Israel: Strandtag in Tel Aviv

Hallöchen,

heute berichte ich euch von meinem ersten Besuch von Tel Aviv. Ich hatte die Stadt zu diesem Zeitpunkt nur nach meiner Ankunft in Israel gesehen. Da mein Flug nachmittags ankam, konnte ich kaum etwas von Tel Aviv sehen. Am 30.10 hatte ich endlich die Gelegenheit dazu. An diesem Tag fanden in Israel Lokalwahlen statt und die meisten Arbeitnehmer, einschließlich uns Freiwilligen hatten aus diesem Grund frei. Jedoch war es kein Feiertag oder Schabbat, weshalb die öffentlichen Verkehrsmittel an diesem Tag normal fuhren. 6 von uns Freiwilligen nutzen dies aus, um gemeinsam zu Tel Aviv an den Strand zu fahren. Leider mussten wir früh aufstehen, damit Roni uns zum Bahnhof fahren konnte. Am Bahnhof kauften wir unsere Tickets, die verglichen mit deutschen Preisen günstig waren.  Die Zugfahrt dauerte nur eine Stunde, dann kamen wir in Tel Aviv an. Weiterlesen „Israel: Strandtag in Tel Aviv“

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Israel: The Prime Ministers von Yehuda Avner

Titel: The Prime Ministers
Genre: Biographie
Länge: 24 Stunden 20 Minuten
Format: Hörbuch
Verlag: Audible Studios
Erscheinungsjahr: 2013
Sprecher: Derek Perkins
Für Israel lagen mehrere Bücher auf meinem SuB, die ich für die Weltlesereise hätte verwenden können. Als ich begann The Prime Ministers zu hören, dachte ich nicht daran es für die Weltlesereise zu verwenden. Ich hörte es, um mein eigenes Wissen über israelische Geschichte zu verbessern und  mir kam erst später der Gedanke es für dieses Projekt zu nutzen.
Der Autor wurde 1928 in Manchester geboren und starb 2015 in Jerusalem. The Prime Ministers erzählt einen Teil seiner Lebensgeschichte. Avner wuchs nicht in Lebensumständen auf, die ihm gute Voraussetzungen für eine beeindruckende Karriere boten. Er wurde als Sohn von Juden, die von Osteuropa nach Großbritannien flohen, geboren und sah sich in der neuen Heimat seiner Familie früh antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. Seine Eltern waren überzeugte Zionisten und nahmen ihn zu vielen zionistischen Veranstaltungen mit. Dies führte dazu, dass er 1947 nach Jerusalem auswanderte, wo er 1948 im Israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte. Avner gründete mit anderen jungen Erwachsenen ein Kibbuz, aber kehrte nach kurzer Zeit nach Großbritannien zurück, wo er für eine jüdische Organisation arbeitete. Dort traf er auf seine spätere Ehefrau, mit der er nach Israel zurückkehrte, wo er in den diplomatischen Dienst eintrat. Anstatt als Diplomat zu arbeiten, wurde er ans Büro des Premierministers verwiesen. In diesem arbeitete er als Berater und Redenschreiber für die Premierminister/innen Levi Eshkol, Golda Meir, Yitzhak Rabin (während seiner ersten Amtszeit) und Menachem Begin. Schließlich kehrte er in den diplomatischen Dienst zurück und wurde Israels Botschafter in Großbritannien.

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Kibbuz Lahav

Hallöchen,

hier kommt wieder ein Beitrag über meinen Israelaufenthalt. Wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, wechselte ich nach einigen Wochen in Yotvata das Kibbuz und bin seit Oktober im Kibbuz Lahav. Dieses möchte ich euch hier genauer vorstellen.

Lahav liegt in der Negevwüste, unweit von Be’er Sheva und in Sichtweite des Westjordanlands. Es ist anders als die meisten anderen Orte in Israel und für einen jüdischen Ort ungewohnt, denn in Lahav werden Schweine gezüchtet. Da ca. 75 % der israelischen Bevölkerung Jüd_innen und 18% Muslim_innen sind, essen die meisten Israelis keine Schweine. Schweinefarmen gibt es in dem Land kaum und die meisten Israelis würden nicht auf einer arbeiten. Die Schweine werden für wissenschaftliche Recherche verwendet und ein Teil wird zu Wurst verarbeitet. Hier findet ihr einen kurzen Artikel über die Schweineproduktion in Lahav .  Zusätzlich betreibt das Kibbuz eine Schule für Beduinen. Beduinen sind die am stärksten benachteiligte Gruppe in Israel und das Ziel der Schule ist es viele Beduinen auf die Universität vorzubereiten. Außerdem verfügt das Kibbuz ein Museum und Zentrum über die Geschichte und Kultur der Beduinen. Weiterlesen „Kibbuz Lahav“

Lesemonat Dezember

Hallöchen ihr Lieben,

ein frohes neues Jahr euch allen. Ich hoffe, ihr seit gut ins neue Jahr gerutscht. Ich hatte hier im Kibbuz eine kleine, gemütliche Silvesterfeier mit ein paar anderen Freiwilligen und Kibbuzmitgliedern. Diese Woche wird es noch eine größere Neujahrsfeier geben. Zu Weihnachten hatten wir ebenfalls eine kleine Feier. Zwischen den Feiertagen war ich in Haifa und Jerusalem, was mir gut gefiel. Dazu werde ich noch extra Reiseberichte schreiben. Insgesamt war es für mich ein schöner Monat, vom Wetter mal abgesehen.

