Sicherheitskontrollen der Welt. Keine Sorge das ist nicht so schlimm, wie es klingt. Ein Sicherheitsbeamter stellt einem einige Fragen: „Warum Reisen Sie nach Israel? Was machen Sie beruflich? Kennen Sie da jemanden? Haben Sie Ihren Koffer alleine gepackt? Waren Sie schon mal in einem arabischen Land?“ Es geht das Gerücht rum, dass man wenn Letzteres der Fall ist nicht einreisen dürfte. Dies stimmt nicht, es führt nur zu einer etwas längeren Sicherheitsbefragung. Weiterlesen „Israel Tag 1: Flug und Tel Aviv“