Kibbuz Lahav

Hallöchen,

hier kommt wieder ein Beitrag über meinen Israelaufenthalt. Wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, wechselte ich nach einigen Wochen in Yotvata das Kibbuz und bin seit Oktober im Kibbuz Lahav. Dieses möchte ich euch hier genauer vorstellen.

Lahav liegt in der Negevwüste, unweit von Be’er Sheva und in Sichtweite des Westjordanlands. Es ist anders als die meisten anderen Orte in Israel und für einen jüdischen Ort ungewohnt, denn in Lahav werden Schweine gezüchtet. Da ca. 75 % der israelischen Bevölkerung Jüd_innen und 18% Muslim_innen sind, essen die meisten Israelis keine Schweine. Schweinefarmen gibt es in dem Land kaum und die meisten Israelis würden nicht auf einer arbeiten. Die Schweine werden für wissenschaftliche Recherche verwendet und ein Teil wird zu Wurst verarbeitet. Hier findet ihr einen kurzen Artikel über die Schweineproduktion in Lahav .  Zusätzlich betreibt das Kibbuz eine Schule für Beduinen. Beduinen sind die am stärksten benachteiligte Gruppe in Israel und das Ziel der Schule ist es viele Beduinen auf die Universität vorzubereiten. Außerdem verfügt das Kibbuz ein Museum und Zentrum über die Geschichte und Kultur der Beduinen. Weiterlesen „Kibbuz Lahav“

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Eilat

Während meines Aufenthalts im Kibbuz Yotvata fuhr ich mehrmals nach Eilat. Eilat ist die südlichste Stadt Israels und hat ca. 50.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Roten Meer und direkt an den Grenzen zu Ägypten und Jordanien (zwischen Israel und den beiden Ländern herrscht Frieden).  Da Eilat die Stadt ist, die Kibbuz Yotvata am nächsten liegt, fuhren wir Freiwilligen und die Bewohner des Kibbuz dort öfters hin. Dieser Beitrag handelt deshalb nicht von einem bestimmten Ausflug, sondern von mehreren Ausflügen, die ich nach Eilat machte. Vom Kibbuz aus dauert die Fahrt nach Eilat mit dem Bus ca. 40 Minuten und der Bus fuhr praktischerweise direkt im Kibbuz ab.

Die Fahrt führt fast die gesamte Zeit durch die Wüste und durch eine wunderschöne Landschaft. Während der Fahrt guckte ich fast die ganze Zeit aus dem Fenster und betrachtete die Wüstenlandschaft. In Eilat gibt es im gesamten Stadtzentrum kostenloses Wifi, welches ich während meines ersten Aufenthalts nutzte, um mich zur Touristeninformation zu navigieren. Dort traf ich überraschenderweise auf einen deutschen Mitarbeiter. Dieser erklärter mir, für einen Mitarbeiter des Tourismusministeriums unpassend, dass es in Eilat nicht viel zu sehen gibt. Die Stadt ist relativ jung und deshalb gibt es in ihr keine berühmten historischen Attraktionen wie zum Beispiel in Jerusalem. Da mir der Mitarbeiter des Tourismusbüros kaum Sehenswürdigkeiten empfehlen konnte, entschied ich mich, durch die Stadt zu spazieren. Dies machte ich auch bei meinen weiteren Besuchen der Stadt. Weiterlesen „Eilat“

Sukkot

Am 23.09. dem 20. Tag meines Israelaufenthalts begann das nächste jüdische Fest;  Sukkot, das Laubhüttenfest. Dieses dauert acht Tage an und davon sind der erste und der achte Tag Ruhetage, an denen in Israel alle freihaben. Das Fest soll an die Wanderung der Juden durch die Wüste erinnern,  während der sie ohne festes Dach überm Kopf leben mussten. Allerdings ist es ein fröhliches Fest. Für Sukkot bauen alle Familien Laubhütten. Streng genommen soll die Familie während der Feiertage in der Laubhütte übernachten. Wobei sich heutzutage viele Familien darauf beschränken in der Laubhütte ihre Mahlzeiten einzunehmen. Die Laubhütte wird traditionell an den Tagen zwischen Yom Kippur und Sukkot gebaut.

