Lesejahr 2018

Hallöchen ihr Lieben,

jetzt ist das Jahr seit ein paar Tagen vorbei und es wird Zeit für einen Jahresrückblick.

Privat lief es für mich dieses Jahr gut. Ich beendete mein Studium mit einer guten Note und ging als Kibbbuzfreiwillige nach Israel. 

Auf dem Blog erschienen 56 Blogbeiträge. Das waren zwar über 30 Beiträge weniger als in 2017, aber dafür wurden die Beiträge mehr gelesen. Die meistgelesensten Beiträge waren mein Geplauder Beitrag mit der Bitte um mehr Abwechslung bei Rezensionen  und der Beitrag zur #Buchshit Blogtour. Ich hatte eigentlich geplant in 2018 weitere Geplauderbeiträge zu Schreiben, aber dies schaffte ich zeitlich nicht. Ich hoffe es gelingt mir 2019 das nachzuholen. Ich besuchte im letzten Jahr auch die Leipziger Buchmesse und traf dort auf andere tolle Blogger_innen.

Lesetechnisch lief es bei mir gut. Ich las 55 Bücher. 3 Bücher mehr als im letzten Jahr und dabei entdeckte ich jede Menge neue Autor_innen. Leider schaffte ich die Challenges, an denen ich teilnahm nicht ganz. Bei der Reise durch die Genres  verlor ich während einer längeren Blog- und Lesepause den Überblick, weshalb ich sie nicht beenden konnte. Die Weltlesereise verlief Anfang des Jahres gut, später las ich viel einfache Unterhaltungsliteratur, weil ich während und nach der Beendigung etwas Leichtes zum Lesen brauchte. Insgesamt las ich 9 Bücher im Zuge der Weltlesereise. Diese Anzahl würde ich gerne im nächsten Jahr erhöhen.

Jetzt werde ich mein Lesejahr in ein paar Statistiken genauer analysieren.

Lesestatistiken

Die erste Statistik zeigt, welche Genres ich dieses Jahr las. Wie im letzten Jahr sind Fantasy und Sachbücher am stärksten vertreten. Mein Konsum an Sci-Fi Literatur nahm, stark ab und dies würde ich gerne im nächsten Jahr ändern. Die Anzahl an YA Büchern, die ich las, nahm ebenfalls stark ab, was nicht nicht verwunderlich ist, da ich in 2017 größtenteils schlechte YA Bücher las. Zudem fällt mir auf, dass ich 2018 keine Krimis las. Dies ist ungewöhnlich für mich. Krimis waren noch nie, das von mir am meisten gelesene Genre, aber normalerweise lese ich ein paar Krimis pro Jahr. Ich weiß nicht, warum ich 2018 keine Krimis las, denn sie enttäuschten mich 2017 nicht. Vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr mehr Krimis zu lesen.

Genreaufteilung

Das ich weitestgehend englische Bücher lese ist normal, aber 2018 waren wenige deutsche Bücher dabei. Ein weiterer Aspekt, den ich 2019 ändern möchte.

Deutsch englisch

Die nächste Statistik zeigt die Geschlechterverteilung, der von mir gelesenen Autor_innen. „Divers“ steht für Autor_innen, die sich nicht als männlich oder weiblich identifizieren. Ich weiß nicht, wie viele Bücher von Frauen ich in den letzten Jahren las, da ich dazu in der Vergangenheit keine Statistiken erstellte. Dennoch bin ich mir sicher, dass ich in den vergangenen Jahren mehr Frauen als Männer las. Ich vermute der Unterschied dieses Jahr kommt dadurch zustande, dass ich dieses Jahr mehr von Männern geschriebene Fantasyreihen und Sachbücher las.

Geschlechteraufteilung

Dieser Jahresrückblick zeigt zum ersten Mal aus welchen Ländern, die Autor_innen kamen, deren Bücher ich las. Ich vermute, dass es in den letzten Jahren ähnlich aussah. Eventuell könnte die Anzahl an Büchern von amerikanischen oder britischen Autor_innen größer gewesen sein. Dies würde ich gerne in den nächsten Jahren verringern und weniger Autor_innen aus diesen Ländern lesen. Im Gegenzug möchte ich im Zuge der Weltlesereise mehr Autor_innen aus aller Welt lesen.

Herkunftsländer Autoren

 

Lowlights

Kommen wir zuerst zu den Enttäuschungen des letzten Jahres. Es gab nur einen richtigen Reinfall, der Rest waren mehr Enttäuschungen.

Origin von Dan Brown

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Dan Browns andere Bücher sind zwar keine Meisterwerke, aber gefielen mir bisher gut. Origin dagegen war eine absolute Enttäuschung. Der Schreibstil war schlecht, die Verfolgungsjagd zog sich unnötig in die Länge und die Auseinandersetzung mit wichtigen Themen flach.

