Lesemonat September

Hallöchen,

hier kommt mein erster Monatsrückblick aus Israel. Wenn ihr erfahren wollt, wie es mir hier bisher ergangen ist, könnt ihr diese beiden Beiträge lesen. Ich werde euch in meinen kommenden Beiträgen weiterhin auf dem Laufen halten. Mir geht es  so weit gut und es gibt, von meinen Reiseerfahrungen abgesehen, privat nicht viel zu berichten. Trotz der Arbeit hier im Kibbuz schaffte ich es im September viel zu lesen; insgesamt 8 Bücher, was mehr als normal ist. Im Durchschnitt schaffe ich im Monat 4-6 Bücher. Kommen wir jetzt genauer zu den Büchern, die ich im September las: 

Gelesene Bücher

Moon over Soho von Ben Aaronovitch dt. Schwarzer Mond über Soho 

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Genre: Urban Fantasy Krimi

Seitenzahl: 306

Nachdem ich Anfang des Jahres den ersten Band der Peter Grant Reihe gelesen hatte, kamen nun die Folgebände an die Reihe. Moon over Soho gefiel mir von den drei Büchern am besten. Es baut die Welt und die Charaktere weiter aus, enthält einen spannenden Cliffhanger und läutet einen wichtigen neuen Handlungsstrang ein. Leider schwächelt die Krimihandlung ein bisschen. Meine Rezension findet ihr hier.

Whisperers Underground von Ben Aaronovitch dt. Ein Wispern unter Baker Street

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Genre: Urban Fantasy

Seitenzahl: 322

Whisperers Underground machte den Weltenbau ähnlich gut wie sein Vorgänger und enthielt die für die Reihe typischen Humor. Jedoch war die Krimihandlung noch schwächer als die von Moon over Soho. Weshalb ich den dritten Band nicht so gut fand, wie den Zweiten, obwohl das Buch mir insgesamt gefiel. Die Rezension gibt’s hier.

Broken Homes von Ben Aarnovitch dt. Der böse Ort

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Genre: Urban Fantasy

Seitenzahl: 369

Broken Homes war für mich der bisher schwächste Band der Reihe. Die Handlung plätscherte den Großteil des Romans dahin und der Mörder stand früh fest. Gegen Ende des Buchs kam zwar etwas Fahrt auf, aber das konnte über die Schwächen des Anfangs nicht hinwegdecken. Hier geht’s zur Rezension.

Everything Belongs to the Future von Laurie Penny

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Genre: Dystopie

Seitenzahl: 128

Klappentext:

Time is a weapon wielded by the rich, who have excess of it, against the rest, who must trade every breath of it against the promise of another day’s food and shelter. What kind of world have we made, where human beings can live centuries if only they can afford the fix? What kind of creatures have we become? The same as we always were, but keener.

In the ancient heart of Oxford University, the ultra-rich celebrate their vastly extended lifespans. But a few surprises are in store for them. From Nina and Alex, Margo and Fidget, scruffy anarchists sharing living space with an ever-shifting cast of crusty punks and lost kids. And also from the scientist who invented the longevity treatment in the first place.

Meinung: Von Laurie Penny hatte ich in der Vergangenheit bereits Essays zum Thema Feminismus und mehrere Kurzgeschichten gelesen. Beides gefiel mir gut, aber leider war die erste Novelle, die ich von ihr las, ein totaler Reinfall.

Die Idee war per se nicht schlecht, jedoch wirkte sie wie ein Abklatsch von dem Film „In Time“, welcher wiederum ein Abklatsch von zahlreichen anderen Büchern und Filmen ist.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass Penny ihre Leser_innen für blöd hält.
Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die so stark die Regel „show don’t tell“ bricht. Beispiel es gibt einen Satz, der explizit sagt: „He wasn’t a bad man.“
Mich stört es nicht, wenn Botschaften soziale Botschaften enthalten, aber Penny beweist hier null Subtilität. Die Art und Weise, wie die Botschaft vermittelt wird, würde in ein argumentatives Essay passen, aber nicht in eine Novelle. Gleichzeitig packt sie viel zu viele Themen in einen kurzen Text (Kapitalismus, Zeit und Alter, Rassismus, Sexismus, multinationale Konzerne, Überwachungsstaat, etc). Dies lässt den Text überladen wirken.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Roman in der Zukunft spielen soll, aber sich die Gesellschaft kaum entwickelt hat. Bei Themen wie Rassismus oder Transfeindlichkeit werden immer noch die gleichen Fragen diskutiert wie heute. Wenn vor den Kapiteln nicht Jahr 2098 gestanden hätte, hätte ich gedacht der Roman spielt in 2017.

