Saigon: Tempelbesuch und Kochkurs

Huhu,

nach einer kleinen Pause gibt es wieder einen Bericht über meine Reise durch Vietnam. Heute geht es um meinen zweiten Tag in Saigon, an dem ich einen Tempel besuchte und an einem Kochkurs teilnahmen. Für den ersten Sonntag meiner Reise hatte ich mir von Deutschland aus einen Kochkurs bei dem Anbieter Saigon Cooking Class gebucht. Vor dem Kochkurs sollte der Koch gemeinsam mit den Teilnehmer_innen über den Markt gehen. So lautete zumindest der Plan, leider machte mir der Jetlag einen Strich durch die Rechnung. Als ich aufwachte, hatte die Markttour schon begonnen. Glücklicherweise war der Anbieter sehr flexibel und schlug mir nach einem Telefonat vor, mich auf einen Nachmittagskurs ohne Markttour umzubuchen. Dieses Angebot nahm ich dankend an.

Ich musste meine Tagesplanung abändern und entschied mich dafür nach dem Frühstück die Pagode des Jadekaisers zu besuchen. Dies ist eine taoistische Pagode, die 1909 von der chinesischen Diaspora in Saigon erbaut wurde. Barack Obama besuchte sie bei seiner Vietnamreise 2016. Der Jadekaiser ist die höchste Gottheit des Taoismus, aber es gibt in der Pagode auch Altarräume für andere Gottheiten.

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Die Pagode von Außen

Zu beiden Seiten des Eingangs befinden sich Statuen von vietnamesischen Generälen im Kampf mit Monstern.

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Der Eingang ging über in einem kleinen Flur, in dem Räucherstäbchen und Opfergaben verkauft werden. In der Pagode (und das gilt für Tempel in Vietnam) im Allgemeinen geht es um einiges relaxter zu als in den Kirchen bei uns. Damit meine ich, dass weniger strenge Vorschriften herrschen. Manche Leute telefonieren in der Pagode, andere Essen und Trinken, oder unterhalten sich, etc. Trotzdem sollte man der Religion einen gewissen Respekt erweisen, heißt den Platz vor einem Altar freimachen, wenn man da gerade fotographiert, aber jemand beten möchte. Was die Kleiderordnung, angeht so sollte das T-Shirt die Schultern und die Hose die Knie bedecken.

Nach dem Flur kommt der Hauptraum des Tempels, die sogenannte Kammer der zehn Höllen, in der sich die Statue des Jadekaisers befindet. Leider sind mir aufgrund der Lichtverhältnisse nicht viele Fotos von diesem Raum gelungen.

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Der Jadekaiser

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Einer der Wächter des Jadekaiserer

Der Hauptaltarraum zweigt in zahlreiche weitere Altarräume ab, in denen die verschiedensten Gottheiten angebetet werden, deren Bedeutungen ich leider nicht kenne. Hier sind zumindest ein paar Fotos:

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Nach dem Besuch der Pagode fuhr ich weiter zur Kochschule.  Die Küche Vietnams gilt als die beste Asiens und bietet eine große Auswahl an verschiedenen Gerichten. Außerdem ist sie sehr gesund. Fast jede größere Stadt hat ein Gericht für, dass sie berühmt ist. Aus diesem Grund werden in den meisten größeren Städten Kochkurse angeboten. Für mich war der Besuch eines Kochkurses ein Muss, weil ich es liebe zu kochen und neue Gerichte kennen zu lernen. Die Rezepte von diesem Kurs habe ich Zuhause. Dass ich meinen eigentlichen Kurs verpasst hatte, erwies sich als Vorteil, denn am Nachmittagskurs nahmen außer mir nur zwei andere Frauen Teil und so könnte die Köchin gut auf uns eingehen.

Als Erstes bereiteten wir ein paar Frühlingsrollen mit Erdnusssoße zu. Für Frühlingsrollen hat jedes Restaurant sein eigenes Rezept.

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Die Zutaten

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Meine fertigen Frühlingsrollen

Falls ihr euch fragt, warum meine Frühlingsrollen nicht knusprig braun sind, so sehen sie erst nach dem Backen aus, aber sie lassen sich auch ungebacken essen. Das schmeckt gut. Nachdem wir die Frühlingsrollen gegessen hatten, bereiteten wir den Salat zu. Das leckere Resultat seht ihr hier.

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Als Hauptgang gab es Curryhänchen mit Reis. Das Huhn wurde in speziellen Tontöpfen zubereitet, aber das Rezept lässt sich auch in normalen Töpfen kochen. Den Nachtisch, eine Passionsfruchtcreme, kochten wir nicht selber, stattdessen war sie von der Küche zubereitet worden. Mein Kochkurs machte Spaß, ich lernte dabei eine Reihe neuer Dinge und aß gut. Somit kann ich einen Kochkurs nur jedem, der Vietnam besucht empfehlen.

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Anschließend fuhr ich zurück ins Hotel, wo ich ein neues Zimmer beziehen musste, da nun meine Tour begann. Dort wartete bereits eine meiner Mitreisenden auf mich. Wir waren die beiden einzigen Frauen, die an der Tour teilnahmen, und würden uns somit für die nächsten 21 Tage ein Zimmer teilen. Zum Glück verstanden wir uns sehr gut und unterhielten uns lange, bis wir schließlich zu einem Treffen mit dem Rest der Gruppe los mussten. Bei diesem ersten Treffen gab es erst Mal eine Vorstellungsrunde, wir waren insgesamt fünf Touris und ein Reiseleiter, und es wurden einige organisatorische Dinge geklärt. Die anderen Tourteilnehmer waren bis auf eine Ausnahme nett und unser Reiseleiter war ebenfalls freundlich und hatte viele Informationen parat. Nachdem alle organisatorischen Dinge geklärt waren, gingen wir gemeinsam Essen, und zwar in ein Restaurant, das traditionelle vietnamesische zubereitete. Da, ich einiges bei meinem Kochkurs gegessen hatte, schaffte ich es nicht meine Suppe aufzuessen, aber sie war sehr lecker.

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Danach ging es zurück zum Hotel, schließlich mussten wir am nächsten Morgen früh raus.

Das war mein zweiter Tag in Saigon. Für meinen nächsten Reisebericht, werde ich die Beitragsreihe über Vietnam kurz unterbrechen. Ich war letztes Wochenende auf der Comic Con Amsterdam und werde euch davon erzählen. Im Anschluss daran geht es mit den Berichten über Vietnam weiter.

 

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