Legend von Marie Lu

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Von Legend hatte ich vor meiner Lektüre Gutes gehört und ich dachte, dass das Buch mir gefallen würde. Leider stellte es sich als schlechtestes Buch, dass ich seit Langem gelesen hatte heraus und führte zu dem ersten Verriss auf meinem Blog. Worldbuilding war praktisch nicht vorhanden, die Charakterisierung der beiden Protagonisten war schwach, die Handlung enthielt zahlreiche Logiklücken und die Liebesbeziehung beruhte auf Missbrauch. Es ist mir nicht möglich ein positives Wort über Legend zu verlieren.

Everything belongs to the Future von Laurie Penny

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Von Laurie Penny hatte ich in der Vergangenheit verschiedene Artikel gelesen, die mir gut gefielen. An ihre erste Novelle hatte ich deshalb hohe Erwartungen, welche komplett enttäuscht wurden. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Penny ihre Leser_innen für blöd hält und sie ignorierte die wichtige Schreibregel „show don’t tell“ vollkommen. Außerdem war das Worldbuilding schlecht und die Auseinandersetzung mit wichtigen sozialen Themen schwach.

Sword of the North von Luke Scull

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Der erste Band von Luke Skulls Grim Company Trilogie gefiel mir gut, leider war der Nachfolger eine totale Enttäuschung. Die Charaktere mochte ich nicht, die Handlung war langweilig und mit einer Vergewaltigungsszene wurde sich nicht angemessen auseinandergesetzt. Beim Lesen musste ich mich durch das Buch quälen und den nächsten Band werde ich definitiv nicht lesen.

Highlights

Nach den literarischen Enttäuschungen möchte ich euch meine Lesehöhepunkte aus 2018 vorstellen.

Die Broken Earth Trilogie von N. K. Jemisin

Jemisins Broken Earth Trilogie war definitiv eine der besten Fantasyreihen, die ich je las. Zwar kamen für mich Band 2 und 3 nicht an The Fifth Season heran, dennoch war die Reihe insgesamt besser als vieles, dass es auf dem Fantasymarkt gibt. Das Worldbuilding ist einzigartig, anders als alles, dass ich bisher in Fantasyromanen gesehen habe, die Charaktere sind faszinierend und der Schreibstil ungewohnt, aber wundervoll. Zusätzlich beschäftigt sich die Reihe ausführlich mit dem Thema Unterdrückung und ist emotional fesselnd. Ich kann diese Reihe allen Fantasyfans empfehlen. Hier findet ihr meine Rezensionen zu Band 1, Band 2 und Band 3.

Die Gentleman Bastards Reihe von Scott Lynch

Die Gentleman Bastards Reihe von Scott Lynch ist schon länger auf dem Markt, trotzdem hatte ich sie bisher nicht gelesen. Warum ist mir bis heute ein Rätsel, denn die Reihe war fantastisch. Die Handlung war voller überraschender Wenden und überaus spannend, sodass ich die Bücher schnell las. Hinzu kamen tolle Charaktere und ein guter Humor. Auch diese Reise kann ich Fantasyfans empfehlen.

Fire and Blood von George R. R. Martin

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Fire and Blood war das letzte Buch, welches ich im letzten Jahr rezensierte. Es wird vermutlich nur eingefleischten A Song of Ice and Fire Fans gefallen. Für mich war es damit das Richtige. Das Buch enthielt zahlreiche interessante Informationen über die von George R. R. Martin geschaffene Welt. Zusätzlich berichtet es über jede Menge faszinierende Charaktere und bietet einen guten Mix aus Politik, Intrigen und Schlachten.

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

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An Der Schatten des Windes hatte ich vor dem Lesen keine großen Erwartungen. Dafür gefiel mir das Buch ausgesprochen gut. Es handelt von einer geheimen Bibliothek und Abenteuern, in denen es um mysteriöse Bücher geht. Die Liebe zu den Büchern ist ein wichtiges Thema in dem Roman, was es für Leseratten zu der richtigen Lektüre macht. Außerdem ist Der Schatten des Windes in einem wunderschönen Stil geschrieben und beschreibt Barcelona fantastisch. Das Buch war zu recht ein Bestseller. Hier ist meine Rezension.

The Black Tides of Heaven von Jy Yang

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The Black Tides of Heaven ist Jy Yangs Debütwerk und ein überzeugender Erstling. Das kreative Worldbuilding ist an China angelehnt, die Charaktere komplex, die Handlung spannend und zudem regte die Novelle zum Nachdenken über das Thema Gender an. Ich freue mich Jy Yangs weitere Werke zu lesen. Hier geht es zu meiner Rezension.

