Rezension: Bridging the Gaps von Kate Warren

 

Genre: Romantische Komödie
Seitenanzahl: 292
Format: E-Book
Verlag: Collier Bluff Books
Erscheinungsjahr: 2012
Bewertung: 8 Punkte

 

Als Ellen Pitchard nach über 20 Jahren Ehe von ihrem Mann verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie muss sich selbst wieder finden und zudem ihre heranwachsenden Kinder erziehen. Gleichzeitig planen Ellens Freundinnen sie mit einem Mann aus ihrer Vergangenheit zu verkuppeln.

Ich lese normalerweise kein Romance, aber dieser Roman überraschte mich positiv. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Romance hier das richtige Genre ist. Romantische Komödie passt besser, denn Bridging the Gaps ist ein überaus lustiger Roman. Dies zeigt sich bereits in der ersten Szene, in der Ellens Tochter Stephanie die Kleidung des betrügerischen Ehemanns bzw. Vaters im Garten verteilt. Zusätzlich gibt es im Roman immer wieder amüsante Szenen oder Wortwechsel. Es gibt auch die ein oder andere ruhige oder traurige Szene und Kate Warren schafft es hier die verschiedenen Elemente der Geschichte gut auszubalancieren. Mir persönlich wurde es gegen Ende des Romans ein bisschen zu schnulzig, aber dies lag an meinem Geschmack. Fans des Genres werden hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

Besonders gut gefielen mir die Charaktere. Obwohl es sehr viele gab, waren sie alle facettenreich und wirkten nicht blass. Sie zeigten alle ihre Schwäche und Stärken. Außerdem schaffte es die Autorin fasst jeden Charakter sympatisch wirken zu lassen. Dies schließt sogar Cloe mit ein, die zwanzig Jahre jüngere Frau, für die Ellen von ihrem Ehemann verlassen wird, mit ein. Anstatt die „andere Frau“ zum Feindbild zu erklären, wie es in vielen Geschichten getan wird, können wir die Dinge auch aus ihrer Perspektive sehen. Einzig und allein mit Doug, besagtem Ehemann, konnte ich nicht richtig warm werden. Er blieb den gesamten Roman hindurch unausstehlich. Ein Charakter, der mir dafür sonderlich gut gefiel, war Dougs und Ellens älteste Tochter Stephanie. Sie ist selbstbewusst und weiß was sie vom Leben will, sie unterstützt ihre Mutter und kümmert sie um ihre Geschwister, während sie sich gegenüber ihrem Vater behauptet, aber gleichzeitig zeigt sie schwächen und man merkt beim Lesen, dass sie unter der Last zusammenbrechen zu droht.

Die Geschichte spielt in einer amerikanischen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Kate Warren schafft es die Atmosphäre dieser Stadt gut zu übermitteln, ohne sie klischeehaft wirken zu lassen. Der Roman ist in einem angenehmen und flüssigen Stil geschrieben, welcher dafür sorgte, dass die Zeit beim Lesen wie im Fluge verging und ich sehr beim Ende angelangt war. Dieses war zwar passend, aber gegen Ende wurden leider zu viele verschiedene Konflikte angeschnitten, die alle schnell gelöst werden mussten. An dieser Stelle wären entweder weniger Problem, oder eine bessere Ausarbeitung der Konflikte wünschenswert gewesen.

Trotz dieses Kritikpunkt gefiel mir Bridging the Gaps insgesamt sehr gut. Es ist ein lustiger und kurzweiliger Roman mit tollen Charakteren. Von mir gibt es dafür 8 von 10 Punkten.

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