Nun ist das ganze Jahr vorbei. Meine Güte ging das schnell. Im Gegensatz zu den meisten anderen Blogger_innen habe ich noch keinen Jahresrückblick geschrieben. Dies werde ich in den nächsten Tagen tun. Dieser Rückblick beschäftigt sich nur mit den Büchern, die ich im Dezember las.

Neuzugänge

Anders als in den letzten Monaten sind im Dezember neue Bücher in meinem Regal eingezogen. Diese kaufte ich in einer Buchhandlung in Jerusalem, wo alle drei günstig angeboten wurden. Alle drei Bücher standen auf meiner Leseliste, weshalb ich in der Buchhandlung zuschlagen wollte. Weiterlesen „Lesemonat Dezember“

Eilat

Während meines Aufenthalts im Kibbuz Yotvata fuhr ich mehrmals nach Eilat. Eilat ist die südlichste Stadt Israels und hat ca. 50.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Roten Meer und direkt an den Grenzen zu Ägypten und Jordanien (zwischen Israel und den beiden Ländern herrscht Frieden).  Da Eilat die Stadt ist, die Kibbuz Yotvata am nächsten liegt, fuhren wir Freiwilligen und die Bewohner des Kibbuz dort öfters hin. Dieser Beitrag handelt deshalb nicht von einem bestimmten Ausflug, sondern von mehreren Ausflügen, die ich nach Eilat machte. Vom Kibbuz aus dauert die Fahrt nach Eilat mit dem Bus ca. 40 Minuten und der Bus fuhr praktischerweise direkt im Kibbuz ab.

Die Fahrt führt fast die gesamte Zeit durch die Wüste und durch eine wunderschöne Landschaft. Während der Fahrt guckte ich fast die ganze Zeit aus dem Fenster und betrachtete die Wüstenlandschaft. In Eilat gibt es im gesamten Stadtzentrum kostenloses Wifi, welches ich während meines ersten Aufenthalts nutzte, um mich zur Touristeninformation zu navigieren. Dort traf ich überraschenderweise auf einen deutschen Mitarbeiter. Dieser erklärter mir, für einen Mitarbeiter des Tourismusministeriums unpassend, dass es in Eilat nicht viel zu sehen gibt. Die Stadt ist relativ jung und deshalb gibt es in ihr keine berühmten historischen Attraktionen wie zum Beispiel in Jerusalem. Da mir der Mitarbeiter des Tourismusbüros kaum Sehenswürdigkeiten empfehlen konnte, entschied ich mich, durch die Stadt zu spazieren. Dies machte ich auch bei meinen weiteren Besuchen der Stadt. Weiterlesen „Eilat“

Sukkot

Am 23.09. dem 20. Tag meines Israelaufenthalts begann das nächste jüdische Fest;  Sukkot, das Laubhüttenfest. Dieses dauert acht Tage an und davon sind der erste und der achte Tag Ruhetage, an denen in Israel alle freihaben. Das Fest soll an die Wanderung der Juden durch die Wüste erinnern,  während der sie ohne festes Dach überm Kopf leben mussten. Allerdings ist es ein fröhliches Fest. Für Sukkot bauen alle Familien Laubhütten. Streng genommen soll die Familie während der Feiertage in der Laubhütte übernachten. Wobei sich heutzutage viele Familien darauf beschränken in der Laubhütte ihre Mahlzeiten einzunehmen. Die Laubhütte wird traditionell an den Tagen zwischen Yom Kippur und Sukkot gebaut.

Im Kibbuz hatte nicht jede Familie ihre eigene Sukka, stattdessen war auf einer großen Wiese eine riesige Sukka für das ganze Kibbuz gebaut wurden. Diese diente, während der Feiertage, als eine Art Aufenthaltsraum für alle. Der erste Tag von Sukkot begann für mich normal mit der Arbeit, da der Feiertag abends begann.  Nach der Arbeit ruhte ich mich eine Weile aus, dann machte ich mich für die Sukkotfeier fertig. Wir trafen uns alle abends in der Sukka, in welcher zahlreiche Stühle und Tische sowie eine Bühne standen. Wir Freiwilligen hatten dabei unseren eigenen Tisch. Auf der Bühne spielte eine Band und es traten verschiedene Kibbuzmitglieder auf, danach gab es Essen. Auf allen Tischen stand Essen und wir konnten es gut unter uns aufteilen. Leider entsprach das Essen nicht so meinem Geschmack, aber die Atmosphäre in der Sukka war wunderschön. Nach dem Essen in der Sukka, wurden die Stühle und Tische entfernte und wir hatten eine Party, bei der wir lange tanzten. Weiterlesen „Sukkot“

Yom Kippur

Nach Rosh Hashanah passierte die nächste Woche nichts besonders. Ich arbeitete weiterhin in der Küche und im Speisesaal und las oder bloggte nachmittags. Leider hatte ich kaum Kontakt mit den anderen Freiwilligen, da sie sich nachmittags meist auf ihre Zimmer verzogen. Wenn wir uns sahen, konnten wir uns kaum unterhalten, weil sie schlecht Englisch sprachen. Zudem reichte mein Spanisch nicht aus, um mich mit ihnen zu unterhalten. So fühlte mich in dem Kibbuz ziemlich einsam.

