4 Kurzrezensionen

Hallo ihr Lieben,

um meine Lesechallenge 2017 zu gewinnen und es zu schaffen im Dezember 12 Bücher zu lesen, las ich diesen Monat mehrere Novellen. Es lohnte sich nicht für diese längere Rezensionen zu schreiben. Aus diesem Grund gibt es hier vier Kurzrezensionen. 

Shades in Shadow von N.K. Jemisin

Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 60
Format: E-Book
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2015
Bewertung: 9 Punkte

 

Klappentext: From the shadows of the greater stories, away from the bright light of Sky and wending ‚round the sagas of the Arameri, come three quieter tales. A newborn god with an old, old soul struggles to find a reason to live. A powerful demon searches for her father, and answers. And in a prequel to the Inheritance Trilogy, a newly-enslaved Nahadoth forges a dark alliance with a mortal, for survival… and revenge.

Meinung: In den vergangenen Monaten las ich Nemisins Romane Die Erbin der Welt, Die Gefährtin des Lichts und Die Rivalin der Götter. Da mir diese  gut gefielen, entschied ich mich ihre beiden Novellen Shades in Shadow und The Awakened Kingdom zu lesen. Diese spielen in der selben Welt wie die Romane. Beide Bücher sind nicht auf Deutsch erhältlich. Shades in Shadow enthält drei Kurzgeschichten, die einen kurzen Einblick in das Leben von drei Charakteren aus der Romantrilogie geben. Diese Charaktere sind Nahadoth, der Gott der Dunkelheit, der Gott Hado und Glee Shot, die Tochter von Itempas und Oree.

Obwohl die Kurzgeschichten alle nur 10-15 Seiten lang sind, geben sie einen guten Einblick in die Persönlichkeiten der Charaktere. Ich fand es toll diese Charaktere besser kennen zu lernen und mehr über ihre Hintergründe zu erfahren. Außerdem machte die Geschichte mir Glee, welche ich in Die Rivalin der Götter, nicht mochte, sympathisch.  Zusätzlich sind alle Geschichte in Jemisins wunderbarer Sprache geschrieben und ließen sich schnell lesen. Wenn ich etwas an der Kurzgeschichtensammlung kritisieren sollte, dann das die Geschichte ein Bisschen zu kurz waren.

Insgesamt gefielen mir alle Geschichten gut und es gibt für Shades in Shadow mir 9 von 10 Punkten.

The Awakened Kingdom von N.K. Jemisin

Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 250
Format: E-Book
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2014
Bewertung: 10 Punkte

 

Klappentext:  SOME TRUTHS MUST BE LEARNED THE HARD WAY…

As the first new godling born in thousands of years – and the heir presumptive to Sieh the Trickster – Shill’s got big shoes to fill. She’s well on her way when she defies her parents and sneaks off to the mortal realm, which is no place for an impressionable young god. In short order she steals a demon’s grandchild, gets herself embroiled in a secret underground magical dance competition, and offends her oldest and most powerful sibling.

But for Eino, the young Darren man whom Shill has befriended, the god-child’s silly games are serious business. Trapped in an arranged marriage and prohibited from pursuing his dreams, he has had enough. He will choose his own fate, even if he must betray a friend in the process – and Shill might just have to grow up faster than she thinks.

Meinung: The Awakened Kingdom erzählt die Geschichte der jungen Shill, das erste Gottkind, welches in mehreren Jahrhunderten geboren wurde. Shill entscheidet sich, trotz eines Verbots ihrer Eltern, die Welt zu besuchen und landet bei dem Stamm der Darre, aus dem Yeine kommt.

Shill ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist noch jung und Jemisin schafft es gut aus der Perspektive eines Kindes zu schreiben. Gleichzeitig ist Shill ein Gottkind und unterscheidet sich stark von den Menschen, auch ihre Andersartigkeit kommt gut rüber. Shill ist ein fröhliches Wesen, aber kann gleichzeitig mit ihren Kräften viel Schaden anrichten. Jemisin gibt hier den Leser_innen einen guten Einblick in ihre Gefühle. Shills Perspektive war eine der interessantesten Point of Views, die ich je in einem Buch las.

Zusätzlich zu Shill gibt es zahlreiche Nebencharaktere, manche bekannt, andere neu, die trotz der Kürze des Romans, alle ihre eigenen Persönlichkeiten zeigten. Der Autorin gelingt es zudem eine interessante Geschichte auf dieser kurzen Seitenzahl zu erzählen.

Es war sehr schön zu sehen, wie sich das Volk der Darre seit den Ereignissen in Die Rivalin der Götter weiterentwickelt hat. Die Darre sind eine komplett matriarchalische Gesellschaft und Nemisin stellte hier die bekannten Geschlechterrollen und -Stereotypen auf den Kopf. Dies regte mich beim Lesen stark zum Nachdenken an.

Alles in allem ist The Awakaned Kingdom ein sehr guter Kurzroman mit einer fantastischen Protagonistin. Von mir gibt es hierfür 10 von 10 Punkten.

