Toulouse Teil 2

Sonntag:

Am Ostersonntag sind wir nach Carcassonne gefahren, einer Stadt mit ca. 46 000 Einwohnern. Mit dem Zug haben wir ungefähr eine dreiviertel Stunde dahin gebraucht. Carcassone ist berühmt für die Cité de Carcassone, eine mittelalterliche Festung, die auf einem Hügel in der Altstadt liegt. Die Cité wurde im 12. und 13. Jahrhundert erbaut. Heute ist sie ein UNESCO Weltkulturerbe und diente als Drehort für Filme wie zum Beispiel ‚Robin Hood – König der Diebe‘. 

Obwohl der Ostersonntag auch in Frankreich ein Feiertag ist, hatte sich am Eingang zur Festung eine große Schlange gebildet und wir mussten ungefähr eine halbe Stunde warten bis wir in die Cité herein konnten. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten die Festung zu erkunden: Mit einem Plan auf eigene Faust, mithilfe eines Audioguides oder man schließt sich einer Führung an. Wir haben uns die Festung mit einem Audioguide angeschaut, da die Führungen meist sehr viele Teilnehmer haben.

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Der Eingang zur Festung
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Der Innenhof der Cité

Unsere Tour durch die Festung hat im Innenhof begonnen, von da aus wurden wir dann weiter in einen Saal im ersten Stock geleitet, wo wir uns einen kurzen Film über die Geschichte der Festung angeschaut haben. Anschließend führten uns die Audioguides weiter über die verschiedenen Wehrgänge und Türme der Festung. Aufgrund der Tatsache, dass die Festung höher als der Rest der Stadt gelegen ist, hat sich uns ein guter Ausblick auf die Umgebung von Carcassone geboten. In einiger Entfernung konnten wir sogar die Pyrenäen sehen.

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Das Schwarze im Hintergrund sind die Pyrenäen
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Ein Blick auf einen Wehrgang der Festung

Außerdem gibt es im Inneren der Festung ein kleines Museum, in dem wir Statuen und Fundstücke aus verschiedenen Jahrhunderten betrachten konnten. Was mich dabei überrascht hat war, wie manche andere Besucher sich in diesem Museum verhalten haben. Zwar waren die Fundstücke nicht extra durch Bänder abgesperrt, doch trotzdem sollte es selbstverständlich sein, dass man in einem Museum keine Ausstellungsstücke anfasst. Mehrere Erwachsene haben die Gegenstände angefasst und teilweise sogar ihre Kinder ermutigt das Gleiche zu tun. Dies ist etwas, das ich in einem Museum zuvor noch nicht erlebt hatte.

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Am Ende unserer Tour, die mehrere Stunden dauerte, sind wir wieder im Innenhof angekommen. In der Nähe der Festung gibt es noch eine Altstadt, die wir ebenfalls besichtigt haben. In der Altstadt befinden sich viele Geschäfte und Restaurants, die stark auf Touristen ausgelegt sind und uns größtenteils zu voll waren. Allerdings liegt in der Nähe der Festung auch die Kirche Saint-Nazaire de Carcassone, mit deren Bau bereits im 11. Jahrhundert begonnen wurde. Wie der Jakobinerkonvent in Toulouse war diese Kirche auch Innen sehr hell.

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Im Anschluss an die Besichtigung der Kathedrale sind wir dann zurück nach Toulouse gefahren.

Montag: 

An meinem letzten Tag in Toulouse hatten die meisten Geschäfte und Museen, weil es ein Feiertag war, geschlossen. Das ehemalige Augustinerkloster war jedoch geöffnet, also haben wir es uns angeschaut. Aus dem Kloster ist mittlerweile ein Museum geworden, das Statuen und Gemälde vom 14. bis zum 20. Jahrhundert enthält. Im Inneren des Klosters gibt es einem Kreuzgang mit Garten und von dort aus gelangt man zu den verschiedenen Teilen des Museums.

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Der Eingang des Museums
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In den Gängen stehen zahlreiche Liegestühle, auf denen man sich entspanen kann

Ich habe mir als erstes einige mittelalterliche Statuen angeschaut, von denen die meisten noch sehr gut erhalten waren. Zusätzlich zu den Statuen verfügt das Kloster auch über eine alte Kirche, diese konnte wir aufgrund von Renovierungsarbeiten jedoch nur zum Teil besuchen.

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Das Beeindruckenste in dem ehemaligen Konvent ist sicherlich die Säulensammlung. Im ersten Stock des Museums werden Teile von Säulen aus zahlreichen Epochen ausgestellt. Der Raum, in dem sich diese Säulen befinden, wurde vor einigen Jahren neu designt und nun befinden sich die Säulen inmitten eines bunten Farbenspiels. P1040048P1040043Leider war nach dem Besuch des Augustinermuseums mein Aufenthalt in Toulouse auch schon zu Ende und ich bin zurück nach Nizza geflogen, aber vielleicht werde ich eines Tages noch mal wieder kommen 🙂

 

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