Im Kibbuz hatte nicht jede Familie ihre eigene Sukka, stattdessen war auf einer großen Wiese eine riesige Sukka für das ganze Kibbuz gebaut wurden. Diese diente, während der Feiertage, als eine Art Aufenthaltsraum für alle. Der erste Tag von Sukkot begann für mich normal mit der Arbeit, da der Feiertag abends begann.  Nach der Arbeit ruhte ich mich eine Weile aus, dann machte ich mich für die Sukkotfeier fertig. Wir trafen uns alle abends in der Sukka, in welcher zahlreiche Stühle und Tische sowie eine Bühne standen. Wir Freiwilligen hatten dabei unseren eigenen Tisch. Auf der Bühne spielte eine Band und es traten verschiedene Kibbuzmitglieder auf, danach gab es Essen. Auf allen Tischen stand Essen und wir konnten es gut unter uns aufteilen. Leider entsprach das Essen nicht so meinem Geschmack, aber die Atmosphäre in der Sukka war wunderschön. Nach dem Essen in der Sukka, wurden die Stühle und Tische entfernte und wir hatten eine Party, bei der wir lange tanzten. Weiterlesen „Sukkot“

Yom Kippur

Nach Rosh Hashanah passierte die nächste Woche nichts besonders. Ich arbeitete weiterhin in der Küche und im Speisesaal und las oder bloggte nachmittags. Leider hatte ich kaum Kontakt mit den anderen Freiwilligen, da sie sich nachmittags meist auf ihre Zimmer verzogen. Wenn wir uns sahen, konnten wir uns kaum unterhalten, weil sie schlecht Englisch sprachen. Zudem reichte mein Spanisch nicht aus, um mich mit ihnen zu unterhalten. So fühlte mich in dem Kibbuz ziemlich einsam.

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Schließlich stand am 14. Tag meines Israelaufenthalts der nächste jüdische Feiertag an: Yom Kippur. Yom Kippur ist der höchste jüdische Feiertag. Yom Kippur ist der Versöhnungstag. Am Tag wird nicht groß gefeiert. Stattdessen ist es ein Tag der Einkehr, an dem jede_r darüber nachdenkt, ob er_sie anderen für Unrecht, dass sie einem angetan haben, verzeiht. Außerdem entschuldigt man sich bei anderen für Unrecht, dass man ihnen angetan hat oder für das eigene Fehlverhalten. Weiterlesen „Yom Kippur“

Lesemonat September

Hallöchen,

hier kommt mein erster Monatsrückblick aus Israel. Wenn ihr erfahren wollt, wie es mir hier bisher ergangen ist, könnt ihr diese beiden Beiträge lesen. Ich werde euch in meinen kommenden Beiträgen weiterhin auf dem Laufen halten. Mir geht es  so weit gut und es gibt, von meinen Reiseerfahrungen abgesehen, privat nicht viel zu berichten. Trotz der Arbeit hier im Kibbuz schaffte ich es im September viel zu lesen; insgesamt 8 Bücher, was mehr als normal ist. Im Durchschnitt schaffe ich im Monat 4-6 Bücher. Kommen wir jetzt genauer zu den Büchern, die ich im September las:  Weiterlesen „Lesemonat September“

Israel Tag 2-4: Fahrt zum Kibbuz und die ersten Tage im Kibbuz

Tag 2

Am Morgen des zweiten Tags meiner Israelreise fuhr ich mit einem der Mädchen aus meinem Zimmer, die ebenfalls eine Kibbuzfreiwillige war, zur Freiweilligenagentur. Die Agentur vermittelt Freiwillige an die jeweiligen Kibbuzim und kümmert sich um den gesamten bürokratischen Ablauf. Es dauerte eine Weile bis wir das Büro der Agentur, fanden, da im Internet die falsche Hausnummer angegeben war. Dort stand die Agentur befände sich in Hausnummer 16. Tatsächlich befand sie sich aber in Hausnummer 13. Schließlich ging ich in ein Gebäude, um nachzufragen wo Hausnummer 16 sei. Dieses Gebäude stellte sich als die Freiwilligenagentur heraus.

Im Büro der Freiwilligenagentur angekommen, mussten wir erst Mal eine Weile warten bis uns geholfen wurde, da das Computersystem der Agentur down war. Als die Computer wieder funktionierten, kümmerte sich einer der Frauen im Büro um mich. Leider gab es sofort schlechte Nachrichten: Mir war ein falsches Visum ausgestellt wurden. Ich hatte ein Touristenvisum anstatt eines Voluntärsvisum bekommen. Die Angestellte von der Freiwilligenagentur erklärte mir, dass den Grenzbeamten so etwas öfters passierte. Sie würde sich bald mit dem Innenministerium treffen und mein Visum ändern lassen. Aus diesem Grund behielt die Freiwilligenagentur meinen Pass vorläufig und gab mir eine Kopie samt Schreiben, welches die Situation erklärte. Dies war für den Fall, dass ich einer Passkontrolle unterzogen werden sollte. Weiterlesen „Israel Tag 2-4: Fahrt zum Kibbuz und die ersten Tage im Kibbuz“