Tag 3 Teil 1: September 11 Memorial and Museum

Am dritten Tag unserer Reise sind wir zum ersten Mal nach Manhattan gefahren. Zwar war unsere Wohnung für New Yorker Verhältnisse eher günstig, aber dafür haben wir immer eine Stunde gebraucht, um mit der U-Bahn in die Innenstadt zu fahren. Als wir dort ausgestiegen sind, habe ich zum ersten Mal den Times Square gesehen. Er war zwar etwas kleiner, als ich ihn mir vorgestellt hatte, doch trotzdem fand ich ihn ziemlich beeindruckend. 

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Wir sind gemeinsam in der Nähe des Times Square frühstücken gegangen. Was mir in den USA aufgefallen ist, ist das in Restaurants oder Cafés die Frühstücksportionen häufig so groß sind, wie bei uns manchmadas Mittagessen. Außerdem stehen auf vielen Speisekarten Mahlzeiten wie Kartoffeln oder Steak als Frühstücksmenu zur Auswahl. Ich selbst habe mich für eine Portion Erdnussbutter-Bananen-Pancakes entschieden. Klingt pervers ist aber sehr lecker; zumindest wenn man Erdnussbutter mag.

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Anschließend sind wir weiter zum National September 11 Museum and Monument gegangen, welches der Erinnerung an die Anschläge vom 11. September 2001 dient. Das Museum liegt nicht allzu weit von der Stelle, an der früher die Twin Towers standen.

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Die Kacheln sind alle in verschiedenen Blautönen gehalten und jede Kachel steht für eines der Opfer der Anschläge.

 

Dieses Zitat befindet sich in einer der größten Hallen des Museums und es zeigt in welche Richtung das Museum ausgerichtet ist: Der Erinnerung und dem Gedenken. Es versucht zwar über die Anschläge zu informieren und Wissen zu vermitteln, aber es stehen vor allem die Opfer und Helfer im Mittelpunkt. Es wird versucht, auf sie aufmerksam zu machen. Überall gibt es Informationen zu diesen Personen. Das Museum bemüht sich, einem die gestorbenen Personen nahe zubringen, sodass man um sie trauert, obwohl man sie nicht kannte. Als von einem Tonband abgespielt wurde, auf dem zu hören ist, wie ein Familienvater mit seiner Frau telefoniert und ihr erklärt, dass er wahrscheinlich sterben wird und sie bittet die Kinder zu grüßen, hatte ich Tränen in den Augen.

Außerdem setzt das Museum einen großen Fokus auf die Helfer, sowohl diejenigen, die bei den Anschlägen gestorben sind, als auch diejenigen, die überlebt haben. Von Polizisten oder Feuerwehrmännern werden Teile der Uniformen, die sie am Tag der Anschläge trugen, ausgestellt. Viele der Überlebenden Helfer erzählen wie sie den Tag erlebt haben. Durch den Fokus auf die Überlebenden sendet das Museum eine Botschaft der Hoffnung, die durch Berichte über den Wiederaufbau noch verstärkt wird.

Diese Botschaft wird an der, an das Museum angrenzenden, Memorial Site weitergeführt. Dort wo früher die Twin Towers standen, befindet sich heute eine Gedenkstätte.  Aus dem Fundament der beiden Türme wurden zwei große Brunnen gebaut, in deren Seiten die Namen der Toten eingraviert sind. Umgeben werden die Brunnen von einem kleinen Park, mitten zwischen den Hochhäusern von Manhattan.

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Außerdem steht in dem Park der Survivor Tree. Dies ist ein Baum, der in den 1970er Jahren zwischen World Trade Center 4 und World Trade Center 5 angepflanzt wurde und die Anschläge überlebt hat. Nach den Anschlägen war der Baum schwer verbrannt und es gab kaum noch lebende Äste. Er wurde in einen anderen Park umgesiedelt und eine Zeit lang ist man davon ausgegangen, dass er nicht wieder blühen würde. Jedoch wuchs der Baum bereits nach kurzer Zeit wieder und er wurde 2010 zurück an seinen alten Platz gepflanzt, wo er heute als Symbol der Hoffnung und Wiedergeburt steht.

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Ich kann jedem, der New York besucht empfehlen, sich das September 11 Memorial und Museum anzuschauen, da dort ein guter Balanceakt zwischen dem Informieren über die Anschläge und dem Gedenken an die Opfer geschlagen wird. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass man sich nicht alle Ausstellungsbereiche des Museums anschauen kann, da die Thematik nach einer Weile zu bedrückend wird.

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