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Schließlich stand am 14. Tag meines Israelaufenthalts der nächste jüdische Feiertag an: Yom Kippur. Yom Kippur ist der höchste jüdische Feiertag. Yom Kippur ist der Versöhnungstag. Am Tag wird nicht groß gefeiert. Stattdessen ist es ein Tag der Einkehr, an dem jede_r darüber nachdenkt, ob er_sie anderen für Unrecht, dass sie einem angetan haben, verzeiht. Außerdem entschuldigt man sich bei anderen für Unrecht, dass man ihnen angetan hat oder für das eigene Fehlverhalten. Weiterlesen „Yom Kippur“

Monatsrückblick Oktober

Halli Hallo ihr Lieben,

hier ist mein zweiter Monatsrückblick aus Israel. Mir geht es gut und ich werde euch in meinen Reiseberichten weiter über meinen Aufenthalt auf dem Laufen halten. Allerdings kann ich euch jetzt schon zwei Dinge verkünden: Erstens, ich habe das Kibbuz gewechselt und bin nicht mehr in Yotvata. Zweitens, mir gefällt es in meinem neuen Kibbuz sehr gut und ich werde hier länger bleiben. Ich hatte ursprünglich geplant Anfang Dezember nach Deutschland zurückzukommen, aber dies wird jetzt nicht der Fall sein. Stattdessen werde ich noch ein paar Monate hier bleiben.

Im Oktober habe ich vor allem Bücher gehört. Bei meiner Arbeit im Kibbuz, hatte ich fast jeden Tag die Möglichkeit mehrere Stunden Musik oder Hörbücher zu hören, was dazu führte, dass ich im Oktober 4 Hörbücher hörte. In normalen Monaten schaffe ich in der Regel noch nicht mal ein Hörbuch. Dies sind die Bücher, die ich las und hörte.

Weiterlesen „Monatsrückblick Oktober“

Israel Tag 5:-7 Erster Arbeitstag und Rosh Hashanah

Tag 5:

Der fünfte Tag meines Israelaufenthalts war mein erster Arbeitstag. Deshalb musste ich um 05:00 Uhr aufstehen. Für mich als Frühaufsteherin ein absoluter Graus. So war ich noch vollkommen müde, als ich um 06:00 Uhr im Speisesaal auftauchte, um mit meiner Arbeit zu beginnen. Das Team im Speisesaal bereitet das Essen zu, sorgt dafür, dass sich immer genügend Besteck, Teller, Tabletts und Essen an seinem Platz befindet, und putzt später im Speisesaal. Dort arbeiteten andere Freiwillige und ich sollte als Erstes damit beginnen Tomaten zu waschen und ihre Stränge entfernen. Es waren viele Tomaten, da wir mehrere Hundert Leute mit Essen versorgen müssen. Dabei merkt man erstmal, wie aufwendig es ist, für so viele Menschen zu kochen. Danach durfte ich Frühstücken und es ist praktisch fast direkt am Arbeitsplatz frühstücken zu können.

Nach dem Frühstück putzen wir die Tische, an denen die Kibbuzmitglieder gegessen hatten. Ich musste außerdem eine Treppe putzen. Da der Speisesaal sehr groß ist, dauerte das Putzen eine Weile, und als wir fertig waren, war es Mittagsessenszeit. Die Essenszeiten sind etwas länger, sodass während des Mittagessens erst die eine Gruppe an Arbeitern im Speisesaal ist, während die andere spült, Besteck und Teller nachfüllt, dann werden die Rollen getauscht. So musste ich nach dem Mittagessen noch bis 14:00 Uhr arbeiten. Weiterlesen „Israel Tag 5:-7 Erster Arbeitstag und Rosh Hashanah“

Lesemonat September

Hallöchen,

hier kommt mein erster Monatsrückblick aus Israel. Wenn ihr erfahren wollt, wie es mir hier bisher ergangen ist, könnt ihr diese beiden Beiträge lesen. Ich werde euch in meinen kommenden Beiträgen weiterhin auf dem Laufen halten. Mir geht es  so weit gut und es gibt, von meinen Reiseerfahrungen abgesehen, privat nicht viel zu berichten. Trotz der Arbeit hier im Kibbuz schaffte ich es im September viel zu lesen; insgesamt 8 Bücher, was mehr als normal ist. Im Durchschnitt schaffe ich im Monat 4-6 Bücher. Kommen wir jetzt genauer zu den Büchern, die ich im September las:  Weiterlesen „Lesemonat September“