The Empire of Gold von S.A. Chakraborty

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 767

Format: E-Book

Verlag: Harper Voyager

Erscheinungsjahr: 2020

Letztes Jahr las ich The City of Brass und The Kingdom of Copper von S.A Chakraborty. Der erste Band der Daevebad Trilogie gefiel mir gut, während ich am zweiten gewisse Kritikpunkte hatte. Der Abschluss der Trilogie erschien vor einigen Monaten und ich las ihn kurz nach dem erscheinen. Allerdings schaffte ich es erst jetzt den Roman zu rezensieren. Meine Rezension zu The Empire of Gold wird lang, denn ich habe viel zu dem Roman zu sagen.

Als Erstes habe ich zwei Kritikpunkte für welche die Autorin nichts kann, sondern für die der Verlag verantwortlich ist: Das E-Book war schlecht formatiert. Einige Kapitel waren falsch benannt und das Layout einiger Seiten war schlecht. Ich hoffe, dass der Verlag dies seit Juni verbesserte. Zudem passt der Titel des Romans nicht zum Inhalt des Buchs. Er scheint gewählt wurden sein, um zu den beiden Vorgängern zu passen.

Die Welt von The Empire of Gold war gewohnt fantastisch und wunderbar beschrieben. Ich hatte beim Lesen des Romans das Gefühl in die Welt hineingezogen zu werden. Alle Aspekte der Welt, auch solche, die in der Vergangenheit keine große Rolle spielten, wurde gut gezeigt. Die Rätsel um die Welt wurden gut aufgelöst. Leider wirkte die Magie der Welt manchmal, als folgte sie keinen Regeln, sondern funktionierte immer so wie es der Plot gerade brauchte. Dies war vor allem gegen Ende des Buchs der Fall.

Bei der Charakterisierung der Figuren habe ich positive und negative Anmerkungen. Die Bösewichtin Manizeh wirkte wie eine Comicbösewichtin, die böseTM und grausam ist. Normalerweise neigt die Autorin nicht zu solchen schwarz-weiß Zeichnungen, deshalb glaube ich, dass sie eine komplexere Antagonistin hätte schaffen können. Die Charakterisierung ihres Sohns Jamschid gefiel mir ebenfalls nicht, vor allem wenn ich sie über die gesamte Trilogie betrachte. Er wirkt wie kein richtiger Charakter, sondern mehr wie ein Plotdevice, welches immer dahin geschoben wird, wo es gerade gebraucht wird. Dies war schade, da er ein faszinierender Charakter hätte sein können. Rückblickend denke ich außerdem das der Daevebad Trilogie ab dem zweiten Band ein weiterer PoV Charakter gut getan hätte (Alis Schwester Zeynab hätte sich hier geeignet). Damit hätten manche Intrigen und politischen Entwicklungen besser gezeigt werden können, anstatt sie kurz anzuschneiden.

Es gab trotz dieser Kritikpunkte viele positive Aspekte an den Charakterisierungen. Alle Hauptfiguren entwickelten sich in eine gute und passende Richtung. Besonders die Entwicklung Alis gefiel mir gut. Während ihn ich im ersten Band der Reihe nicht so mochte, wurde er jetzt zu meinem Lieblingscharakter. Seine Mutter Hatset und seine Schwester Zeynab waren tolle Nebencharaktere, die viel Stärke bewiesen

Die Handlung von The Empire of Gold war spannend und balancierte gut langsamere und actionreiche Handlungselemente. Auch verschiedenen Themen wie Freundschaft, Intrigen, Liebe und Kämpfen wurde allen genügend Raum gegeben. Der Roman las sich oft wie eine emotionale Achterbahn, vor allem gegen Ende der Handlung. Jedoch störte mich, dass alle Konflikte der Welt den gleichen Ursprung haben. Dies wirkte nach einer Weile eintönig und mehr Abwechslung hätte der Reihe gutgetan.

Ähnlich war es damit Charaktere von den Toten zurückkehren zulassen. Dies wurde irgendwann zu oft getan. Der Tot von Charakteren hatte kein Gewicht mehr, da ich eh davon ausging, dass sie zurückgebracht wurden. Zudem gab es um Naris Eltern einen unnötigen Twist. Rückblickend wirkte die Lovetriangle der Reihe unnötig. Es passte nicht, dass sich Nari von Ali und Daera hin- und hergezogen fühlte. Es wäre besser gewesen, wenn es von Anfang an eine Loveinterest gegeben hätte.

Der Schreibstil von The Empire of Gold war größtenteils gut, der Emotionen gut herüberbrachte. Dies machte den Roman mitreißend.

Insgesamt kam The Empire of Gold für mich nicht an The City of Brass heran, aber war besser als The Kingdom of Copper. Die Daevebad Trilogie überzeugte mit komplexen Charakteren, einer liebevoll ausgedachten Welt und einem mitreißenden Plot. Ich freue mich zu sehen, was für Bücher S.A Chakraborty in Zukunft schreibt.

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