Jahresrückblick 2020

Hallöchen zusammen,

ich hoffe euch geht es allen den Umständen entsprechend gut und ihr seid einigermaßen ins neue Jahr gerutscht.

2020 lief es bei mir vergleichsweise gut. Ich bin gesund und ich habe noch meinen Job, was mehr ist als viele andere Menschen von sich behaupten können. Natürlich gab es auch nicht schöne Sachen, ich glaube 2020 war für die wenigsten ein angenehmes Jahr. Ich musste meinen Portugalurlaub streichen und mir fehlten die Sozialkontakte, aber das ist aufgrund von Corona verständlich. Hoffentlich lassen sich diese Dinge 2021 oder 2022 nachholen.

Lesetechnisch lief es bei mir hervorragend. Ich las insgesamt 68 Bücher, was weitaus mehr ist als in den letzten Jahren. Da las ich etwas über 50 Bücher. Ich weiß nicht, wie es dazu kam. Ich schätze, es lag daran, dass ich kaum andere Sachen in meiner Freizeit machen konnte, vor allem an den Wochenenden. Allerdings verfasste ich weniger Blogbeiträge als in den vorangegangen Jahren. Ich vermute, dies hing damit zusammen, dass ich durch das Homeoffice mehr Zeit vor dem Laptop verbrachte als gewohnt. Online zu unterrichten ist um einiges anstrengender als physisch und ich muss mich dabei stärker konzentrierten. Dadurch fehlte mir abends die Energie etwas am Laptop zu machen und. An Wochenenden wollte ich diesen ausgeschaltet zu lassen. Ich hoffe, dies wird sich 2020 ändern und ich komme mehr zum Bloggen. Es gibt noch jede Menge ausstehende Blogbeiträge. Hinzu kam, dass es bei WordPress der Editor geändert wurde. Den Neuen mag ich nicht sonderlich und ich brauchte eine ganze Weile, um herauszufinden, wie manche Sachen funktionieren. Dies erschwerte das Schreiben von Blogbeiträgen zusätzlich.

Lesestatistiken

Wie schon erwähnt las ich 2020 68 Bücher. Das höchste, was ich zuvor in den vergangenen Jahren las, waren 55 Bücher in 2018. Es ist eine deutliche Verbesserung. Wie jedes Jahr habe ich Lesestatistiken erstellt, um euch zu zeigen, was für Bücher ich las.

Ich las zum Großteil englischsprachige Bücher und mein Anteil an deutschsprachigen Büchern blieb gering. Dies war in den Vorjahren auch so. Ich versuchte nicht gezielt mehr deutsche Bücher als gewohnt zu lesen, aber ich bekam zu Weihnachten ein paar deutsche Bücher, die ich bald lesen werde. Vielleicht wird 2021 mein Anteil an deutschen Büchern steigen. Ich bin stolz, dass es mir 2020 gelang, zwei Bücher auf Französisch zu lesen. Dies tat ich seit der Schulzeit nicht, jetzt möchte ich mein Französisch verbessern. Eins davon war der erste Teil von Der Graf von Monte Christo. Aufgrund der Länge des Buchs und der Tatsache, dass ich auf Französisch langsam lese, brauchte ich über ein halbes Jahr, um das Buch zu beenden. 2021 werde ich definitiv mit dem Lesen auf Französisch weiter machen und dafür liegen ein paar Bücher auf meinem SuB.

Überraschender ist meine nächste Statistik. Ich las 2020 mehr Bücher von Männern als von Frauen. Dies ist etwas Neues. In den Jahren zuvor sah die Statistik immer umgedreht aus. Der Anzahl gelesener Frauen war bei mir weitaus höher als die Anzahl an Büchern von Männern, die ich las. Ich habe nicht bewusst darauf geachtet, ob die Bücher, die ich las, von Frauen oder Männern Stammen. Das tue ich nie. Vielleicht wird diese Statistik 2021 wieder anders aussehen. Ich werde nicht bewusst versuchen mehr Bücher von Frauen zu lesen, immerhin ist mein Frauenanteil jedes Jahr hoch.

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Bei der Genreverteilung hat sich ein Bisschen geändert. Mein Anteil an Fantasybüchern schrumpfte. Dafür wuchsen die Anteile an Sachbüchern und Belletristik. Im Frühling und Sommer hatte ich eine Phase, in der ich viel an Sachbüchern las, weil ich da nicht viel zu tun hatte. Dies nahm in der zweiten Hälfte des Jahres stark ab. Der Anteil an Belletristikbüchern wuchs, da ich mich bemühte mehr Bücher für die Weltlesereise zu lesen. Dafür las ich vor allem Bücher aus diesem Genre oder historische Romane.

