Haifa Tag 1

Ende Dezember entschied ich mich, für ein paar Tage zwischen Weihnachten und Neujahr zu verreisen. Da ich im November einen meiner 3 freien Tage nicht genommen hatte und einer meiner Reisetage auf einen Shabbat fiel, hatte ich insgesamt 6 Reisetage. Mein ursprünglicher Plan war 2 Tage in Haifa zu verbringen und anschließend weiter durch den Norden Israels zu reisen. Dieser Plan fiel sprichwörtlich ins Wasser. Mein Freiwilligenleiter erklärte mir, dass die Wettervorhersage für den Großteil meiner Reisetage Regen und Sturm vorhersagte. In den Norden wollte ich vor allem, weil da die Natur schön sein sollte. Dort gab es wenige Möglichkeiten etwas drinnen zu machen. Mein Freiwilligenleiter schlug mir vor, meine Pläne zu ändern. Sein Vorschlag war zuerst nach Haifa und nach Tel Aviv oder Jerusalem zu reisen. Ich entschied mich für Letzteres, weil ich Jerusalem, im Gegensatz zu Tel Aviv, noch nicht gesehen hatte.

Ich fuhr am 25.12.2018 nach Tel Aviv. Mein Freiwilligenleiter brachte mich morgens zur Bahnstation. Ich nahm einen Zug nach Tel Aviv und fuhr von da aus weiter nach Haifa. Haifa liegt im Norden Israels und ist die drittgrößte Stadt Israels. Haifa ist eine gemischt jüdisch-arabische Stadt und in der Stadt leben Jüd_innen, Musli_immen und Christ_innen, sowie ein paar Bahai. Am Bahnhof von Haifa angekommen nahm ich ein Taxi zu meinem Gästehaus. Dort herrschte zuerst etwas Verwirrung , weil die eine Angestellte nicht wusste, dass ich komme und meine Buchung übersehen hatte. Dies klärte sich zum Glück schnell und ich bekam ein Zimmer. Ich bezog mein Zimmer und machte mich anschließend zu einem Spaziergang durch Haifa auf. Weiterlesen „Haifa Tag 1“

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Totes Meer

Hallöchen ihr Lieben,

heute gibt es bei mir einen Reisebeitrag. Warum es hier auf dem Blog still war, werdet ihr in meinem nächsten Reisebeitrag erfahren. In diesem Eintrag berichte ich euch über meine Ausflüge ans Tote Meer. Während meiner Zeit im Kibbuz machten der Freiwilligenleiter mehrmals mit uns Tagesausflüge ans Tote Meer. Das Tote Meer lag ca. 40 Minuten Fahrt von dem Kibbuz entfernt und er fuhr uns mit seinem Wagen dorthin. Am Toten Meer gingen wir in ein Hotel. Dort buchten wir für einen Tag Frühstück, Mittagessen und Eintritt in die Hotelpools, ohne ein Zimmer mieten zu müssen.

Bevor wir ins Wasser ginge, frühstückten wir. Das Hotel hatte ein riesiges Frühstücksbuffet. Es gab dort Brote, Müsli, Salate, Omelette, Kuchen und viel mehr. Das Frühstück war vielseitig und lecker. Anschließend zogen wir uns unsere Badeanzüge an und gingen in die Hotelpools. Das Hotel hatte drinnen Salzwasserpools, in denen das Wasser so wie im Toten Meer war. Außerdem gab es normale Swimmingpools, Whirlpools und draußen einen größeren Pool, in dem man Schwimmen konnte. Das Hotel lag direkt vor einer schönen Hügellandschaft, sodass wir draußen einen fantastischen Blick auf die Umgebung hatten. Wir verbrachten mehrere Stunden in den verschiedenen Pools und ruhten uns auf den Liegen aus. Schließlich konnten wir nach den ganzen Arbeitstagen etwas Entspannung gebrauchen. Weiterlesen „Totes Meer“

Tel Aviv Tag 2

Hallöchen ihr Lieben,

heute folgt der zweite Beitrag über meinen Tel Aviv Besuch mit meiner guten Freundin Shahar. Den ersten Teil könnt ihr hier nachlesen. Der Morgen begann mit einem leckeren Frühstück, welches uns Shahars Großmutter zubereitet hatte. Anschließend verließen wir das Haus. Da ich nachmittags zurück nach Lahav fahren musste, hatten wir uns dieses Mal nicht viel vorgenommen, wie am Tag zuvor.

