Leserückblick

Gelesene Bücher

City of Blades von Robert Jackson Bennett

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 464

Format: Taschenbuch

Im Juli las ich City of Stairs von Robert Jackson Bennet, was mir gefiel. Es war mit der beste Fantasyroman, den ich in 2020 las. Im Anschluss daran wollte ich sofort den nächsten Band lesen. City of Blades ist kein direkter Anschluss an den Vorgänger. Es steht ein anderer Charakter im Vordergrund, doch dieser kam im ersten Band vor. Es kamen bekannte Gesichter aus City of Stairs vor, aber es gab viele neue Charaktere. Die Handlung von City of Blades war eigenständig und es ging um ein anderes Problem als im Vorgänger. Dennoch hing die Handlung der beiden Bände zusammen.

City of Blades überzeugte mich mit den gleichen Qualitäten, wie sein Vorgänger. Es gab eine kreative und gut durchdachte Welt. Die Charaktere waren facettenreich und ich verfolgte ihre Abenteuer gerne. Der Plot war spannend und enthielt einen Mix aus Krimi, politische Intrigen, Magie und Kampf. Außerdem setzte sich dieser Band der Reihe tief mit dem Thema Krieg und den Folgen des Kriegs auseinander. Die Reihe blieb auf gewohnt hohem Niveau.

The Hate U Give von Angie Thomas

Genre: YA

Seitenzahl: 448

Format: Taschenbuch

The Hate U Give wurde 2017 von allen gefeiert. Auf sämtlichen Blogs las ich nur positive Rezensionen. Die Art und Weise, wie das Buch das Thema Rassismus anging, wurde gelobt. Ich fand zu dem Schreibstil und den Figuren des Romans durchweg positive Kommentare. Ich kaufte mir das Buch damals, aber ich las es nicht direkt. Ich habe ein Problem mit Hypebüchern. Wenn ich zu einem Buch nur positive Rezensionen lese, denke ich mir „das Buch kann nicht so gut sein, wie alle behaupten.“ Aus diesem Grund lese ich Bücher, die stark gehpyped werden, meist überhaupt nicht, oder ich lese sie erst spät nach dem Hype. So war das auch bei THUG: Ich las das Buch nicht, als es in den USA erschien, ich las es nicht, als es ins Deutsche übersetzt wurde und als die Verfilmung herauskam, blieb es auf meinem SuB liegen.

Diesen Sommer entschied ich mich endlich das Buch zu lesen. Konnte der Roman den Erwartungen gerecht werden? Ich denke schon. Es gab ein paar kleine Schönheitsfehler, aber im Großen und Ganzen war es ein gelungener Roman. Dieser richtet sicher an Teenager, aber gefällt bestimmt Erwachsenen. Das Buch bewegt einen dazu, sich über Rassismus und Polizeigewalt Gedanken zu machen. Starr war eine Protagonistin mit der ich mitfühlen konnte und deren Gedankengänge ich gerne las. Die Nebenfiguren waren ebenfalls interessant zu lesen. Insgesamt ist The Hate U Give eine Lektüre, die ich empfehlen kann. Ich schaute nach dem Lesen die Verfilmung, die mir ebenfalls gefiel.

City of Miracles von Robert Jackson Bennett

Genre: Fantasy

Format: Taschebuch

Seitenzahl: 448

Nach The City of Blades wollte ich sofort City of Miracles, den Abschluss der Reihe lesen. Dieser handelte von anderen Charakteren und hatte eine andere Handlung. So funktionierte jeder Band der Reihe eigenständig, aber sie hingen alle zusammen. Er hatte dieselben Stärken wie die anderen Bände und bot ihr einen gelungenen Abschluss. Ich werde noch einen längeren Beitrag zu der Reihe verfassen.