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Meine Statistik darüber aus welchen Ländern, die von mir gelesenen Autor_innen stammten, kann ich nicht mit den letzten Jahren vergleichen. Da ich im letzte Jahr keine solche Statistik führte. Die Anzahl an Autor_innen aus den USA, Großbritannien und Deutschland ist wenig überraschend. Allerdings überraschte es mich beim Erstellen der Statistik, dass ich ein paar Bücher aus Kanada und Israel gelesen hatte. Außerdem stellte ich fest, dass Sachbücher, von deren Autorinnen ich dachte, sie kämen aus den USA, in Wirklichkeit aus Norwegen und Neuseeland kamen. 2021 würde ich gerne den Anteil an Büchern aus den USA verringern und noch mehr Bücher aus aller Welt lesen. Immerhin lief es 2020 bei der Weltlesereise besser.

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Dies waren meine Statistiken. Als Nächstes stelle ich euch meine Leseentäuschungen und Highlights vor. Ins gesamt gab es bei mir wenige Enttäuschungen. Die meisten Bücher, die ich las, waren gut. Gleichzeitig gab es wenige Bücher, die ich herausragend fand. Kommen wir als Erstes zu den Enttäuschungen. Da gibt es drei Bücher, die ich erwähnen möchte.

Enttäuschungen

Record of a Spaceborn Few von Becky Chambers

Von all meinen Leseentäuschungen war Record of a Spaceborn Few die größte. Die beiden Vorgängerbände hatte ich geliebt und sie gehörten zu meinen Lesehighlights der vergangenen Jahre. Ich rechnete fest damit, dass mir der dritte Band der Wayfahrer Reihe gefallen würde. Leider war dem nicht so. Dem Roman fehlte der Plot, stattdessen wurde nur vom Alltagsleben der Charaktere berichtet. Dies machte die Geschichte langweilig. Außerdem fehlte den Figuren die Persönlichkeit, sodass mich noch nicht mal der Tod einer Figur berührte. Dies war besonders schade, da die Vorgängerbände mich mit tollen Charakteren überzeugte. Hätte ich nicht die anderen Bände der Reihe so geliebt, hätte ich diesen abgebrochen. Meine Rezension könnt ihr hier nachlesen.

If I Had the Wings von Helen Klonaris

Diese Kurzgeschichtensammlung las ich für die Weltlesereise für die Bahamas. Sie klang vielversprechend. Es sollte um die LGBTQ Community auf den Bahamas gehen und es wurde die Sprache der Autorin angepriesen. Leider konnte mich If I had the wings nicht überzeugen. Sprachlich war die Sammlung zwar gelungen, aber inhaltlich waren die meisten Kurzgeschichten eher langweilig und ich habe mittlerweile bei den meisten vergessen, worum es ging. Eine Rezension dazu muss ich noch schreiben.

The Corsair von Abdulaziz Al-Mahmoud

Meine dritte Leseentäuschung war The Corsair des katarischen Autors Abdulaziz al-Mahmoud, was ich bei der Weltlesereise für Katar las. Es klang vielversprechend. Es handelte von Intrigen und dem Kampf über die Seeherrschaft in der Region, von Piraten, der britischen Marine zur Kolonialzeit und den regierenden Familien in der Golfregion. The Corsair klang nach einem tollen Abenteuerroman. Beim Lesen stellte ich fest, dass das Buch gute Ideen enthielt, die schlecht umgesetzt wurden. Es waren Ideen für atemberaubende schlachten und Intrigen und für gelungene Charaktere vorhanden. Jedoch wurde fast alles, was im Roman passierte, zusammengefasst. Schlachten wurden in ein paar Sätzen zusammengefasst oder nur von Charakteren berichtet, die davon gehört hatten. Mit Intrigen war es ähnlich oder sie verliefen im Sand. Neue Charaktere wurden kurz eingeführt und alte schnell getötet. Ich hatte beim Lesen, dass Gefühl eher eine lange Zusammenfassung der Ereignisse als einen richtigen Roman zu lesen. Wenn die Geschichte richtig ausgearbeitet worden wäre, hätte sie einen interessanten Roman ergeben, so blieb sie enttäuschend. Eine Rezension wird folgen.

Highlights

Die Divine Cities Trilogie von Robert Jackson Bennett

Meine Lieblingsfantasybücher aus 2020 war die Divine Cities Trilogie von Robert Jackson Bennett für die ich definitiv noch eine Rezension verfassen werde. Jeder Band der Reihe funktioniert als Einzelband und in ihm stehen andere Konflikte und Charaktere im Mittelpunkt. Dennoch hängen alle Bände zusammen. Die Welt der Reihe ist kreativ durchdacht und bietet Konflikte mit parallelen zur realen Welt. Es gibt einen Mix aus Technologie und fantastischen Elementen. Die Charaktere sind toll und facettenreich. Ich las ihre Geschichten gerne und fieberte mit ihnen mit. Die Handlungen jedes Romans boten einen frischen Mix aus Krimi, Intrigen, klassischen Fantasyroman und anderen Elementen. Es gab Humor, aber auch ernste Elemente. Insgesamt gibt es nichts, dass ich an der Reihe kritisieren könnte. Ich werde in Zukunft definitiv mehr von Robert Jackson Bennet lesen.