Gemeinsam mit Shahars Großeltern fuhren wir zum Ariel Sharon Park, der sich südöstlich von Tel Aviv befindet. Bei dem Park handelt es sich um ein besonderes Projekt. Vor ca. 20 Jahren befand sich an seiner Stelle noch eine Mülldeponie. An der Stelle, wo heute der Park liegt, wurde Jahrzehnte lang der Müll aus der Umgebung gesammelt. Der Müll wuchs zu einem 60 Meter hohen Berg an. Touristen, die vom Ben Guiron Flughafen nach Tel Aviv fuhren, konnten ihn auf der Fahrt sehen und riechen, was ihnen keinen guten ersten Eindruck von der Stadt vermittelte. Die Deponie stellte  den Betrieb ein und 2004 wurde mit einer Ausschreibung nach Projekten gesucht, um sie in etwas Positives umzuwandeln. Es gewann die Idee die Deponie in einen Park umzuwandeln. Das Projekt wurde stark von dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon unterstützt, nach dem der Park später benannt wurde. Weiterlesen „Tel Aviv Tag 2“

Israel: Strandtag in Tel Aviv

Hallöchen,

heute berichte ich euch von meinem ersten Besuch von Tel Aviv. Ich hatte die Stadt zu diesem Zeitpunkt nur nach meiner Ankunft in Israel gesehen. Da mein Flug nachmittags ankam, konnte ich kaum etwas von Tel Aviv sehen. Am 30.10 hatte ich endlich die Gelegenheit dazu. An diesem Tag fanden in Israel Lokalwahlen statt und die meisten Arbeitnehmer, einschließlich uns Freiwilligen hatten aus diesem Grund frei. Jedoch war es kein Feiertag oder Schabbat, weshalb die öffentlichen Verkehrsmittel an diesem Tag normal fuhren. 6 von uns Freiwilligen nutzen dies aus, um gemeinsam zu Tel Aviv an den Strand zu fahren. Leider mussten wir früh aufstehen, damit Roni uns zum Bahnhof fahren konnte. Am Bahnhof kauften wir unsere Tickets, die verglichen mit deutschen Preisen günstig waren.  Die Zugfahrt dauerte nur eine Stunde, dann kamen wir in Tel Aviv an. Weiterlesen „Israel: Strandtag in Tel Aviv“

Kibbuz Lahav

Hallöchen,

hier kommt wieder ein Beitrag über meinen Israelaufenthalt. Wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, wechselte ich nach einigen Wochen in Yotvata das Kibbuz und bin seit Oktober im Kibbuz Lahav. Dieses möchte ich euch hier genauer vorstellen.

Lahav liegt in der Negevwüste, unweit von Be’er Sheva und in Sichtweite des Westjordanlands. Es ist anders als die meisten anderen Orte in Israel und für einen jüdischen Ort ungewohnt, denn in Lahav werden Schweine gezüchtet. Da ca. 75 % der israelischen Bevölkerung Jüd_innen und 18% Muslim_innen sind, essen die meisten Israelis keine Schweine. Schweinefarmen gibt es in dem Land kaum und die meisten Israelis würden nicht auf einer arbeiten. Die Schweine werden für wissenschaftliche Recherche verwendet und ein Teil wird zu Wurst verarbeitet. Hier findet ihr einen kurzen Artikel über die Schweineproduktion in Lahav .  Zusätzlich betreibt das Kibbuz eine Schule für Beduinen. Beduinen sind die am stärksten benachteiligte Gruppe in Israel und das Ziel der Schule ist es viele Beduinen auf die Universität vorzubereiten. Außerdem verfügt das Kibbuz ein Museum und Zentrum über die Geschichte und Kultur der Beduinen. Weiterlesen „Kibbuz Lahav“

Kibbuzwechsel

Hallöchen ihr lieben,

heute erkläre ich euch, warum ich Anfang Oktober mein Kibbuz wechselte.