Lesevorsätze für 2019

Ähnlich wie letztes Jahr habe ich für 2019 keine Vorsätze eine bestimmte Anzahl an Büchern zu lesen. Ich weiß nicht, wie das nächste Jahr für mich laufen wird und wie viel Zeit ich zum Lesen haben werde. Trotzdem mache ich bei Challenges von anderen Blogger_innen mit. Jedoch sind dies Challenges, bei denen es nicht darum geht eine bestimme Anzahl von Büchern zu lesen. Ich bin bei der SuB das Jahr Challenge von Buchdrache und bei der Science Fiction Challenge von Die Bücherreisende dabei.

Allerdings möchte ich bei der Weltlesereise Fortschritt machen und im Gegenzug weniger Bücher aus den USA oder Großbritannien lesen.

Außerdem würde ich gerne wieder Klassiker lesen, was mir letztes Jahr nicht gelang.

Zusätzlich möchte ich meinen SuB reduzieren.

So, dies war mein Jahresrückblick. Ich wünsche euch allen ein schönes 2019.

 

 

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7 Gedanken zu “Lesejahr 2018

  1. Echt schöne Übersichten. Ich glaube, ich werde meine Statistiken auch mal weiter aufdröseln nach Herkunft der Autoren und Genre. Bisher habe ich nur nach Format, Geschlecht des Autors, Genre und Zugangsart aufgesplittet. Aber Deine Einteilungen übernehme ich jetzt mal ganz frech in meine Exceltabelle xD

    Die Gentleman Bastard Reihe steht auch noch auf meiner Liste. Irgendwann. Ich hatte den ersten Teil mal angefangen, aber irgendwie nie fertig gelesen und das ist auch schon wieder ein paar Jährchen her. Muss ich nochmal versuchen. Bist Du denn eigentlich schon aus Israel zurück und ich hab Deine Rückkehr verpasst oder bist Du noch länger da?

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    1. Dankeschön. Ich hatte letzes Jahr auch nur Statistiken zu Sprache und Genre geführt, aber hatte Lust das dieses Jahr zu erweitern.

      Du solltest die Reihe echt lesen, ich glaube sie würde dir gefallen. Allerdings hättest du dann noch eine Reihe, wo du lange auf Fortsetzungen warten musst. Wobei das bei Scott Lynch an schweren Depressionen liegt.

      Nee ich bleibe noch ein bisschen in Israel. Bis April auf jeden Fall 😀

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  2. Sunita

    Interessanter Rückblick! 🙂 Vor allem deine Statistiken fand ich spannend, wie erstellst du die denn? Ich habe letztes Jahr wesentlich weniger Fantasy und YA gelesen als früher, ich glaub, ich hab einfach mittlerweile genug von diesen Genres. Dafür hat sich mein Sci Fi Interesse (wie du weißt ;)) aus dem Nichts zu 100% entwickelt 🙂 Bei den Geschlechtern und Sprachen sieht es bei mir ähnlich aus wie bei dir. Auch ich lese mehr von Männern und viel englische Literatur (obwohl sich letzteres letztes Jahr schon gebessert hat, weil ich mehr von deutschen Autoren gelesen habe). Aber um auch endlich mal Bücher von Frauen zu lesen, gibt es in der Sci Fi Challenge die Aufgabe mit den weiblichen Autorinnen.
    Deine Meinung zu Origin finde ich sehr interessant! Ich habe öfters mit dem Buch geliebäugelt. Letztes Jahr habe ich Digital Fortress von Dan Brown gelesen, was typischerweise – wie du so schön ausdrückst – kein Meisterwerke war, aber mir trotzdem gefallen hat.
    Dann wünsche ich dir ein frohes Lesejahr 2019!
    Bei SuB das Jahr 2019 bin ich übrigens auch dabei 🙂

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    1. Danke für den langen Kommentar und das Kompliment 😀
      Die Statistiken habe ich ganz einfach mit Excel erstellt. Tabellen gemacht und die dann in Diagramme umgewandelt 🙂
      Oh von Fantasy habe ich noch nicht genug und ich glaube das wird auch nie passieren 😉
      Ich hatte bei „Origin“ einfach das Gefühl, dass bei den Robert Langdon Büchern irgendwie die Luft raus war. Ich mag die Reihe, aber es wirkte so als fällt dem Autor nichts neues mehr ein.
      Ich weiß, dass du bei SuB das Jahr bei bist. Ich hatte die Sci-Fi Challenge nämlich durch deinen Kommentar bei Buchdrache entdeckt 😉

      LG und dir auch ein schönes Lesejahr.

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  3. Hallöchen,
    deine beiden meistgelesenen Beiträge habe ich mir gleich mal zum Lesen abgespeichert, die klingen nämlich wirklich interessant.
    Von deinen gelesenen Low- und Highlights kenne ich leider nichts, bzw. habe ich nichts gelesen.
    Dir auch noch ein schönes Jahr 2019!
    Liebste Grüße, Kate
    #litnetzwerk

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Linkempfehlungen - Mein erstes #litnetzwerk | Kateastrophy

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