A Thousand Splendid Suns von Khaled Hosseini

A Thousand Splendid Suns las ich bei der Weltlesereise für Afghanistan aus. Es war der erste Roman, den ich von Khaled Hosseini las, doch es wird nicht der Letzte gewesen sein. Der Schreibstil des Romans gefiel mir wunderbar. A Thousand Splendid Suns setzte sich tief mit der Lage von Frauen in Afghanistan aus, als das Land von den Taliban regiert wurde. Die Protagonistinnen waren erstklassig geschrieben und ich hatte ein großes Interesse daran ihre Geschichte mitzuverfolgen. Der Roman war manchmal traurig, manchmal hoffnungsvoll, aber er berührte mich immer. Khaled Hosseinis Werke wurden zurecht internationale Bestseller.

Comics

Ich hatte in meiner Rezension zu The Wolf of Bagdad erwähnt, dass ich als Kind begeistert Comics las. Als Jugendliche stieg ich auf Mangas um, aber irgendwann hörte ich auf diese zu lesen. Dieses Jahr begann ich wieder damit und es war die richtige Entscheidung. Comics begeistern mich mit ihren Zeichnungen und Geschichten. Ich mag sie als Format und las nach The Wolf of Bagdad noch mehrere Comics zu Avatar: The last Airbender und den Comiclassiker V for Vendetta. Letzter gefiel mir ehrlich gesagt nicht. Davon abgesehen waren alle Comics, die ich dieses Jahr las, gute Lektüren. Ich bin froh, dass ich erneut angefangen habe Comics zu lesen. Einige Weitere liegen auf meinem SuB oder stehen auf der Wunschliste. Mal sehen, was das Jahr 2021 an Comics bringt.

Leseziele 2021

Eine Erkenntnis, die ich aus dem Lesejahr 2020 mitnehme ist, dass Lesechallenges nichts für mich sind. Ich hatte mich Anfang des Jahres für ein paar Lesechallenges eingetragen. Mittlerweile weiß ich nicht mehr, welche das waren. Ich verliere bei Lesechallenges zu schnell den Überblick, welche Aufgaben ich gemacht habe und welche noch nicht. Hinzu kommt, dass ich nicht plane, was ich lese. Ich entscheide spontan auf meiner Stimmung basierend, welches Buch als Nächstes drankommt. Lesechallenges sind deshalb nichts für mich, da ich mich nicht mit solchen Challenges einschränken will, was ich lese. Ich weiß, dass sich andere Bloger_innen mit den Challenges Mühe geben, aber ich werde in Zukunft an keinen mehr teilnehmen, außer an der Goodreadschallenge.

Da ich in 2021 an keinen Challenges teilnehme, habe ich keine großen Leseziele. Ich werde gucken, was das Jahr so bringt. Ich habe einzig zwei Lesevorsätze und die lauten wie folgt:

Ich möchte mehr Bücher für die Weltlesereise lesen. In 2020 las ich für die Weltlesereise 12 Bücher, was 2 Bücher mehr waren als in 2019 und 2018. Ich will nicht 10 Jahre für die Weltlesereise brauchen, deshalb plane ich ab 2021 mehr Bücher für dieses Projekt lesen.

Ich will mehr Bücher auf französisch lesen. Ich will mein französisch weiter verbessern und dies lässt sich durch das Lesen auf französisch tun. Es werden bestimmt noch weniger Bücher als auf englisch sein, aber ich denke der Anteil französischer Bücher lässt sich erhöhen.

Dies war mein Lesejahr 2020. Ich wünsche euch allen ein tolles (Lese-)Jahr 2021.

5 Gedanken zu “Jahresrückblick 2020

  1. mel_booklover

    Ein interessanter Artikel Elisa, womit erstellst du deine Statistiken?

    Ich lese meist auf deutsch, aber auch gerne auf englisch. Zuletzt versuchte ich mich seit der Schule mal wieder an französisch und habe ewig dafür gebraucht. Dabei fällt mir lesen noch leichter als schreiben oder sprechen.

    Alles Liebe,
    Melanie

    Gefällt 1 Person

  2. federecke

    Hallo Elisa,

    eine ganz spannende Zusammenstellung.
    Ich mag deine Einleitung. Auch ich bin Gesund und habe noch meinen Job. Darüber bin ich sehr glücklich.
    Hast du für dein Weltreiseprojekt schon Bücher ins Auge gefasst?
    Liebe Grüße
    Chrissi

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Chrissi,

      danke für das Kompliment. Es freut mich zu hören, dass es dir auch gut geht. Ich habe ein paar Bücher für die Weltlesereise auf dem Sub liegen, aber ich habe nie eine konkrete Leseplanung, sondern entscheide immer spontan was ich als nächstes lese.

      LG
      Elisa

      Gefällt mir

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