Israel Tag 1: Flug und Tel Aviv

Am Mittwoch dem 05.09. 2018 war es so weit: Meine Reise nach Israel ging los. Doch statt Vorfreude herrschte bei mir Müdigkeit, da ich um 04: 00 Uhr nachts aufstehen musste. Bei Flügen nach Israel gibt es sehr strenge Sicherheitskontrollen, deshalb wird geraten ca. 3 Stunden vor Abflug am Check In zu sein. Zusätzlich musste ich noch den Zug von Köln nach Frankfurt nehmen und zum Bahnhof fahren. Am Bahnhof durfte ich mein Abteil suchen, da die Abteile komplett falsch nummeriert waren. Nachdem ich es gefunden hatte, verabschiedete ich mich von meinen Eltern, bevor es in den Zug ging.

Die Fahrt nach Frankfurt verlief weitestgehend entspannend, aber ich merkte definitiv, dass ich noch nicht genug Kaffee getrunken hatte. Nach einer Stunde Fahrt kam ich am Frankfurter Flughafen an. Dort musste ich eine Weile nach meinem Abflugschalter suchen. Ich war vorher noch nicht am Frankfurter Flughafen, zwar wusste ich, dass er groß ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass er so groß ist. Ich war zwar schon am JFK aber, da war es leichter, Abflugschalter zu finden. Schlussendlich fand ich den Schalter in Frankfurt jedoch.

Mein Plan früh genug am Flughafen da zu sein war nach hinten losgegangen: Ich war viel zu früh dar und der Abflugschalter war noch nicht offen. Nach der Öffnung gab es  eine Befragung durch den Sicherheitsbeamten. Ich flog mit der israelischen Fluggesellschaft El Al. Diese schreibt sich auf die Fahne, die sicherste Fluggesellschaft der Welt zu sein, aber ist dafür auch die Fluggesellschaft mit den strengsten Sicherheitskontrollen der Welt. Keine Sorge das ist nicht so schlimm, wie es klingt. Ein Sicherheitsbeamter stellt einem einige Fragen: „Warum Reisen Sie nach Israel? Was machen Sie beruflich? Kennen Sie da jemanden? Haben Sie Ihren Koffer alleine gepackt? Waren Sie schon mal in einem arabischen Land?“ Es geht das Gerücht rum, dass man wenn Letzteres der Fall ist nicht einreisen dürfte. Dies stimmt nicht, es führt nur zu einer etwas längeren Sicherheitsbefragung.

Die Sicherheitskontrollen werden für Flüge nach Israel separat durchgeführt, deshalb ging es zu einem Gate. Dort gab es leider keine Geschäfte und ich war immer noch zu müde zum Lesen und so hieß es Zeit totschlagen, bis die Sicherheitskontrolle begann. Bei der Sicherheitskontrolle wurde ich direkt beiseite gebeten und mein gesamtes Handgepäck und meine Schuhe wurden nach Sprengstoff oder Drogen (ich weiß nicht genau hinter was die her waren) durchsucht. Dafür räumte das Sicherheitspersonal alle Sachen aus meinem Rucksack und fuhr mit einem komischen Piepteil (keine Ahnung wie die Dinge heißen). Schließlich kam sie zu dem Schluss, dass ich keine Terroristin oder Drogenschmugglerin bin und es ging für mich durch die reguläre Sicherheitskontrolle. Diese verläuft genauso, wie ihr es von anderen Flügen kennt und ca. 95 % der Passagiere müssen nicht die Extrakontrolle durchlaufen. Fragt bitte nicht, wieso ich dafür ausgewählt wurde, ich habe nicht die geringste Ahnung.

Nach der Sicherheitskontrolle ging es an unser eigentliches Gate, wo wir noch ein bisschen auf den Flug warten mussten. Zudem war die Maschine auf dem Hinflug zu spät angekommen, sodass sich der Abflug um 20 Minuten nach hinten verschob.

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Das Flugzeug, mit dem ich flog

Schließlich ging es los.  Wir konnten das Flugzeug besteigen und da neben mir beide Sitze frei waren, hatte ich die gesamte Reihe für mich. Der Flug dauerte etwas über vier Stunden und verlief problemlos. Ich las gemütlich Ben Aaronovitchs Moon over Soho und aß Couscous, dass als Mahlzeit serviert wurde.

Die Landung an Tel Avivs Ben Guiron Flughafen (benannt nach dem Staatsgründer und ersten Ministerpräsidenten Israels) klappte einwandfrei und ich machte mich auf zur Einreisestelle. Ich hatte gehört, dass es hier noch einmal eine längere Befragung gibt, aber stattdessen wurde ich nur kurz gefragt, warum ich ins Land will. Israel stempelt die Pässe von Tourist_innen nicht, stattdessen gibt es eine Karte, auf der steht, wie lange man im Land bleiben darf. Dies wird getan, da es einige Staaten gibt, die allen, die einen israelischen Stempel im Pass haben, die Einreise verweigern. Am Flughafen tauschte ich kurz ein bisschen Geld um, bevor es mit Bus und Bahn weiter zum Hostel ging.

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Die Eingangshalle des Flughafen

Ich hatte mir ein Bett im Hayarkon 48 Hostel reserviert. Beim Hostel angekommen ging es erst mal auf meinen Schlafsaal, den ich mir mit zwei anderen Frauen teilte. Der Schlafsaal war sauber und von der Ausstattung in Ordnung. Ziemlich basic, aber wenn man bedenkt, dass ich nur eine Nacht im Hostel blieb und dafür um die 30€ bezahlte war es okay.

Nach einer Dusche ging ich ein bisschen die nähere Umgebung erkunden und machte mich auf die Suche nach etwas zu essen. Das Hostel befand sich in der Nähe der Strandpromenade, an der ich ein bisschen spazieren ging. Hiervon gibt es keine Fotos, da es bereits dunkel war. Schließlich kaufte ich mir in einem schlechten Takeawayladen eine Falafel und ging nach meinem Essen zurück auf das Hotelzimmer. Am nächsten Tag fuhr ich in mein Kibbuz, aber davon werde ich euch ein anderes Mal berichten.

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4 Gedanken zu “Israel Tag 1: Flug und Tel Aviv

  1. Ein interessanter Auftakt zu deiner Reise. Finde es super, dass du auch mal detaliert etwas zu den Kontrollen in Deutschland und vor Ort geschrieben hast, darüber wusste ich bisher noch nichts. Es ist bestimmt für einen selbst etwas angst einflößend, aber finde es so besser, als wenn gar nicht kontrolliert wird. Am Ende gibt das einem dann doch ein sicheres Gefühl.

    Bin gespannt, was du vor ort alles erlebt hast. Denn mit Israel habe ich mich bisher nur in meinem Studium beschäftigt, da ich Politik studiere.

    Lg Nicole
    #litnetzwerk

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für das Kompliment. Angsteinflößend fand ich das jetzt nicht so sehr, da die Leute eher professionell und freundlich waren, aber es kommt natürlich immer darauf an was für Sicherheitspersonal man erwischt und was für einen Tag die haben.

      Im Studium hatte ich auch was zu Israel im Bereich Völkerrecht, aber es war nicht so viel. Mit dem politischen beschäftige ich mich schon länger. Am im Land selbst bekommt man ein ganz anderes Bild als das so in den Medien häufig rüberkommt. Falls du Instagram hast teile ich da unter reisenderbuecherwurm Fotos aus Israel 😀

      LG und danke für den Besuch
      Elisa

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