Alles in allem eine enttäuschende Lektüre.

Women & Power: A Manifesto von Mary Beard

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Genre: Essaysammlung, Feminismus

Seitenzahl: 128

Was haben antike Vorstellungen zum Thema Macht und der Rolle Frau damit zu tun, wie wir mächtige Frauen heute betrachten? Laut Mary Beard jede Menge. In diese kurzen Essaysammlung analysiert sie gut, wie unsere modernen Definitionen von Macht immer noch auf antiken Vorstellungen beruhen. Diese Texte bestechenden mit einer exzellent geschriebenen Analyse und überzeugenden Argumenten. Beim Lesen markierte ich mir zahlreiche Zitate. Demnächst wird es zu diesem Buch eine längere Rezension geben.

The Dream-Quest of Velitt Boe von Kij Johnson 

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Genre: Fantasy

Seitenzahl: 192

Klappentext: Professor Vellitt Boe teaches at the prestigious Ulthar Women’s College. When one of her most gifted students elopes with a dreamer from the waking world, Vellitt must retrieve her.

Diese Novelle spielte in einer wunderbar gestalteten Welt. Die Protagonistin gefiel mir und zudem setzte sich die Novelle mit Sexismus und der Rolle der Frau auseinander. Klingt als könnte es eine gute Geschichte werden, aber leider war das Gegenteil der Fall. Die Novelle bestand fast ausschließlich aus einem Travellogue und es passierte den Großteil der Handlung über nicht, was The Dream Quest langweilig machte. Insgesamt gefiel mir die Novelle nicht.

Mort von Terry Pratchett dt. Gevatter Tod

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Genre: Fantasy

Seitenzahl: 304

Deutscher Klappentext: Bevor der Tod in seinen wohlverdienten Urlaub aufbricht, stellt er den jungen Lehrling Mort als Vertreter ein. Mort hat alle Hände voll zu tun: Überall auf der Scheibenwelt ist seine Sense gefragt, und es gehört zum guten Ton, dass Könige, Zauberer und andere wichtige Persönlichkeiten vor deren Ableben persönlich besucht werden. Doch dann trifft Mort auf eine junge Prinzessin, die Opfer eines Attentats werden soll. Mort rettet sie und bringt damit nicht nur Tods Plan, sondern das gesamte Gefüge der Scheibenwelt durcheinander …

Meinung: Rike von Rike Random veranstaltet aktuell eine Leserunde zu den Scheibenweltromanen von Terry Pratchett. Auch wenn diese Romane in Fantasykreisen beliebt sind, hatte ich sie bisher noch nicht gelesen. Insgesamt gefiel mir der Roman gut, aber ich glaube, ich brauche erst mal eine Weile, um mich an die Scheibenwelt zu gewöhnen. Eine längere Rezension wird folgen.

The Ballad of Black Tom von Victor LaVelle

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Genre: Horror

Seitenzahl: 160

Klappentext:

People move to New York looking for magic and nothing will convince them it isn’t there.

Charles Thomas Tester hustles to put food on the table, keep the roof over his father’s head, from Harlem to Flushing Meadows to Red Hook. He knows what magic a suit can cast, the invisibility a guitar case can provide, and the curse written on his skin that attracts the eye of wealthy white folks and their cops. But when he delivers an occult tome to a reclusive sorceress in the heart of Queens, Tom opens a door to a deeper realm of magic, and earns the attention of things best left sleeping.

A storm that might swallow the world is building in Brooklyn. Will Black Tom live to see it break?

Noch eine Novelle, aber dieses Mal eine, die mir besser gefiel. Sie war gut geschrieben, enthielt interessante Charaktere und behandelte außerdem das Thema Rassismus ausgiebig. Allerdings beruht diese Novelle auf Chutlu von Lovecraft, welches ich nicht kenne. Dadurch habe ich die Novelle nicht komplett verstehen.

So das war mein Monatsrückblick. Ich wünsche euch einen schönen Oktober und liebe Grüße aus Israel.

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