Avatar: The Last Airbender: Team Avatar Tales von diversen Autor_innen

Genre: Comic, Fantasy

Seitenzahl: 72

Format: Taschenbuch

Im Sommer guckte ich Avatar: The Last Airbender auf Netflix. Ich hatte die Serie als Kind nicht gesehen und holte das jetzt erst nach. Ich fand sie fantastisch und sie wurde schnell zu einer meiner Lieblingsserien. Ich wollte anschließend die dazugehörigen Comics lesen. Ich begann mit Team Avatar Tales. Dies ist eine Sammlung von mehren kürzeren Comics rund um Team Avatar. Ein Teil von ihnen erzählt Geschichten, die zeitlich während der Serie spielen, andere sind zeitlich danach angesetzt. Ich fand Team Avatar Tales eher mittelmäßig. Bei jeder Kurzgeschichtensammlung sind gute und schlechte dabei. Das Problem von Team Avatar Tales war, dass es sowohl gute Geschichten und gute Zeichenstile gab, aber diese meist nicht gemixt wurden. Dadurch hatte fast jede Geschichte entweder eine gute Geschichte und einen schlechten Zeichenstil, oder einen guten Zeichenstil und eine schlechte Geschichte. Zum Glück waren die anderen Avatarcomics besser.

The Corsair von Abdulaziz Al-Mahmoud

Genre: Historische Fiktion, Abenteurroman

Seitenzahl: 416

Format: Taschenbuch

The Corsair las ich für die Weltlesereise für Katar. Es gab aus dem Land nicht viele Bücher. Ich hatte auf dem Blog Ayearofreadingtheworld von Ann Morgan eine vielversprechende Rezension dazu gelesen. In der Vergangenheit hatte sie Bücher empfohlen, die mir gefielen. Außerdem klang The Corsair nach einem spannenden Abenteuerroman über Piraten und Seefahrer basierend auf einem wahren historischen Kontext.

Leider konnte ich Ann Morgans positive Meinung zu dem Buch nicht teilen. Die Ideen des Romans waren gut, aber es haperte an der Umsetzung. An vielen Stellen las sich The Corsair eher wie eine Zusammenfassung der Ereignisse als eine Erzählung. Eine längere Rezension wird folgen.

Untenrum frei von Margarete Stokowski

Genre: Essaysammlung, Feminismus

Seitenzahl: 256

Format: Taschenbuch

Margarete Stokowski ist die bekannteste feministische Autorin, die Deutschland in den letzten Jahren hervorbrachte. Es war wieder so ein Buch, zu dem ich viele positive Rezensionen las, deshalb nahm ich erst mal davon Abstand. Ich fand Stokowski Essays interessant zu lesen und mochte ihren unverblümten Schreibstil. Außerdem war es stark auf den deutschen Kontext bezogen, was eine Abwechslung war. Die meisten feministischen Bücher, die ich bisher las, waren von einem amerikanischen oder britischen Kontext geprägt. Dennoch gab es in dem Buch für mich nicht viel Neues. Es wiederholte an einigen Stellen viel, was ich aus anderen feministischen Büchern kannte.

The Well of Ascenscion von Brandon Sanderson

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 800

Format: Taschenbuch

Anfang des Jahres las ich The Final Empire von Brandon Sanderson. Der erste Teil der Mistborn Trilogie gefiel mir. Ein paar Monate später las ich gemeinsam mit einer Freundin den zweiten Band. In vielen Rezensionen wurde dieser gelobt, aber ich fand ihn ehrlich gesagt schwächer als den Vorgänger. Die Charaktere wareb diesem Band schwächer, vor allem Vin und Eland, die mir im Vorgänger noch gefielen. Das Fehlen Kelsiers als Protagonist machte sich bemerkbar, da die anderen Figuren nicht an ihn rankamen. Die Bösewichte waren schwächer als der Emperor des ersten Bands. Teilweise hätte Sanderson hier die Regel „show don’t tell“ besser beachten sollen. Das Worldbuilding war immer noch toll und der Roman war nicht langweilig, aber er kam an seinen Vorgänger nicht ran.

