Lesesommer 2020

Hallöchen ihr Lieben,

heute kommt wieder einer meiner unregelmäßigen Monatsrückblicke.

Die letzten beiden Monate verliefen bei mir weniger spannend. An der Uni, an der ich arbeite, ist jetzt das Semester zu Ende. Deshalb muss ich aktuell nicht viel arbeiten. Allerdings waren die Wochen davor anstrengend, weshalb es bei mir in den vergangenen Monaten nicht viele Blogbeiträge gab. Dafür kam ich in den letzten Wochen viel zum Bloggen und bin jetzt dabei meinen Rückstand an Rezensionen aufzuarbeiten. Ich hoffe, auch demnächst einen neuen Reisebeitrag zu verfassen.

Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit Sport, Lesen und Serien schauen. Ich habe gerade die Serie Avatar – Legend of Aang geschaut. Da wir als ich klein war kein Nickelodeon hatten, kannte ich die Serie bisher nicht. Ich dachte erst eine Kinderzeichentrickserie wäre nichts für mich, aber die Serie war sooo gut. Ich fand sie richtig toll und es ist sofort zu einer meiner Lieblingsserien geworden.

Zusätzlich las ich viele Bücher. Dies mag zum Teil an Covid-19 gelegen haben, da ich mich weniger mit Freund_innen treffen konnte und durch das Homeoffice viel mehr Zeit zuhause verbringe. Jedoch las ich bereits vor Corona (das kommt einem vor, als ist es Jahre her) viele Bücher. Hier sind meine Lektüren der letzten beiden Monate. Weiterlesen „Lesesommer 2020“

Georgien: Das achte Leben (für Brilka) von Nino Haratischwili

 

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Seitenzahl: 1280

Verlag: Ullstein

Erscheinungsjahr: 2014

Genre: Familiensaga

Als Das achte Leben (Für Brilka) 2014 erschien, war der Roman der deutsch-georgischen Autorin Nino Haratischwili erfolgreich. Ich muss jedoch gestehen, dass ich von dem Buch nichts mitbekam. Ich wurde erst auf das Werk aufmerksam, als ich für die Weltlesereise nach Bücher für Georgien suchte. Zu diesem Zeitpunk erhielt Das achte Leben im Zuge der englischen Übersetzung einiges an Aufmerksamkeit auf dem internationalen Markt.

Der Roman beschreibt anhand der Geschichte der Familie Jaschi die Entwicklung Georgiens über mehr als ein Jahrhundert. Er beginnt im Jahr 1900 und zieht sich bis in die frühen 2000er-Jahre. Dabei erzählt die Protagonistin Niza Jaschi ihrer jungen Nichte Brilka die Geschichte der Familie, wobei der Fokus vor allem auf den weiblichen Familienmitgliedern. Weiterlesen „Georgien: Das achte Leben (für Brilka) von Nino Haratischwili“

Chile – ein mittelmäßiger Anfang

Genre: Familiensaga, Magischer Realismus
Seitenanzahl: 479
Format: Hardcover Verlag: Suhrkamp
Übersetzerin: Anneliese Botond
Erscheinungsjahr: 1982

Das Geisterhaus war das erste Buch, welches ich im Zuge der Weltlesereise las und gleichzeitig das erste Buch, das ich 2018 las. Zudem war es, glaube ich, das erste Mal, dass ich ein Buch von einer südamerikanischen Autorin las. In gleich mehrerer Hinsicht war es also Neuland.

Isabel Allende ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten chilenischen Autor_innen. Das Geisterhaus war ihr Debüt und es gab eine Hollywoodverfilmung mit Jeremy Irons und Meryl Streep (*hust* Whitewashing *hust*). Dennoch wusste ich, vorher nicht, worum es in dem Roman geht und ging mit offenen Augen an das Buch ran. Das Geisterhaus erzählt die Geschichte der Familie del Valle über mehrere Generationen hinweg, von der Großmutter bis zur Enkelin. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und auf die politische Entwicklung Chiles eingegangen. Zu Beginn des Romans war Chile eine von konservativen Politikern regierte Demokratie, später kam einer linker Präsident an die Macht, der dann vom Militär gestürzt wurde, welches das Land in eine Militärdiktatur verwandelte. Hier sollte erwähnt werden, dass Allende eine Verwandte des gestürzten Präsidenten Salvador Allende war und der Roman eine persönliche Note enthält.

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