Comic Con Amsterdam

Hallöchen ihr lieben,

wie angekündigt unterbreche ich heute meine Reiseberichte über Vietnam um euch von meinem Besuch der Comic Con Amsterdam zuberichten. Diese fand vom 02.09.-03.09. statt, aber ich war nur am Ersten Tag dort.

Ich war zuvor noch nie auf einer Convention, obwohl ich seit Jahren zur Magic Con (ehemals RingCon und HobbitCon) gehen will. Leider findet die immer dann statt, wenn ich keine Zeit habe. Außerdem ist es mein Traum irgendwann die San Diego Comic Con, die weltweit größte Comic Con, zu besuchen. Als ich hörte, dass in Amsterdam eine Comic Con stattfindet, war mir sofort klar, dass ich hingehen musste. Die Comic Con Amsterdam ist eine junge Convention und fand erst zum zweiten Mal statt. Außerdem ist sie kleiner als viel andere Cons. Für mich als Con-Neuling war das das Richtige. Zudem waren die Tickets viel günstiger als die größerer Conventions, was für Student_innen wie mich angenehm ist.

Die Convention fand im Kongress- und Messezentrum von Amsterdam statt, welches im Süden der Stadt liegt und sich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen lässt. Ich bin keine Cospalyerin, besitze aber ein Rey (Star Wars) Kostüm, das ich dummerweise in Deutschland vergessen hatte. Stattdessen zog ich mein T-Shirt mit der Karte des Rumtreibers an. Bereits am Eingang des Messezentrums wurde mir klar, dass ich dort auf die Anhänger zahlreicher Fandoms treffen würde. Es tummelten sich zahlreiche Cosplayer_innen und die Leute, die keine Kostüme trugen, liefen oft in T-Shirt von Herr der Ringe, Star Wars & Co. rum.

Die Con war über zwei Messehallen verteilt. In der einen gab es zahlreiche Stände von Ausstellern, darüber mehr im weiteren Verlauf dieses Artikels. In der anderen Halle befanden sich die Essensstände sowie eine Bühne auf der den ganzen Tag über Panels stattfanden. Dies waren Interviews mit Schauspieler_innen aus verschiedenen Filmen und Serien. Ich begab mich direkt in diese Halle, da dort ein Interview mit Lyndsy Fonseca und Noah Bean aus der Serie Nikita stattfand. Diese wurde von 2010-2013 gedreht und es wurden 4 Staffeln von ihr ausgestrahlt.  Nikita war leider nie erfolgreich, obwohl es glaube ich mal ein Kritiker als „die beste Serie, die niemand guckt“, bezeichnete. Die Serie beruht auf dem französischen Film Nikita von Luc Besson. Ich schaute die Serie sehr gerne. Es war eine gute Actionserie mit tollen Charakteren und einer guten Story. Zusätzlich gab es jede Menge lustige Momente und eine Liebesgeschichte, die sogar mir gefiel. Was ich damit sagen will, guckt Nikita! Fonseca und Bean lernten sich während der Dreharbeiten kennen und lieben und sind seit 2016 verheiratet. Fonseca spielte auch in How I met your Mother, Kick-Ass und Marvel’s Agent Carter mit. Bean war unter anderem in Damages- Im Netz der Macht und der Serie 12 Monkeys zu sehen. Wobei ich, bis auf Damages, keine dieser Serien und Filme kenne.

Zuerst interviewte der Panelmoderator die beiden und anschließend konnten die Zuschauer Fragen stellen. Die beiden verhielten sich im Interview normal und freundlich. Außerdem erzählten sie interessante Anekdoten. So berichtete Fonseca, dass das anstregendste während der Dreharbeiten zu Nikita für sie nicht das physisch anspruchsvolle Training der Kampfszenen war, sondern das Wetter Torontos, wo die Dreharbeiten zur Serie stattfanden. Sie kommt aus Kalifornien und konnte sich nicht an das kalte Wetter der Stadt gewöhnen.  Fonseca und Bean berichteten auch über ihre anderen Projekte. Ich habe nie eine Folge von How I met your Mother gesehen, aber ich weiß, dass der Protagonist seinen Kindern davon erzählt wie er deren Mutter traf und, dass die Identität der Mutter erst in der letzten Folge der Serie gelüftet wurde. Fonseca spielte in dieser Serie eines der Kinder und kannte von Anfang an die Identität der Mutter. Die Szene, in der die Kinder diese erfahren, wurde nämlich während der Dreharbeiten zur ersten Staffel gedreht. Sie erzählte, dass die Serienmacher dies taten um für den Fall, dass die Serie nach der ersten Staffel nicht verlängert wird, ein Ende zu haben. Fonseca und David Henrie, der in der Serie ihren Bruder spielte, mussten sich vertraglich verpflichten niemandem davon zu erzählen. Witzigerweise hatte sie so Angst sich zu verplappern, dass sie im Laufe der Zeit die Identität der Mutter vergaß und Henrie ihr diese wieder erzählen musste.

