Spanien- Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Genre: Belletristik
Seitenanzahl: 564
Format: Hardcover
Verlag: Insel Verlag
Originaltitel: La sombra del viento
Übersetzer: Peter Schwaar
Erscheinungsjahr: 2001
Der Schatten des Windes ist, nach Don Quixote, eines der meistverkauften spanischen Bücher. Trotzdem wusste ich vor Beginn meiner Lektüre nicht, wovon der Roman handelt und ging ohne Erwartungen an das Buch ran. Dafür wurde ich positiv überrascht.
Der Schatten des Windes spielt in Barcelona zwischen 1945 und 1966. Die Geschichte handelt von dem jungen Daniel Sempere. Sein Vater, ein Buchhändler, nimmt ihn mit zum sogenannten Friedhof der Vergessenen Bücher. Dort werden vergessene Bücher, von denen nur noch wenige Exemplare übrig sind, aufbewahrt, um sicherzugehen, dass sie erhalten bleiben. Er darf sich ein Buch aussuchen, das er beschützen soll, und wählt Der Schatten des Windes von Julian Carax. Das Buch dieses unbekannten Autors begeistert Daniel, aber über den Autor ist kaum etwas bekannt und von seinen weiteren Büchern gibt es nur noch wenige Exemplare. Daniel begibt sich auf die Suche nach dem seltsamen Autor, doch das zieht schnell die Aufmerksamkeit des grausamen Polizeiinspektors Fumero auf sich. Und dann ist da noch ein mysteriöser Mann, der alle Bücher von Carax sucht und verbrennt…

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Singapur – The Black Tides of Heaven von Jy Yang

Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 238
Format: E-Book
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2017
Reihe: The Tensorate Series Buch 1

Nach einer Lektüre für Singapur musste ich nicht lange suchen, da ich Jy Yangs The Black Tides of Heaven schon länger lesen wollte. Die Novelle und ihr Nachfolger The Red Threads of Fortune erregten in der englischsprachigen Fantasyszene Aufmerksamkeit und standen seitdem auf meiner Leseliste.

Bevor ich mit der Rezension beginne, möchte ich eine Sache anmerken. Jy Yang ist nicht-binär, dass bedeutet, dass sich Jy Yang nicht mit einer der beiden binären Geschlechtsidentitäten (Mann oder Frau) identifiziert. Zu dem Thema gibt es nicht viele Artikel auf Deutsch, aber diese beiden Artikel erklären ganz gut, was nicht-binär bedeutet: Artikel 1Artikel 2

Es wäre falsch, männliche oder weibliche Pronomen zu verwenden. Außerdem ist es für nicht-binäre Menschen verletzend, wenn man sie misgenderd. Leider gibt es im Deutschen keine Pronomen für Menschen, die sich nicht innerhalb der Binarität identifizieren.Andere Sprachen sind da weiter. Im Englischen Sprachraum, wählen viele Menschen, deren Geschlechtsidentität außerhalb der Binarität liegt das Pronomen „they“. Die meisten von euch kennen „they“ nur als 3. Person Plural, aber es kann auch als geschlechtsneutrale 3. Person Singular verwendet werden. Da es im deutschen keine geschlechtsneutralen Pronomen gibt, habe ich mich entschieden in diesem Text ebenfalls das englische Pronomen they zu verwenden. Vielleicht ist es für euch ungewohnt zu lesen, aber in der deutschen Sprache fehlt ein geschlechtsneutrales Pronomen. Zudem bittet Yang auf their Website darum, dass man für they, dass they Pronomen verwendet.  Weiterlesen „Singapur – The Black Tides of Heaven von Jy Yang“

Nigeria – Eine verbotene Liebe in Kriegszeiten

Genre: Belletristik, Lesbische Literatur
Seitenanzahl: 328
Format: Taschenbuch
Verlag: Mariner Books
Erscheinungsjahr: 2016

Under the Udala Trees entdeckte ich vor ein paar Monaten in einer Buchhandlung, bei mir um die Ecke. Als ich mich entschied, die Weltlesereise zu veranstalten, bot sich mir ein guter Grund das Buch zu kaufen. Bei meiner Recherche für das Projekt stellte ich fest, dass es eine Menge an nigerianischen Autor_innen gibt. Ich fand viele weitere Bücher, die gut klangen. Nigeria ist ein Land, aus dem ich in Zukunft mehr lesen will.

Die Handlung von Under the Udala Trees erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und beginnt während des nigerianischen Bürgerkriegs. Dieser dauerte von 1960 bis 1970 und darin starben zwischen 45 000 und 100 000 Menschen. Während des Bürgerkriegs versuchte sich, der von der Volksgruppe Igbo, bewohnte Südosten des Landes von Nigeria abzuspalten und einen eigenen Staat zu formen. Außerhalb Nigerias scheinen viele Menschen von diesem Krieg nichts zu wissen. Ich muss gestehen, dass ich bevor ich mit dem Lesen des Buchs begann, auch nichts davon wusste.

Während des Kriegs stirbt der Vater der jungen Ijeoma und sie wird von ihrer Mutter zu Freunden der Familie geschickt. Dort trifft sie auf die gleichaltrige Amina und verliebt sich in sie, doch homosexuelle Beziehungen sind in Nigeria verboten.

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Chile – ein mittelmäßiger Anfang

Genre: Familiensaga, Magischer Realismus
Seitenanzahl: 479
Format: Hardcover Verlag: Suhrkamp
Übersetzerin: Anneliese Botond
Erscheinungsjahr: 1982

Das Geisterhaus war das erste Buch, welches ich im Zuge der Weltlesereise las und gleichzeitig das erste Buch, das ich 2018 las. Zudem war es, glaube ich, das erste Mal, dass ich ein Buch von einer südamerikanischen Autorin las. In gleich mehrerer Hinsicht war es also Neuland.

Isabel Allende ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten chilenischen Autor_innen. Das Geisterhaus war ihr Debüt und es gab eine Hollywoodverfilmung mit Jeremy Irons und Meryl Streep (*hust* Whitewashing *hust*). Dennoch wusste ich, vorher nicht, worum es in dem Roman geht und ging mit offenen Augen an das Buch ran. Das Geisterhaus erzählt die Geschichte der Familie del Valle über mehrere Generationen hinweg, von der Großmutter bis zur Enkelin. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und auf die politische Entwicklung Chiles eingegangen. Zu Beginn des Romans war Chile eine von konservativen Politikern regierte Demokratie, später kam einer linker Präsident an die Macht, der dann vom Militär gestürzt wurde, welches das Land in eine Militärdiktatur verwandelte. Hier sollte erwähnt werden, dass Allende eine Verwandte des gestürzten Präsidenten Salvador Allende war und der Roman eine persönliche Note enthält.

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