Binti von Nnedi Okorafor

Genre: Science Fiction/ Afrofuturism
Seitenanzahl: 96
Format: E-Book
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2015
Deutscher Titel: Binti 1: Allein
Bewertung: 7 Punkte

 

Deutscher Klappentext: Ihr Name ist Binti und sie ist die erste Himba, die jemals an der Oomza Universität, einer der besten Lehranstalten der Galaxis, angenommen wurde. Doch diese Möglichkeit wahrzunehmen bedeutet, dass sie ihren Platz innerhalb ihrer Familie aufgeben und mit Fremden zwischen den Sternen reisen muss, die weder ihre Denkweise teilen, noch ihre Bräuche respektieren.

Wissen hat seinen Preis, und Binti ist bereit, diesen zu zahlen. Ihre Reise jedoch wird nicht leicht werden. Die Welt, deren Teil sie werden möchte, hat einen langen Krieg gegen die fremde Spezies der Medusen hinter sich. Und Bintis Reise lässt sie den Medusen näherkommen, als ihr lieb ist.

Meinung: Nachdem mich Nnedi Okorafors Who fears Death  so sehr begeisterte, freute ich mich sehr ihre Binti Novelle zu lesen. Mit Binti schuf Okorafor eine tolle Protagonistin, welche die richtige Mischung aus Selbstbewusstsein und Unsicherheit aufweist. Des Weiteren gab die Autorin den Leser_innen einen guten Einblick in die Motive der Bösewichte. Nebencharaktere, die nicht zu den Bösewichten gehören, wurden leider kaum ausgearbeitet und so war es mir egal, als manche von ihnen starben.

Die von Okorafor geschaffene futuristische Welt ist sehr interessant und verbindet die aktuelle Gesellschaft gut mit Zukunftsentwicklungen. Leider gab es hier zu wenige Erklärungen und mir war nicht immer klar, was gewisse Geräte oder technische Funktionen sind.

Die Handlung der Novelle war spannend und mitreißend, doch zu kurz. So wurden zum Beispiel die ersten Wochen von Bintis Reise auf dem Raumschiff in ein paar Sätzen zusammengefasst.

Binti ist eine Novelle, die einige faszinierende Ideen und eine sympathische Protagonistin enthält. Es ist keine schlechte Novelle, aber ich wünsche mir Okorafor hätte eine etwas längere Geschichte geschrieben. So hätte sie die Charaktere und die Welt detaillierter ausarbeiten können. Für Binti vergebe ich 7 von 10 Punkten.

Links:

Rezension von Powerschnute, die eine etwas positivere Meinung zu dem Buch hatte als ich.

Eine englischsprachige Buchbesprechung gibt es auf der Website The Fandomentals 

Binti Home von Nnedi Okorafor

Genre: Science Fiction/ Afrofuturism
Seitenanzahl: 176
Format: E-Book
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2017
Deutscher Titel: Binti 2: Heimat
Bewertung: 8 Punkte

 

Klappentext: Vor einem Jahr wurde Binti zur Heldin, weil sie zwei verfeindete Welten versöhnt hat. Und sie hat eine Freundschaft gefunden, wo sie am wenigsten damit gerechnet hätte.
Und nun muss sie zusammen mit ihrem Freund Okwu, der der Spezies der Medusen angehört, zu ihrem Volk zurückkehren, um ihrer Familie und den Ältesten gegenüberzutreten.
Aber Okwu wird seit über hundert Jahren der erste Vertreter seiner Spezies sein, der die Erde betritt und der Allererste, der das in Frieden tut.

Können Menschen und Medusen nach Generationen des Krieges jemals lernen, wirklich friedlich zusammenzuleben?

Meinung:  Binti: Home gefiel mir besser als sein Vorgänger, war aber nicht so gut wie Who Fears Death.  Die Novelle stellte eine Reihe von neuen Charakteren vor und führte diese gut ein. Zudem wurde die Mythologie und Kultur von Bintis Volk weiter ausgearbeitet. Wie immer betrieb Okorafor hier fantastisches Worldbuilding und zeigte ihren Leser_innen eine Welt, die sich von dem, was man sonst in der SciFi Literatur sieht, stark unterscheidet.

Binti: Home ist länger als der erste Band der Binti Trilogie. Dies erweist sich von Vorteil, da die Geschichte und die Welt besser ausgearbeitet wurden. Sehr schade fand ich, dass weder Binti noch Binti: Home viel von der Universität zeigen, an der Binti studiert. Die Universität kommt in beiden Novellen nur in ein paar kurzen Szenen vor und dies war mir viel zu wenig.

Insgesamt war Binti: Home eine gelungene Fortsetzung. Allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn Nnedi Okorafor anstatt zwei Novellen einen Roman, mit einigen zusätzlichen Szenen und Beschreibungen der Welt, geschrieben hätte. Für Binti: Home vergebe ich 8 von 10 Punkten.

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