Lesemonat Januar

Hallo ihr Lieben,

schon ist der erste Monat des Jahres um. Der Januar war für mich ein anstrengender Monat, weil ich zwei Klausuren schreiben musste. Eine davon war die wichtigste des Studiums. Außerdem musste ich das erste Drittel meiner Masterarbeit einreichen. Trotzdem habe ich sechs Bücher gelesen. Normal sind für mich 3-4 Bücher im Monat, deshalb bin ich etwas überrascht, dass es so viele waren. Zusätzlich las ich mehrere Kurzgeschichten. Ich hatte mir vorgenommen 2018 mehr Bücher von meinem SUB zu lesen und damit war ich im Januar erfolgreich. Es gab nämlich nur einen Neuzugang.

Neuzugänge

Fire and Fury Inside the Trump White House von Michael Wolff

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Normalerweise lese ich Bücher nicht direkt nach ihrem Erscheinen und bin auch nicht so der Fan von Hypebüchern, aber da Fire and Fury zu einem Objekt der aktuellen amerikanischen Politik wurde und Trump versuchte es zu verbieten, wollte ich es lesen. Fire and Fury blieb jedoch mein einziger Neuzugang im Januar.

Gelesene Bücher

Das Geisterhaus von Isabel Allende

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Genre: Familiendrama

Seitenzahl: 479

Das Geisterhaus war das erste Buch, das ich 2018 las. Ich fand es nicht schlecht, aber begeistern konnte es mich auch nicht. Ich könnte mir dennoch vorstellen in Zukunft weitere Werke von Isabel Allende zu lesen.

Meine Rezension findet ihr hier

Fire and Fury Inside the Trump White House von Michael Wolff

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Genre: Sachbuch, US Politik

Seitenzahl: 336

Fire and Fury bot einen interessanten Einblick in das Weiße Haus, von dem ich viel für wahr halte, enthielt gleichzeitig einige Fehler und einen nicht so guten Schreibstil. Dennoch fand ich das Buch insgesamt interessant. Hier geht’s zu meiner Rezension.

The Fifth Season von N.K. Jemisin

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Genre: Fantasy

Seitenzahl: 465

The Fifth Season war mein Januarhighlight und eines der besten Bücher, die ich je las. Es verband einzigartiges Worldbuilding mit tollen Charakteren und einem wunderbaren Schreibstil. Außerdem handelt es von Unterdrückung und regt die Leser_innen an sich mit diesem Thema auseinander zusetzen.

Meine Rezension findet ihr hier .

Under the Udala Trees von Chinelo Okparanta

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Genre: Belletristik, LGBTQ+

Seitenzahl: 328

Dieses Buch las ich im Zuge der Weltlesereise für Nigeria. Es war eine ruhige Geschichte, die mir gut gefiel und eine Rezension wird in den nächsten Tagen folgen.

The Black Tides of Heaven von Jy Yang

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Genre: Fantasy

Seitenzahl: 238

Es heißt man soll ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen, doch bei The Black Tides of Heaven wäre dies angebracht, da der Kurzroman genauso wundervoll wie sein Cover ist. Ich las The Black Tides of Heaven im Zuge der Weltlesereise für Singapur und eine Rezension kommt demnächst.

Words are my Matter von Ursula K. Le Guin

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Genre: Essaysammlung

Seitenzahl: 352

Da leider diesen Monat Ursula K. Le Guin starb, wollte ich eines ihrer Bücher lesen, das noch auf meinem SuB lag. Eis vorneweg ich fand Le Guins andere Bücher sehr gut und bin der Ansicht, dass sie eine der besten SFF Autor_innen der letzten Jahrzehnte war. Diese Essaysammlung gewann letztes Jahr den Hugo Award (sowas wie die Oscars für Fantasy und Science Fictionliteratur) in der Kategorie „Best related Work“. Diese Kategorie zeichnet non-fiction Werke aus, die sich mit Fantasy und Science Fictionliteratur auseinandersetzen. Ehrlich gesagt finde ich diese Auszeichnung vollkommen unverdient. Ich las habe manche der anderen Nominierten dieser Kategorie gelesen und die waren um Klassen besser. Von den Nominierten, die ich bisher gelesen haben, hat Words are my Matter die Auszeichnung am Wenigsten verdient. Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch nur gewann, weil es von Ursula K. Le Guin geschrieben wurde.

