Iran: To keep the Sun Alive von Rabeah Ghaffari

Genre: Familiensaga

Erscheinungsjahr: 2020

Verlag Catapult

Format: E-Book

Seitenzahl: 288

Ich weiß nicht mehr, wie ich To keep the Sun alive, meine Lektüre für den Iran entdeckte. Als das Buch auf meinen Radar fiel, klang es vielversprechend. Es handelte von verschiedenen Mitgliedern einer Familie und ihrem Leben und Konflikten kurz bevor und während die islamische Revolution im Iran ausbricht. Dies ist eine Epoche, von der ich öfters hörte, aber nicht viel wusste. Aus diesem Grund klang der Roman nach einer guten Lektüre für mich. Zudem hörte ich, dass die Familienmitglieder unterschiedliche Ansichten zu der Revolution hatten und das Buch hatte viele positive Rezensionen.

Die ältesten beiden Familienmitglieder sind ein Richter namens Bibi-Khanoom und seine Ehefrau. Sie haben einen großen Obstgarten und laden dort an Wochenenden ihre gesamte Familie zum Essen ein. Diese Mahlzeiten dauern oft mehre Stunden und es gibt intensive Diskussionen über Politik, Religion und die Situation im Dorf. Mit einer solchen Szene beginnt der Roman und führt gleich sämtliche Figuren ein. Hier hätte ich einen Stammbaum hilfreich gefunden, da mir nicht immer klar war, wie alle miteinander verwandt sind. Was toll war, waren die detaillierten Essensbeschreibungen des Romans. Diese ließen mir beim Lesen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ich glaube, das Buch ließe sich gut lesen, wenn man sich iranisches Essen bestellt. Zusätzlich erzählte der Richter beim Essen meist Geschichten und Lebensweisheiten. Diese enthielten viel Tiefe und regten mich zum Nachdenken an. Außerdem mag ich es, wenn es Geschichten in Geschichten gibt.

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Liberia: She would be King von Wayetu Moore

Genre: Historischer Roman, Magischer Realismus

Verlag: One

Seitenzahl: 311

Die amerikanisch-liberische Autorin Wayétu Moore wurde 1985 in Liberias Hauptstadt Monrovia geboren. Als sie 5 Jahre alt war, musste die Familie aufgrund eines Bürgerkriegs fliehen. Um die Kinder vor dem Horror des Kriegs zu schützen, dachten sich ihr Vater und ihre Großmutter magische Geschichten aus. Darin waren Gewehrschüsse Drachen, die kämpften, und Leichen, die am Straßenrand lagen, Menschen, die nur auf der Straße schliefen. Schließlich verließ die Familie Liberia und wanderte in die USA aus. In den USA begann Moore viel zu lesen und schreiben. Schon bevor sie ihren ersten Roman veröffentlichte, arbeitete sie in der Buchbranche. 2011 gründete sie gemeinsam mit ihren Geschwistern einen eigenen Verlag und eine NGO. Dieser spezialisierter sich auf Kinderbücher, die von Kindern handeln, die in der Kinderliteratur unterrepräsentiert sind und auf Kinder aus Ländern mit einer hohen Analphabetenrate. Sie gaben zahlreiche Bücher umsonst an solche Länder. Die ersten Bücher des Verlags waren eine Teamarbeit der gesamten Familie. Wayétu Moore und eine ihrer Schwestern schrieben die Geschichten, während zwei andere Geschwister die Bücher illustrierten. 2015 eröffneten sie sogar eine Buchhandlung in Monrovia.

2018 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, der die Gründungsgeschichte Liberias erzählt, aber einiges an magischem Realismus verwendet. Die Geschichte wird aus der Perspektive von drei Protagonist/innen erzählt, die alle samt über magische Kräfte verfügten. Die erste Protagonistin ist Gbessa, die in West-Afrika aufwächst. Sie muss außerhalb ihres Dorfes Leben, da sie verdächtigt wird eine Hexe zu sein. Der nächste Protagonist ist June Dey, der als Sklave auf einer Plantage in den Südstaaten aufwächst. Dann gibt es noch Norman Aragon, das Kind eines weißen Kolonialherrn und einer Sklavin, welches auf Jamaica aufwächst. Die Geschichten aller drei sind miteinander und mit der Staatsgründung Liberias verknüpft.

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Jahresrückblick 2020

Hallöchen zusammen,

ich hoffe euch geht es allen den Umständen entsprechend gut und ihr seid einigermaßen ins neue Jahr gerutscht.

2020 lief es bei mir vergleichsweise gut. Ich bin gesund und ich habe noch meinen Job, was mehr ist als viele andere Menschen von sich behaupten können. Natürlich gab es auch nicht schöne Sachen, ich glaube 2020 war für die wenigsten ein angenehmes Jahr. Ich musste meinen Portugalurlaub streichen und mir fehlten die Sozialkontakte, aber das ist aufgrund von Corona verständlich. Hoffentlich lassen sich diese Dinge 2021 oder 2022 nachholen.

Lesetechnisch lief es bei mir hervorragend. Ich las insgesamt 68 Bücher, was weitaus mehr ist als in den letzten Jahren. Da las ich etwas über 50 Bücher. Ich weiß nicht, wie es dazu kam. Ich schätze, es lag daran, dass ich kaum andere Sachen in meiner Freizeit machen konnte, vor allem an den Wochenenden. Allerdings verfasste ich weniger Blogbeiträge als in den vorangegangen Jahren. Ich vermute, dies hing damit zusammen, dass ich durch das Homeoffice mehr Zeit vor dem Laptop verbrachte als gewohnt. Online zu unterrichten ist um einiges anstrengender als physisch und ich muss mich dabei stärker konzentrierten. Dadurch fehlte mir abends die Energie etwas am Laptop zu machen und. An Wochenenden wollte ich diesen ausgeschaltet zu lassen. Ich hoffe, dies wird sich 2020 ändern und ich komme mehr zum Bloggen. Es gibt noch jede Menge ausstehende Blogbeiträge. Hinzu kam, dass es bei WordPress der Editor geändert wurde. Den Neuen mag ich nicht sonderlich und ich brauchte eine ganze Weile, um herauszufinden, wie manche Sachen funktionieren. Dies erschwerte das Schreiben von Blogbeiträgen zusätzlich.

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