Das Schwert der Vorsehung von Andrzej Sapkowski

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Genre: Fantasy

Verlag: dtv

Seitenzahl: 464

Erscheinungsjahr: 1992

Originaltitel: Miecz przeznaczenia

Übersetzer: Erik Simon

TW: Sexualisierte Gewalt

Nachdem mir Ende 2019 Der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski so gut gefiel, las ich die Fortsetzung der Witcher Reihe. Das Schwert der Vorhersehung las ich bereits Anfang 2020, aber da ich mit meinen Rezension stark hinterherhänge kommt jetzt erst die Rezension. Das Schwert der Vorhersehung besteht ähnlich wie Der letzte Wunsch aus einer Reihe von Kurzgeschichten, die Vorgeschichten zu der Haupthandlung der Witcher Reihe bilden. Einige dieser Kurzgeschichten floßen auch in die Handlung der Witcher Fernsehserie mit ein.

Die Grenze des Möglichen: Die Idee der Geschichte gefiel mir eigentlich sehr gut. Es taucht ein Drache auf und ein König vesrspricht denjenigen, der ihn tötet reichlich zu belohnen. Verschiedene Gruppen machen sich auf um den Drachen zu jagen. Yennefer gehört einer Gruppe an. Geralt einer anderen. Die Umsetzung dieser Idee fand ich jedoch mittelmäßig. Zum einem gab es unter den verschiedenen Gruppen einige interssante Chraktere und die Jagd war spannend. Zudem zeigte das Ende der Drachenjagd einen wirklich gelungenen Twist. Dennoch hatte Die Grenze des Möglichen für mich ein großes Problem und dies war die Darstellung Yennefers. Sie wird im Laufe der Handlung zu einer fast hilflosen Maid und wird beinahe vergewaltigt. Diese Darstellung passte wenig zu der starken Magierin aus dem Vorängerband und war stellenweise etwas sexistisch.

Die Eissplitter: Die Handlung dieser Kurzgeschichte lässt sich relativ leicht zusammenfassen. Istredd und Geralt wollen beide mit Yennefer zusammensein und zoffen sich deshalb. Es verläuft so klischeehaft wie es klingt. Muss ich wirklich erklären, warum ich diese Kurzgeschichte nicht mochte?

Das ewige Feuer:  Dies war die erste Geschichte in Das Schwert der Vorhersehung, die ich richtig gut fand. In dieser Geschichte nimmt ein Gestaltswandler die Gestalt verschiedener Personen an, um so in ihrem Namen Chaos anzurichten. Das ewige Feuer hatte eine interessante Prämisse, die gut umgesetzt wurde. Es gibt nichts an dieser Kurzgeschichte auszusetzen.

Ein kleines Opfer: Diese Kurzgeschichte beruhte wieder auf einer tollen Idee. Bei den Fabelwesen, um die es dieses mal geht, handelt es sich nämlich um magische Wasserwesen. Ein adliger verliebt sich in eine Nixe und Geralt soll ihm dabei helfen diese für den Adeligen zu gewinnen. Zudem treffen Geralt und Rittersporn auf eine Bardin, die Rittersporn kennt. Abermals haperte es an der Umsetzung der Kurzgeschichte. Weder die Nixe noch die Bardin, welche sich in Geralt verliebt, wurden gut dargestellt. Während mir die Darstellung weiblicher Charaktere in Der letzte Wunsch gefiel wurden die Frauen in diesem Kurzgeschichtenband mehr auf eine Rolle als Lustobjekte reduziert.

Das Schwert der Vorhersehung: Die Kurzgeschichte, die auch den Titel für den gesamten Band gibt, gefiel mir wieder besser. In ihr treffen Geralt und Citri zum ersten Mal aufeinander. Es war schön Citri endlich zu sehen, außerdem zeigten die Kurzgeschichte einen spannenden Konflikt in der magischen Welt.

Etwas mehr: Die letzte Kurzgeschichte ist vermutlich die beste in dieser Kurzgeschichtensammlung und bietet eine Überleitung zu den Bänden der Hauptreihe. Ich schätze, dass die Witcherromane nahtlos an sie anknüpfen werden. Sie zeigt abermals wie Geralt und Citri aufeinandertreffen. Dieses Mal jedoch nachdem Citris Familie ermordet wurde und Geralt sie sucht, um sie zu beschützen. Da sich Geralt während Teilen der Geschichte im Fiebertraum befindet, bietet sie einen guten Einblick in vergangene Epochen seines Lebens und zeigen wie er zu dem wurde, was er ist.

Insgesamt fand ich Das Schwert der Vorhersehung schwächer als Der letzte Wunsch . Es gab keine Rahmenhandlung, wie es mit der Klostergeschichte in Der letzte Wunsch der Fall war. Dadurch waren die Kurzgeschichten weniger gut organisiert. Zudem gab es weniger Humor in diesem zweiten Kurzgeschichtenband und die Darstellung weiblicher Charaktere war schwächer. Dennoch kann ich die Kurzgeschichtensammlung Fans der Witcher Reihe empfehlen.

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