Die Rivers of London Reihe Band 6.5 und Band 7

Anfang des Jahres las ich Band 5 und 6 der Rivers of London Reihe von Ben Aaronovitch. Jetzt las ich zwei Bücher, die mir noch fehlten. Außer diesen beiden Romanen ist bisher noch eine Novelle erschienen. Der nächste Roman, welcher den Titel False Value trägt, und im Februar 2020 erscheint.

Titel: The Furthest Station
Deutscher Titel: Geister auf der Metropolitan Line
Länge: 129 Seiten
Format: E-Book
Verlag: Gollancz
Erscheinungsjahr: 2017
Deutscher Klappentext: Geistersichtungen auf der Metropolitan Line der Londoner U-Bahn! Chaos unter den Pendlern ist die Folge. Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant nimmt ‒ mit ein paar guten alten Bekannten ‒ die Ermittlungen auf.
The Furthest Station ist eine Novelle, deren Handlung zwischen der von The Hanging Tree und Lies Sleeping liegt. Der Fokus liegt nicht auf dem Gesamtbösewicht der Reihe, sondern auf den Geistern, die die Metropolitan Line unsicher machen und einigen andern Verbrechen. In der Geschichte kommen die meisten wichtigen Charaktere der Romane vor. Allerdings erhalten manche, wie zum Beispiel Inspector Nightingale, nicht viel Platz in der Geschichte. Von den Geistern wechselt die Geschichte schnell zu anderen Verbrechen. Sämtliche Verbrechen, die die Geschichte behandelt, hängen zusammen.

Die Charaktere sind mir wie gewohnt sympathisch und es gibt bei ihnen kleinere Entwicklungen. Dennoch konnte eine derart kurze Geschichte nicht allen Charakteren genügend Raum bieten.
Die Handlung der Geschichte entwickelte sich schnell. Meiner Meinung nach zu schnell. Es war mir manchmal nicht klar, wie die Ermittler von zu manchen Schlüssen kamen. Dadurch fand ich es nicht immer einfach die Zusammenhänge in der Geschichte zu verstehen. Bei den Ermittlungen ist ebenfalls zu kritisieren, wie der Täter gefunden wurde. Er war nur verdächtig, weil Peter in komisch fand. Hier hätte der Autor deutlicher klar machen können, was an seinem verhalten komisch war. Zudem wurde am Ende der Novelle nicht deutlich, was sein Motiv war. Dies fand ich unbefridigend.
Trotz dieser Kritikpunkte war The Furthest Station keine schlechte Novelle. Die Ermittlungen waren spannend und die Charaktere gewohnt sympathisch. Zudem zeigte die Novelle viel von der Londoner U-Bahn. Es wäre schön gewesen, wenn Ben Aaronovitch ein paar Seiten mehr auf die Geschichte verwendet hätte.

Titel: Lies Sleeping
Deutscher Titel: Die Glocke von Whitechapel
Länge: 416 Seiten
Format: E-BookGoll
Verlag: Gollancz
Erscheinungsjahr: 2018
Deutscher Klappentext: Constable und Zauberlehrling Peter Grant steht vor seiner größten Herausforderung: Das Schicksal Londons steht auf dem Spiel. Der gesichtslose Magier, verantwortlich für grauenvolle übernatürliche Verbrechen, ist zwar endlich demaskiert und auf der Flucht. Doch er verfolgt einen perfiden Plan, der ganz London in den Abgrund stürzen könnte. Um den Gesichtslosen zu stoppen, muss Peter all seine magischen Kräfte aufbieten – und einen bösen alten Bekannten kontaktieren: Mr. Punch, den mörderischen Geist des Aufruhrs und der Rebellion.
In Lies Sleeping geht die Geschichte um den Faceless Man weiter. Dieser Roman war für mich der bisher beste der Reihe. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und verläuft actionreich. In manchen der anderen Romane gab es Stellen, an denen die Handlung etwas hing. Dies war bei Lies Sleeping nicht der Fall und die Jagd auf den Faceless man wurde an keiner Stelle langweilig. Die Geschichte ist hier kein klassischer Krimi, da der Täter bereits bekannt ist. Stattdessen geht es darum ihn zu jagen und seine Pläne zu verhindern. Zuerst müssen Peter und Inspector jedoch herausfinden, was diese sind.
Die Geschichte verknüpfte der Autor gewohnt mit einem guten Potrait Londons. Außerdem zeigt er hier verschiedene Aspekte britischer Geschichte und Mythologie.
Peter und die anderen Charaktere gefallen mir wie immer und es wird eine neue Figur eingeführt, von der ich vermute, dass sie in den Folgeromanen auftaucht. Allerdings fand ich, dass die Bösewichte nicht genügend Raum erhielten, obwohl der Fokus auf ihrer Jagd war. Gerade bei Leslie fand ich, dass immer noch nicht deutlich wurde, warum sie sich dem Faceless Man angeschlossen hatte. Sie kam in dem Roman häufig vor, dennoch waren mir die Gründe für ihr Verhalten meist nicht klar. Ich hoffe, dass diese in den Folgeromanen geklärt werden.
Ansonsten gab es in diesem Roman etwas Humor als in seinen Vorgängern, aber dies passte gut zu der Geschichte. Diese rundet die Handlung um den Faceless Man gelungen ab und deutet gleichzeitig neue, interessante Entwicklungen an. Ich freue mich auf die Fortsetzungen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.