Auch wenn Yotvata ein reiches und schönes Kibbuz ist, fühlte ich mich dort nicht wohl, weil ich dort einsam war. Wer mir länger folgt, weiß dass ich häufig weit von zu Hause lebe. Meist habe ich keine Probleme dort Anschluss zu finden. In Yotvata ging dies nicht. Dies lag vor allem daran, dass (fast) alle anderen Freiwilligen aus spanischsprachigen Ländern kamen und kaum Englisch sprachen. Dies machte es unmöglich dort Anschluss zu finden. Zudem gab es kaum Sightseeingmöglichkeiten. Die einzig nähere Stadt war Eilat, aber da gab es nicht viel zu sehen. Alle anderen interessanten Städte wie Tel Aviv oder Jerusalem lagen ca. 5 Stunden entfernt. Aus diesen Gründen war ich im Kibbuz einsam und hatte keine Beschäftigungsmöglichkeiten in meiner Freizeit. Dies führte dazu, dass ich mit verschiedenen Onlinekursen begann, obwohl ich ein paar Wochen zuvor mein Studium beendet hatte und es nicht mein Plan war direkt wieder mit dem Lernen zu beginnen. Weiterlesen „Kibbuzwechsel“

Eilat

Während meines Aufenthalts im Kibbuz Yotvata fuhr ich mehrmals nach Eilat. Eilat ist die südlichste Stadt Israels und hat ca. 50.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Roten Meer und direkt an den Grenzen zu Ägypten und Jordanien (zwischen Israel und den beiden Ländern herrscht Frieden).  Da Eilat die Stadt ist, die Kibbuz Yotvata am nächsten liegt, fuhren wir Freiwilligen und die Bewohner des Kibbuz dort öfters hin. Dieser Beitrag handelt deshalb nicht von einem bestimmten Ausflug, sondern von mehreren Ausflügen, die ich nach Eilat machte. Vom Kibbuz aus dauert die Fahrt nach Eilat mit dem Bus ca. 40 Minuten und der Bus fuhr praktischerweise direkt im Kibbuz ab.

Die Fahrt führt fast die gesamte Zeit durch die Wüste und durch eine wunderschöne Landschaft. Während der Fahrt guckte ich fast die ganze Zeit aus dem Fenster und betrachtete die Wüstenlandschaft. In Eilat gibt es im gesamten Stadtzentrum kostenloses Wifi, welches ich während meines ersten Aufenthalts nutzte, um mich zur Touristeninformation zu navigieren. Dort traf ich überraschenderweise auf einen deutschen Mitarbeiter. Dieser erklärter mir, für einen Mitarbeiter des Tourismusministeriums unpassend, dass es in Eilat nicht viel zu sehen gibt. Die Stadt ist relativ jung und deshalb gibt es in ihr keine berühmten historischen Attraktionen wie zum Beispiel in Jerusalem. Da mir der Mitarbeiter des Tourismusbüros kaum Sehenswürdigkeiten empfehlen konnte, entschied ich mich, durch die Stadt zu spazieren. Dies machte ich auch bei meinen weiteren Besuchen der Stadt. Weiterlesen „Eilat“

Sukkot

Am 23.09. dem 20. Tag meines Israelaufenthalts begann das nächste jüdische Fest;  Sukkot, das Laubhüttenfest. Dieses dauert acht Tage an und davon sind der erste und der achte Tag Ruhetage, an denen in Israel alle freihaben. Das Fest soll an die Wanderung der Juden durch die Wüste erinnern,  während der sie ohne festes Dach überm Kopf leben mussten. Allerdings ist es ein fröhliches Fest. Für Sukkot bauen alle Familien Laubhütten. Streng genommen soll die Familie während der Feiertage in der Laubhütte übernachten. Wobei sich heutzutage viele Familien darauf beschränken in der Laubhütte ihre Mahlzeiten einzunehmen. Die Laubhütte wird traditionell an den Tagen zwischen Yom Kippur und Sukkot gebaut.