V for Vendetta von Alan Moore und David Lloyd

Genre: Comics, Politische Sci-Fi

Seitenzahl: 296

Format: Taschenbuch

V for Vendetta ist einer der bekanntesten Comics, die je geschrieben wurden. Ich hatte vor einigen Jahren die Verfilmung des Comics gesehen. Ich kann mich nicht mehr stark an sie erinnern. Ich weiß, dass ich sie mochte. Der Comic wurde mir von einer Freundin geschenkt. Da ich dieses Jahr anfing, mehr Comics zu lesen, kam ich endlich dazu ihn zu lesen. Vielleicht begehe ich hiermit Comicketzerei, aber ich fand V for Vendetta nicht gut. Der Zeichenstyl war nicht meins und mit der Story hatte ich Probleme. Die Darstellung von weiblichen Figuren war problematisch, die Bösewichte klischeehaft geschrieben und die Botschaft des Buchs hätte subtiler herübergebracht werden können. Ich denke, die Comics von Alan Moore sind eher nichts für mich.

A Thousand Splendid Suns von Khaled Hosseini

Genre: Belletristik

Seitenzahl: 432

Format: Taschenbuch

Ich hatte bisher noch kein Werk von Kahled Hosseini gelesen, aber er war eine offensichtliche Wahl als meine Lektüre für Afghanistan bei der Weltlesereise. Ich entschied mich für A Thousand Splendid Suns, welches ohnehin auf meinem SuB lag. Der Roman war wirklich genial und eine meiner besten Lektüren des Jahres. Er enthielt fantastische Charaktere und setzte sich gelungen mit der Lage von Frauen in Afghanistan, vor allem unter den Taliban, auseinander. Es zeigte außerdem viel über den Krieg in Afghanistan und das Leben unter den Taliban. Zudem war Khaled Hosseinis Schreibstyl schön. Eine längere Rezension wird folgen.

House of Ashes von Monique Roffey

Genre: Belletristik

Seitenzahl: 368

Format: Taschenbuch

House of Ashes war mein Roman für Trinidad und Tobago. Der Roman wurde von wahren Ereignissen inspiriert. In 1990 versuchte eine islamistische Terrorgruppe in Trinidad und Tobago einen Coup d’Etat durchzuführen. Dafür nahm sie den Premierminister, andere Kabinettsmitglieder und einige Parlementarier_innen im Parlament als Geiseln. Die Geiselnahme dauerte 6 Tage, aber am Ende kam es zu einer Geiselbefreiung durch die Armee.

Der Roman wurde von diesen Ereignissen inspiriert, aber spielt auf einer fiktiven Inseln und die Geiselnehmer haben etwas andere Motivationen. Die Geschichte wurde sowohl aus der Perspektive von Geiseln als auch von Geiselnehmern erzählt. Man konnte mit allen Charakteren mitfühlen. Außerdem war die Geschichte spannend erzählt. Eine längere Rezension folgt.

Kalpa Imperial: The Greatest Empire That Never Was von Angélica Gorodischer

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 264

Format: E-Book

Kalpa Imperial ist der bekannteste Fantasyroman der argentinischen Fantasyautorin Angélica Gorodischer. Wobei ich es nicht unbedingt als Roman bezeichnen würde. Es ist mehr wie eine Kurzgeschichtensammlung, in der alle Kurzgeschichten an demselben Ort spielen und eine zusammenhängende größere Geschichte bilden. Ich bin immer auf der Suche nach Fantasyromane von nicht-westlichen Ländern, deshalb bot sich Kalpa Imperial an. Die Geschichten hatten ein tolles Worldbuilding, enthielten faszinierende Charaktere und hatten einen angenehmen Schreibstil. Eine längere Rezension wird folgen.

If I Had the Wings von Helen Klonaris

Genre: Kurzgeschichtensammlung, LGBTQIA

Seitenzahl: 156

Format: Taschenbuch

If I Had the Wings ist eine Kurzgeschichtensammlung der Autorin Helen Klonaris, die von den Bahamas stammt. Die meisten dieser Geschichten haben LGBTQIA Themen. Außerdem spielen sie in der griechischen Community auf den Bahamas, der die Autorin angehört. Die Kurzgeschichtensammlung klang interessant, aber leider konnte sie mich nicht begeistern. Ich mochte früher keine Kurzgeschichten, da ich sie nur aus der Schule kannte. In dieser lasen wir langweilige Kurzgeschichten ohne interessante Handlung, bei der man sich fragen musste, was ihr Sinn ist. Ähnlich ging es mir bei If I Had the Wings. Eine längere Rezension folgt.

