Tag 4: Ellis Island und die Freiheitsstatue

Am vierten Tag unseres New York Aufenthalts haben wir Ellis Island besucht. Dort sind wir mit einer Fähre hingefahren, die an der Freiheitsstatue vorbei gefahren ist. Es ist zwar möglich bei der Freiheitsstatue auszusteigern und diese zu besteigen, allerdings hatten wir dagegen entschieden. Deshalb haben wir die Statur nur aus einer gewissen Entfernung betrachten können. Jedoch fand ich, dass wir auch von unserem Boot aus einen guten Blick auf die Statue hatten und es nicht nötig ist extra Geld für die Besteigung der Freiheitsstatue auszugeben.

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Ein Blick auf die New Yorker Skyline. Wir sind ebenfalls mit so einem Boot gefahren.

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Der Blick auf die Freiheitsstatue aus einiger Entfernung.

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Und aus der Nähe

Schließlich haben wir bei Ellis Island angelegt. Die Insel war von 1892 bis 1954 der größte Einreisepunkt der USA und mehr 12 Millionen Menschen reisten über Ellis Island in die USA ein. Auf Ellis Island wurde über den Einreiseantrag der Immigranten entschieden und diese wurden registriert. Die Meisten Immigranten konnten ohne Probleme einreisen und so war Ellis Island für sie ein Symbol der Hoffnung. Einigen Immigranten wurde aber die Einreise verweigert und sie wurden in ihre Heimatländer zurückgeschickt. Für diese Immigranten war Ellis Islands ein Symbol des Leids und der Enttäuschung. Seit 1990  ist die Insel der Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt ein Museum über die Geschichte der Immigration in den USA. Wir haben das Museum mithilfe eines Audioguides erkundet. Allerdings muss ich dazu sagen, dass das Museum so groß ist, dass man sich gar nicht alles an einem Tag anschauen kann und aus diesem Grund haben wir uns auf die Hauptaustellung konzentriert.

Die Ausstellung beginnt in einer großen Halle, die sich im ersten Stock des Hauptgebäudes befindet. In dieser Halle mussten früher die Immigranten warten bis sie zu einem Gespräch mit einem der Grenzbeamten aufgerufen wurden. Die Wartezeit betrug häufig mehrere Stunden und die Einreisenden saßen oft eng aufeinander gepfercht beieinander.  Zu dem Einreiseprozess gehörte auch eine medizinische Überprüfung. Allerdings wurden die Immigranten schon früher von den Ärzten unter die Lupe genommen. Die Ärzte beobachteten die Einreisenden, wie sie die Treppen in den ersten Stock hinaufgingen und hielten nach Anzeichen von körperlicher Schwäche ausschau. Die Kleidung von Immigranten, die diese Anzeichen aufwiesen, wurde in der Regel mit Kreide markiert. Genauso gingen die Ärzte gegen Immigranten, bei  denen sie eine geistige Behinderung vermuteten, vor. Nach einer längeren Wartezeit wurden die Immigranten dann aufgerufen und einer Befragung durch die Grenzbeamten und einem ärztlichen Test unterzogen. Vielen Einwanderern wurde direkt die Einreise gestattet, aber einige von ihnen mussten noch zu weiteren Überprüfungen auf der Insel bleiben. Es konnte manchmal Monate dauern, bis endgültig entschieden wurde ob jemand einreisen durfte, oder in sein Heimatland zurückkehren musste.

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Die Eingangshalle, in der Einreisenden überprüft wurden

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Von der Halle aus ging es weiter in verschiedene kleinere Räume, in denen detaillierter über die Einreise und die Geschichte von Ellis Island berichtet wurde. Es gibt in diesen Räumen viele Besitztümer ehemaliger Einwanderer sowie Audioaaufnahmen einiger Amerikaner, die als Kinder, mit ihren Familien, über Ellis Island in die USA eingewandert sind. Durch diese Objekte wird die Thematik gut veranschaulicht und man kann sich als Besucher besser in die Lage der Immigranten hineinversetzen. Wir haben mehrere Stunden in der Ausstellung verbracht und zusätzlich gibt es auf Ellis Island noch mehrere temporäre Ausstellungen. Jedoch haben wir uns diese nur kurz angeschaut. Anschließend ging es mit der Fähre zurück nach Manhattan.

Der Besuch von Ellis Island hat sich auf jeden Fall gelohnt und war sehr interessant. Ich fand es vor allem gut, dass das Museum sowohl die positiven als auch die negativen Seiten des Einwanderungszentrums gezeigt hat. Es wurde über glückliche wie auch traurige Einwanderungsgeschichten berichtet und das Thema wurde von allen Seiten beleuchtet. Meiner Meinung nach gehört Ellis Island zu dem Pflichtprogramm eines New York Besuchs.

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