Masada und Ein Gedi

Es ist mittlerweile ein Jahr her, dass ich meinen letzten Reisebeitrag verfasste. Dies lag nicht daran, dass dieser Beitrag der letzte über meine Israelreise sein sollte. Ganz im Gegenteil, ich habe noch viel über meine Reise in Israel zu erzählen. Leider fehlte mir in den letzten Monaten die Zeit. Jetzt geht es weiter. Heute möchte ich euch über einen Tagesausflug berichten, den ich von Jerusalem aus unternahm. Dieser war definitiv einer der Höhepunkte während meines Israelaufenthalts. Ich kann jedem, der Israel besucht, empfehlen sich Masada und Ein Gedi anzuschauen. Tagestrips dahin werden in der Regel von Jerusalem oder Tel Aviv aus angeboten. Manchmal beinhalten diese noch einen kurzen Trip zum Toten Meer. Dieser war in meinem Ausflug enthalten. Da ich in einem anderen Beitrag über das Tote Meer schrieb, werde ich diesen Teil hier auslassen.

Ich musste für meinen Ausflug zu Masada und Ein Gedi leider früh aufstehen. Davon bin ich keine Freundin, doch für diesen Ausflug lohnte es sich. Ich machte mich von meiner Unterkunft auf zum Abraham Hostel in Jerusalem. Abraham Hostels ist eine israelische Hostelkette, die Ausflugstouren anbieten. Ich hatte mir eine Tagestour zu Masada, Ein Gedi und dem Toten Meer geführt. Dazu gehörte kein Führer, aber ein Fahrer. Allerdings erklärte uns der Fahrer während der Fahrt durch die Judäische Wüste viel über die Gegend. Er machte dabei einen genauso guten Job wie manche ausgebildete Tourguides. Die Judäische Wüste zeigt definitiv eine tolle Landschaft und ich würde in Zukunft mal eine detaillierte Tour durch sie machen.

Die Judäische Wüste

Als Erstes hielten wir bei Ein Gedi. Ein Gedi ist ein Kibbuz, welches in der Nähe des Toten Meers und des Westjordanlands liegt. Zu dem Kibbuz gehört eine Oase/ Naturschutzgebiet und als Besucher_in kann man sich verschiedene Pflanzen und Tiere anschauen. Es gibt verschiedene Touren, die durch das Naturschutzgebiet führen. Dazu gehören längere, die vier Stunden dauern und kürzere, für die man eine Stunde braucht. Da wir 1,5 Stunden in Ein Gedi blieben entschied ich mich eine kürzere Tour zu machen. Ich unternahm zwar keine geführte Tour durch das Naturreservat, aber bekam einen Plan mit dem ich mich orientierte. Außerdem standen in der dazugehörigen Broschüre jede Menge Informationen zu den verschiedenen Pflanzen und zu der Geschichte ein Gedis. Siedlungen gibt es dort schon seit der Antike und in der Bibel wird Ein Gedi mehrmals erwähnt. Das moderne Kibbuz wurde erst in den 1950er Jahren gegründet.

Besonders schön macht Ein Gedi die tolle Mischung aus Wasserfällen, Wüste und Pflanzen. Es gibt hier gar nicht so viel zu erzählen, da das tolle an einem Ausflug zu Ein Gedi die Natur ist. Deshalb zeige ich euch jetzt meine Fotos, die für sich selbst sprechen.

Die Besichtigung von Ein Gedi gefiel mir sehr gut. Wenn ich einen Aspekt an dem Aufenthalt zu kritisieren habe, dann das er zu kurz war. Ich hätte gerne mehr Zeit in Ein Gedi verbracht und mehr von dem Naturreservat gesehen. Von Ein Gedi ging es weiter zu einem der beliebtesten Touristenziele Israels: Masada.

Masada ist eine archäologische Stätte, die am Rande der Judäischen Wüste und in der Nähe des Toten Meers liegt. Masada liegt auf einem Plateau und ist vor allem wegen seiner Geschichte berühmt. Dort ließ sich Herodes einen Palast bauen, der um ca. 15 v. Chr. fertiggestellt wurde. Mehre Jahrzehnte später fand zwischen ca. 66 -74 n. Chr. ein Krieg statt in dem sich die jüdische Bevölkerung gegen die römische Herrschaft auflehnten. Zunehmend floh die Jüdische Bevölkerung nach Masada, sodass dort mehrere Hundert Menschen lebten. Schließlich belagerten die Römer Masada. Zwar gelang es den Belagerten eine Weile der Belagerung standzuhalten, jedoch schafften es die Römer letztendlich durchzubrechen. Um einer Versklavung durch die Römer zu entgehen, beging die jüdische Bevölkerung Massenselbstmord. Dies führte zu dem Mythos von Masada.

Bei Masada angekommen, schauten wir uns kurz einen Einführungsfilm an, der die Geschichte des Orts erzählte. Anschließend ging es auf das Plateau hoch. Es gibt zwei Möglichkeiten, um auf das Plateau zu kommen, man kann eine Seilbahn nehmen oder hochwandern. Ich entschied mich, die Seilbahn hochzunehmen und runter zu laufen. Um beide Strecken zu laufen, fehlte mir die Zeit. Wir hatten einen zeitlich begrenzten Aufenthalt bei Masada und ein Auf- oder Abstieg dauert ca. 45 Minuten. Es werden auch Touren Angeboten, bei denen man zum Sonnenaufgang zu Masada hochläuft. Zu diesen habe ich viele positive Meinungen gelesen und der Ausblick dabei soll toll sein. Ich entschied mich dagegen diese zu unternehmen. Wie bereits erwähnt bin ich kein Morgenmensch. Ich will nicht mitten in der Nacht aufstehen, um einen tollen Ausblick zu sehen.

Die Seilbahn und der Fußweg, die zu Masada führen. Im Hintergrund könnt ihr die Judäische Wüste und das Tote Meer sehen.

Oben angekommen hatten wir Zeit, Masada eigenständig zu erkunden. Ich hatte einen Flyer mit Informationen zu den verschiedenen Aussichtstationen und Ausgrabungen mitbekommen, mit dem ich Masada gut erkunden konnte. Hinzu kam, dass auf Masada so viele geführte Gruppen unterwegs waren, dass ich an praktisch jeder Station einem Führer zuhören konnte. So erkundete ich Masada und konnte sowohl einiges über die Geschichte der Stätte erfahren, als auch die fantastische Aussicht genießen.

Nach meiner Erkundung Masadas machte ich mich an den Abstieg. Dieser war zwar steil, aber nicht zu anstrengend. Außerdem hat man einen fantastischen Blick über die Judäische Wüste und das Tote Meer. Aus diesem Grund würde ich empfehlen, entweder Auf- oder Abstieg zu Fuß zurückzulegen, anstatt beide Male die Seilbahn zu nehmen.

Anschließend fuhren wir noch ans Tote Meer, bevor es zurück nach Jerusalem ging. Alles in allem war es eine schöne Tour und der Besuch von Ein Gedi und Masada gefiel mir gut.

Blick auf das Tote Meer

So, dies war mein Bericht zu Masada und Ein Gedi. In meinem nächsten Reisebericht wird es um den Ölberg gehen und dieser wird nicht ein Jahr auf sich warten lassen.

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