Pumpkinflowers: A Soldier’s Story of a Forgotten War von Matti Friedman

Genre: Biographie

Format: Hardcover

Nach den ganzen Romanen hatte ich Lust auf ein non-Fiction Buch. Von den non-Fiction Büchern, die auf meinem SuB lagen, entschied ich mich für Pumpkinflowers von dem israelisch-kanadischen Autor Matti Friedman. Dieses Buch ist teils Autobiografie, teils Biografie über einen anderen israelischen Soldaten, der im Kampf viel. Er handelt von der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Krieg zwischen Israel und dem Libanon. Eine Zeit, die in der israelischen Öffentlichkeit oft ignoriert wird, aber fast wie ein Krieg wirkte und zu vielen Gefechten führte. Das Buch gibt einen detaillierten Einblick in die historischen Ereignisse und beschreibt das Leben von Soldaten nachvollziehbar. Es wechselt stark zwischen Langweile, die Soldaten auf ihren Posten haben, und plötzlichen Angriffen. Insgesamt war es eine gute Lektüre und ich plane weitere Werke des Autors zu lesen.

Avatar: The Last Airbender: The Lost Adventures

Genre: Comic, Fantasy

Seitenzahl: 240

Format: Taschenbuch

Nach Pumpkinflowers war wieder einer der Avatarcomics an der Reihe. The Lost Adventures erzählt Geschichten, die während der Handlung der Serie spielen. Es sind alles kürzere Geschichten, die zeitlich zwischen den verschiedenen Episoden liegen. Im Gegensatz zu Team Avatar Tales gefiel mir diese Sammlung an kurzen Comics. Es gab vereinzelt schwächere Geschichten, aber insgesamt waren die Geschichten und der Zeichenstyl besser als in Team Avatar Tales. Bei einigen wünschte ich mir, sie währen Teil der Serie gewesen.

Avatar: The Last Airbender: Katara and the Pirate’s Silver von Faith Erin Hicks und Peter Wartman

Genre: Comic, Fantasy

Seitenzahl: 80

Format: Taschenbuch

Katara and the Pirate’s Silver ist ein weiterer Avatarcomic, der während der Handlung der Serie spielt. In diesem Fall während der zweiten Staffel. Es ist keine Sammlung an Geschichten, sondern eine etwas längere in sich abgeschlossene Geschichte. Im Gegensatz zu den anderen Geschichten ist sie neu und erschien erst im Oktober. Gemeinsam mit zwei weiteren Comics, die nächstes Jahr erscheinen werden, bildet dieser Comic eine Trilogie über die weiblichen Charaktere in Team Avatar.

Katara ist einer meiner Lieblingscharaktere der Serie, deshalb fand ich es toll einen Comic zu lesen, in dem sie im Mittelpunkt stand. Außerdem enthielt der Comic einen coolen non-binary Charakter. Ich fand es angenehm in dem Avataruniversum weitere LGBTQIA Charaktere zu sehen. Manche Leser_innen kritisierten, das der Comic nichts Neues über den Charakter und die Welt erzählte, aber dies störte mich nicht. Der Zeichenstil des Comics gefiel mir ebenfalls und es war in tollen Pastellfarben gehalten. Insgesamt gefiel er mir gut.

Dune von Frank Herbert

Genre: Science Fiction

Seitenzahl: 883

Format: Taschenbuch

Dune ist das für das Sci-Fi Genre, was Der Herr der Ringe für die Fantasy ist. Der Klassiker schlechthin. Ich hatte es seit über zwei Jahren auf meinem SuB lesen, aber im Oktober und November hatte ich einen Buddyread mit Nadine von Woerter auf Reise. Der Roman hatte eine kreativ gestaltete Welt und erzählte eine spannende und komplexe Geschichte. Allerdings hatte ich Probleme mit dem Pacing des Romans. Vielleicht werde ich noch eine längere Rezension schreiben.

Das war mein Rückblick der letzten Monate. Ich wünsche euch einen schönen Rest des Jahrs.

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