Im Kibbuz hatte nicht jede Familie ihre eigene Sukka, stattdessen war auf einer großen Wiese eine riesige Sukka für das ganze Kibbuz gebaut wurden. Diese diente, während der Feiertage, als eine Art Aufenthaltsraum für alle. Der erste Tag von Sukkot begann für mich normal mit der Arbeit, da der Feiertag abends begann.  Nach der Arbeit ruhte ich mich eine Weile aus, dann machte ich mich für die Sukkotfeier fertig. Wir trafen uns alle abends in der Sukka, in welcher zahlreiche Stühle und Tische sowie eine Bühne standen. Wir Freiwilligen hatten dabei unseren eigenen Tisch. Auf der Bühne spielte eine Band und es traten verschiedene Kibbuzmitglieder auf, danach gab es Essen. Auf allen Tischen stand Essen und wir konnten es gut unter uns aufteilen. Leider entsprach das Essen nicht so meinem Geschmack, aber die Atmosphäre in der Sukka war wunderschön. Nach dem Essen in der Sukka, wurden die Stühle und Tische entfernte und wir hatten eine Party, bei der wir lange tanzten. Weiterlesen „Sukkot“

Yom Kippur

Nach Rosh Hashanah passierte die nächste Woche nichts besonders. Ich arbeitete weiterhin in der Küche und im Speisesaal und las oder bloggte nachmittags. Leider hatte ich kaum Kontakt mit den anderen Freiwilligen, da sie sich nachmittags meist auf ihre Zimmer verzogen. Wenn wir uns sahen, konnten wir uns kaum unterhalten, weil sie schlecht Englisch sprachen. Zudem reichte mein Spanisch nicht aus, um mich mit ihnen zu unterhalten. So fühlte mich in dem Kibbuz ziemlich einsam.

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Schließlich stand am 14. Tag meines Israelaufenthalts der nächste jüdische Feiertag an: Yom Kippur. Yom Kippur ist der höchste jüdische Feiertag. Yom Kippur ist der Versöhnungstag. Am Tag wird nicht groß gefeiert. Stattdessen ist es ein Tag der Einkehr, an dem jede_r darüber nachdenkt, ob er_sie anderen für Unrecht, dass sie einem angetan haben, verzeiht. Außerdem entschuldigt man sich bei anderen für Unrecht, dass man ihnen angetan hat oder für das eigene Fehlverhalten. Weiterlesen „Yom Kippur“

Israel Tag 5:-7 Erster Arbeitstag und Rosh Hashanah

Tag 5:

Der fünfte Tag meines Israelaufenthalts war mein erster Arbeitstag. Deshalb musste ich um 05:00 Uhr aufstehen. Für mich als Frühaufsteherin ein absoluter Graus. So war ich noch vollkommen müde, als ich um 06:00 Uhr im Speisesaal auftauchte, um mit meiner Arbeit zu beginnen. Das Team im Speisesaal bereitet das Essen zu, sorgt dafür, dass sich immer genügend Besteck, Teller, Tabletts und Essen an seinem Platz befindet, und putzt später im Speisesaal. Dort arbeiteten andere Freiwillige und ich sollte als Erstes damit beginnen Tomaten zu waschen und ihre Stränge entfernen. Es waren viele Tomaten, da wir mehrere Hundert Leute mit Essen versorgen müssen. Dabei merkt man erstmal, wie aufwendig es ist, für so viele Menschen zu kochen. Danach durfte ich Frühstücken und es ist praktisch fast direkt am Arbeitsplatz frühstücken zu können.

Nach dem Frühstück putzen wir die Tische, an denen die Kibbuzmitglieder gegessen hatten. Ich musste außerdem eine Treppe putzen. Da der Speisesaal sehr groß ist, dauerte das Putzen eine Weile, und als wir fertig waren, war es Mittagsessenszeit. Die Essenszeiten sind etwas länger, sodass während des Mittagessens erst die eine Gruppe an Arbeitern im Speisesaal ist, während die andere spült, Besteck und Teller nachfüllt, dann werden die Rollen getauscht. So musste ich nach dem Mittagessen noch bis 14:00 Uhr arbeiten. Weiterlesen „Israel Tag 5:-7 Erster Arbeitstag und Rosh Hashanah“