Montreal: Ankunft und Sprachschule

Ich melde mich nach längerer Abwesenheit zurück. Ich wollte diesen Artikel eigentlich viel früher schreiben, aber leider hat sich das Praktikum, welches ich zur Zeit mache, etwas anstrengender erwiesen als erwartet. Aus diesem Grund bin ich noch nicht dazu gekommen euch über meine Zeit in Montreal zu berichten, die mittlerweile mehrere Monate zurückliegt. Dafür hole ich das jetzt nach 🙂

Von New York bin ich samstags weiter nach Montreal geflogen, wo ich für 6 Wochen eine Sprachschule besucht habe. Ein Flug von New York nach Montreal dauert nur etwas über eine Stunde.  Montreal liegt im Südosten der französischsprachigen Provinz Quebec und ist die zweitgrößte Stadt Kanadas. Bereits am Flughafen fällt einem die Zweisprachigkeit Quebecs auf, da man von den Beamten der Einreisebehörde mit einem „Bonjour Hi“ begrüßt wird. Diese Begrüßung hört man immer in den Geschäften Quebecs. Antwortet man auf Englisch wird die Unterhaltung auf Englisch fortgeführt, antwortet man dagegen auf Französisch geht das Gespräch auf Französisch weiter.

Am Flughafen hat meine Gastmutter auf mich gewartet. Die Sprachschule hat mir verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten für meinen Aufenthalt in Montreal geboten. Zuerst gibt es in der Nähe der Sprachschule eine Residenz, in der ich ein Zimmer hätte mieten können. Ich habe mich aber gegen den Aufenthalt in der Residenz entschieden. Die andere Möglichkeit, die Schüler an einer Sprachschule haben, ist die Unterkunft bei einer einheimischen Familie. Ich habe mich für letztere Möglichkeit entschieden. Dies hatte den Vorteil, dass ich nicht nur in der Schule, sondern auch in meiner Freizeit Französisch gelernt habe.

Ich habe während meines Aufenthalts in Montreal bei Valerie gewohnt. Einer alleinstehenden Frau, die sich bereits seit 14 Jahren als Gastmutter um Schüler an der Sprachenschule kümmert. Valerie wohnt in Lachine, einem der Außenbezirke von Montreal. Bis 2002 war Lachine  eine eigene Stadt und einer von Valeries Freunden sagte mir sogar, dass er Lachiner und nicht Montrealer (sagt man das so?) ist. In Valeries Wohnung hatte ich mein eigenes Zimmer mit einem großem Bett.

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Das Haus in dem ich gewohnt habe

An meinem ersten Abend in Montreal habe ich gemeinsam mit Valerie und ihrer Schwester, die in der Wohnung unter uns gewohnt hat, zu Abend gegessen. Sie waren beide sehr nett und wir drei unterhielten uns lange. Am Tag danach hat mir Valerie Lachine gezeigt und mir erklärt, wie ich von ihrer Wohnung zur Sprachschule komme.

Einen Tag später begann schon mein Sprachunterricht. Die Sprachschule, an der ich mich für einen Französischkurs angemeldet hatte, befand sich ungefähr 45 Minuten mit Bus und U-Bahn von meiner Unterkunft entfernt. Dafür lag sie aber direkt in der Innenstadt von Montreal, an der größten Einkaufsstraße der Stadt. Als erstes wurde mir und den ganzen anderen neuen Schülern der Sprachschule eine Präsentation über Montreal und die Sprachschule gezeigt. Anschließend begrüßte uns die Leiterin der Sprachschule und wir mussten einen Test ablegen, auf dessen Basis wir in ein Kursniveau eingestuft wurden. Die Ergebnisse des Tests haben wir allerdings erst am nächsten Tag erfahren.

Mein erster richtiger Unterrichtstag war deshalb erst der Dienstag nach meiner Ankunft. Für alle Schüler fand der Unterricht an der Sprachschule von 9:00-13:30 Uhr statt, wobei wir zwischendurch eine halbe Stunde Pause hatten. Zusätzlich konnten wir noch zwei-oder viermal die Woche Nachmittagsunterricht nehmen, wenn wir wollten. Ich selbst habe zwei mal die Woche am Nachmittagsunterricht teilgenommen. Zuerst wurde ich in das zweithöchste Kursniveau eingestuft, aber da mir der Unterricht dort etwas zu einfach war, habe ich mich in das höhere Level versetzen lassen.

Grundsätzlich können bis zu 12 Schüler teilnehmen, doch haben in den Wochen kurz vor Weihnachten nicht so viele Schüler die Sprachschule besucht, wodurch wir in meinem Kurs häufig nur zu sechst waren. Für den Vormittagskurs hatten wir zwei verschiedene Lehrer. Eine Lehrerin hat uns Montags, Mittwoch und Freitags unterrichtet und mit ihr haben wir Grammatik geübt, Hörverstehensaufgaben gemacht und unseren Wortschatz verbessert. Der andere Lehrer dagegen hat uns Dienstags und Donnerstags unterrichtet und sein Unterricht hat sich mehr auf Leseverstehen und Sprechen konzentriert. Nachmittags hatte ich zusätzlich einen Konversationskurs, der wieder von einem anderen Lehrer unterrichtet wurde und dem wir auch mehr Teilnehmer waren. Im Unterricht haben wir eine Reihe von aktuellen Themen, wie zum Beispiel den Klimawandel oder die Wahlen in den USA durchgenommen. Glücklicherweise sprachen alle meine Französischlehrer Standardfranzösisch und kein Québécois, welches ich gerade am Anfang meines Aufenthalts etwas schwer verständlich fand. Im Unterricht haben wir häufig Gruppenarbeiten gemacht, weil wir dadurch dazu gebracht werden sollten  mehr zu sprechen. Die anderen Schüler kamen von überall aus der Welt, aber es gab besonders viele Schüler aus Südamerika, vor allem aus Brasilien.

Der Unterricht hat mir die meiste Zeit über Spaß gemacht und mein Französisch hat sich zwischen Beginn und Ende meines Aufenthalts durchaus verbessert. Natürlich reichen 6 Wochen nicht um extrem Große Fortschritte zu machen, aber ich habe trotzdem Verbesserungen gemerkt.

So, das war es soweit von der Sprachschule. Meine nächsten Beiträge über Montreal werden sich mehr auf die Ausflüge konzentrieren, die ich dort unternommen habe.

 

 

 

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