Kibbuzwechsel

Hallöchen ihr lieben,

heute erkläre ich euch, warum ich Anfang Oktober mein Kibbuz wechselte.

Auch wenn Yotvata ein reiches und schönes Kibbuz ist, fühlte ich mich dort nicht wohl, weil ich dort einsam war. Wer mir länger folgt, weiß dass ich häufig weit von zu Hause lebe. Meist habe ich keine Probleme dort Anschluss zu finden. In Yotvata ging dies nicht. Dies lag vor allem daran, dass (fast) alle anderen Freiwilligen aus spanischsprachigen Ländern kamen und kaum Englisch sprachen. Dies machte es unmöglich dort Anschluss zu finden. Zudem gab es kaum Sightseeingmöglichkeiten. Die einzig nähere Stadt war Eilat, aber da gab es nicht viel zu sehen. Alle anderen interessanten Städte wie Tel Aviv oder Jerusalem lagen ca. 5 Stunden entfernt. Aus diesen Gründen war ich im Kibbuz einsam und hatte keine Beschäftigungsmöglichkeiten in meiner Freizeit. Dies führte dazu, dass ich mit verschiedenen Onlinekursen begann, obwohl ich ein paar Wochen zuvor mein Studium beendet hatte und es nicht mein Plan war direkt wieder mit dem Lernen zu beginnen.

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Das Kibbuz aus der Vogelperspektive

Bereits nach 10 Tagen im Kibbuz bat ich meine Ansprechpartnerin Reut, mich in ein anderes Kibbuz zu  senden. Sie verstand meinen Wunsch nicht, weshalb ich die Kibbuzagentur anrief. Da in Israel zahlreiche Feiertage anstanden, wurde mir dort gesagt man könne mir erst nach den Feiertagen helfen. Nach den Feiertagen meldete sich die Agentur nicht bei mir.  Ich schrieb der Freiwilligenagentur eine E-Mail. Auf diese erhielt ich jedoch mehrere Wochen lang keine Antwort. Ich fand mich wohl oder Übel damit ab, dass ich in Yotvata bleiben musste. Mitte Oktober hatte ich einen normalen Arbeitstag, als ich plötzlich einen Anruf von Reut erhielt. In diesem teilte sie mir mit, dass die Freiwilligenagentur meinen Transfer in ein anderes Kibbuz bewilligt hatte. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Ich erfuhr schließlich, dass es bei der Freiwilligenagentur Koordinierungsprobleme gegeben hatte, weshalb es so lange dauerte meinen Kibbuztransfer zu bewilligen.

Ich entschied mich zwei Tage später in mein neues Kibbuz zu fahren. Meinen letzten Tag in Yotvata verbrachte ich damit, mich von allen zu verabschieden (meine Chefin Nova gab mir nette Abschiedsworte mit auf den Weg), mein Zimmer zu putzen und meinen Koffer zu packen. Reut kam ebenfalls zu mir, um mir ein Abschiedsgeschenk zu geben.

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Die Umgebung des Kibbuz

An meinem Abfahrtstag musste ich früh aufstehen und hatte keine Zeit zum Frühstücken. Ich brachte meine Bettwäsche zur Wäscherei, dann ging ich zur Bushaltestelle, um mit meiner Fahrt zum nächsten Kibbuz zu beginnen. Mein neues Kibbuz war Kibbuz Lahav, welches in der Nähe von Be’er Scheva liegt. Be’er Scheva ist die größte Stadt in der Negevwüste. Sie befindet sich in der Negevwüste und damit noch im Süden Israels, aber viel weiter nördlich als Eilat und Yotvata. Meine Fahrt nach Be’er Scheva dauerte etwas über drei Stunden und dabei genoss ich die Fahrt durch die schöne Wüstenlandschaft. Von Be’er Scheva aus fuhr ich mit einem Zug 15 Minuten zu einem Bahnhof außerhalb von Be’er Scheva. Dort holte mich Roni, der Freiwilligenleiter von Kibbuz Lahav, ab. Am Bahnhof warteten wir gemeinsam auf Rachel, eine neue Freiwillige aus den USA. Nachdem Rachel angekommen war, fuhr Roni mit uns zum Kibbuz.

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Die Fahrt durch die Wüste

Während der Fahrt erklärte Roni uns die Abläufe im Kibbuz. Im Kibbuz angekommen stellte Roni uns die anderen Freiwilligen vor, danach konnten wir unser Zimmer beziehen. Die anderen Freiwilligen luden uns ein mit ihnen einen Film zu gucken und Essen zu gehen. Rachel nahm das Angebot an, ich konnte es nicht tun, da ich Kopfschmerzen hatte. So ging ich früh ins Bett. Am nächsten Morgen begann mein neuer Freiwilligenaufenthalt in Kibbuz Lahav. Das Kibbuz werde ich euch in einem anderen Beitrag genauer vorstellen.

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