Bean witzelte darüber, dass er, ähnlich wie Sean Bean, in seinen Rollen immer stirbt und das Drehbuchautor_innen vielleicht ein Problem mit seinem Nachnahmen haben. Insgesamt dauerte das Panel nur zwanzig Minuten, trotzdem war es interessant. Im Laufe des Tages gab es auf der Bühne noch andere Panels, von denen ich jedoch keins besuchte. Eigentlich wollte ich mir das Herr der Ringe Panel mit John Rhys-Davies (Gimli) und Billy Boyd (Pippin) anschauen, aber dies wurde von seiner ursprünglichen Uhrzeit um eine Stunde nach hinten verschoben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit einer Freundin für ein Treffen in der Amsterdamer Innenstadt verabredet.

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Lyndsy Fonseca und Noah Bean beim Comic Con Panel

Nach dem Besuch des Panels ging ich in die andere Messehalle und schaute mir die Zahlreichen stände dort an. Besonders Comic Fans hätten an diesen Gefallen gefunden, denn es stellten viele Künstler_innen ihre Werke aus. Außerdem gab es Stände an denen Comichändler_innen Comics verkauften.

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Zusätzlich zu den Comicverkäufer_innen befanden sich dort Stände von DVD Verkäufer_innen und Verkäufer_innen, die Fandomobjekten wie Statuen und Tassen oder anderen Accessoires zu verschiedenen Fandoms verkauften. Natürlich konnte man T-Shirts und Pullover zu Filmen oder Serien kaufen und ich kaufte mir T-Shirts zu zweien meiner Lieblingsfilme.

 

Ich backe übrigen sehr gute Chocolate Chip Cookies, also lohnt es sich zur dunklen Seite zu kommen 😉 Ein paar Buchhändler_innen hatten auch Stände in der Messehalle. Besonders gefiel mir der Stand von Waterstones Amsterdam, der zwar klein, aber gut sortiert war. Dort kaufte ich mir zwei der Bücher, die ich euch in meinen September Neuzugängen vorstellte.

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Des Weiteren hatten größere Cosplaygruppen ihre eigenen Stände oder traten auf den kleineren Bühnen, die es in dieser Messehalle gab, auf. Außerdem gab es eine Ecke, in der man sich von den ganzen anwesenden Prominenten Autogramme holen oder mit ihnen Fotos machen konnte. Da die Preise dafür bei 25€ für ein Autogramm begannen, war mir dies zu teuer. Zwar kaufte ich mir bei den meisten Ständen nichts, dennoch genoss ich es durch die Halle zu schlendern und bei den Ständen zu stöbern. Die Atmosphäre der Con mit den ganzen Fans der verschiedensten Fandoms war einfach toll und die Cosplayer_innen trugen fantastische Kostüme. Zusätzlich konnte man in der ganzen Halle die musikalischen Leistungen der Teilnehmer_innen des Charaokewettbewerbs, der am Eingang der Halle stattfand, hören. Viele klangen nicht so gut, um es mal freundlich auszudrücken 😉 , aber sie schienen jede Menge Spaß beim Singen zu haben und sorgten für eine freundliche Atmosphäre.

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Batman muss auch mal chillen

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Die Minions sind überall

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Es freut mich immer, wenn ich merke, dass andere Menschen Chihiros Reise ins Zauberland lieben

Nachdem ich mehrere Stunden über die Halle mit den Ständen geschlendert war, ging ich zurück in die Halle, wo die Panels stattfanden. Wie bereits erwähnt erfuhr ich dort, dass das Der Herr der Ringe Panel verschoben worden war. Also fuhr ich in die amsterdamer Innenstadt, wo ich mich mit einer Freundin traf. Insgesamt verbrachte ich ein paar wunderbare Stunden auf der Amsterdam Comic Con und hoffe bald wieder eine Con besuchen zu können.

Wie steht’s mit euch? Wart ihr schon einmal auf einer Con und könnt ihr vielleicht eine bestimmte Con empfehlen? Oder sind Cons eher nichts für euch?

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2 Kommentare

  1. Carmen · 11 Days Ago

    Wie cool, ich wollte auch unbedingt mal auf die San Diego ComicCon, das ist aber echt eine Planungssache, erst mal Karten kriegen, dann hoffentlich günstigen Flug etc. Schön, dass es die Amsterdam ComicCon gibt, dann werde ich dort mal vorbeischauen. Und ja … ich liebe Cookies 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. reisenderbuecherwurm · 11 Days Ago

    Ja, zur San Diego ComicCon zu kommen ist nicht ganz so einfach (oder günstig), aber eines Tages schaffen wir das 😉
    Es gibt mittlerweile auch in Deutschland ComicCons zumindest in Berlin, Dortmund, Frankfurt und München. Die in Dortmund ist sogar in unter einem Monat: http://www.germancomiccon.com/de/dortmund/
    Ich denke daran, dir bei unserem nächsten Treffen Cookies mitzubringen 🙂

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