Das ersten drittel der Sammlung besteht aus Essays zu verschiedenen Themen. Diese waren in einem guten Stil geschrieben und enthielten interessanten Gedankengänge, aber sie waren nicht thematisch sortiert. Dadurch sprangen sie von Thema zu Thema, da manche Essays ähnliche Themen behandelten hätte es eine Möglichkeit gegeben sie zu sortieren. Das zweite Drittel der Sammlung bestand aus Einleitungen, die Le Guin zu verschiedenen Romanen verfasste und das dritte aus Rezensionen. Dies fand ich enttäuschend, da ich damit gerechnet hatte nur Essays zu lesen. Die Rezensionen und Einleitungen interessierten mich nicht so sehr und ich finde es komisch sie in einer Essaysammlung zu finden. In 2017 veröffentlichte Le Guin eine weitere Sammlung von Essays und Rezensionen ich hätte es besser gefunden, wenn sie stattdessen die Essays der beiden Sammlungen in einem Buch veröffentlicht hätte und dafür sie dafür die Rezensionen weggelassen hätte. Außerdem störte mich, dass sich die Texte in Words are my Matter teilweise stark wiederholten. Unzählige Male wiederholte in den Essays und Rezensionen sie, dass sie es es lächerlich findet, dass Fantasy- und Science Fictionliteratur von vielen Kritikern ignoriert und als Kinderbücher ohne literarische Relevanz angesehen wird. Das sehe ich genauso, aber es wenn es x Mal wiederholt wird, ohne das neue Argumente geliefert werden, wird es irgendwann eintönig.

Insgesamt fand ich die Essaysammlung nicht furchtbar schlecht. Sie ließ sich einfach lesen und enthielt interessante Gedankengänge. Empfehlen kann ich aber nur Le Guin Fans, die unbedingt alle ihre Werke lesen möchten. Falls wer eine andere Essaysammlung lesen möchte, die ebenfalls 2016 in der Kategorie „best Related Work“ nominiert war und den Preis verdient hätte, kann ich The Geek Feminist Revolution von Kameron Hurley empfehlen.

Challenges

Das SuBabc

Das SuBabc ist eine Challenge, die von Janna und Kerstin von KeJas-BlogBuch veranstaltet wird. Das Ziel ist den SuB zu reduzieren und ich las diesen Monat bis auf Fire and Fury nur Bücher von meinem SuB. Dabei schaffte ich die folgenden Aufgaben der Challenge

C – Lies ein Buches, welches Du aufgrund seines Covers gekauft hast: The Black Tides of Heaven von Jy Yang

L – Liebe, lies ein Buch welches von Beziehungen handelt: Under the Udala Trees von Chinelo Okparanta

O – Lies ein Buch dessen Cover vorrangig orange ist: Words are my Matter von Ursula K. LeGuin

V- Lies ein Buch welches in der Vergangenheit spielt (mind. 10 Jahre): Das Geisterhaus von Isabel Allende

X – Lies ein Buch dessen Hauptcharakter ein X-Chromosom hat (weibliche Protagonistin): The Fifth Season von N. K. Jemisin

Die Reise durch die Genres

Die Reise durch die Genres ist eine Challenge, die von Krissi und Corinna von Gerngelesen veranstaltet wird. Das Ziel ist es dabei Bücher aus 12 verschiedenen Genres zu lesen. Ich lasse diesen Monat The Fifth Season für das Fantasygenre zählen, was auch das Genre des Monats war, und Das Geisterhaus zählt für das Genre Familiendrama.

Die Weltlesereise

Die Weltlesereise ist mein Projekt aus jedem Land der Welt ein Buch zu lesen. Diesen Monat las ich drei Bücher von US-amerikanischen Autor_innen (Fire and Fury, The Fifth Season und Words are my Matter), ein Buch aus Chile, eins aus Nigeria und eins aus Singapur. Aktuell lese ich außerdem Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon, welches für Spanien zählen wird und höre Born a Crime, die Biographie des südafrikanischen Comedians Trevor Noah.

Damit sind vier Länder gelesen und es bleiben noch 193.

Interessante Artikel

Im Januar veröffentlichten andere Buchbloggerinnen wieder interessante Artikel, die ich euch vorstellen musste.

Die meisten Lektüren, die wir im Schulunterricht lasen mochte ich nicht, aber ich fand es sehr enttäuschend, dass in 8 Jahren auf dem Gymnasium nur ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde, gelesen wurde. Sabine von Antiheldin hat zu diesem Thema einen tollen Artikel geschrieben.

Elodiyla schrieb einen sehr informativen Beitrag über die problematische Darstellung von Autismus in „In den Augen der anderen“ von Jodi Picoult. Dieser klärt gut zu dem Thema auf und zeigt wie es in Büchern nicht dargestellt werden sollen.

Jennifer von lesen in Leipzig setzte sich auf ihrem Blog mit negativen Rezensionen und Rants auseinander. In diesem Beitrag könnte ihre einige Interessante Gedanken dazu lesen, außerdem entstand in der Kommentaren eine lesenswerte Diskussion zu dem Thema.

Und jetzt noch einen Beitrag, der nicht von Blogger_innen stammt: Ricarda Lang schrieb einen äußerst wichtigen Artikel über Bodyshaming und Beleidigungen, denen sie tagtäglich als Frau in der Politik ausgesetzt ist.

Das war mein Monatsrückblick. Ich wünsche euch allen einen schönen Februar

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