Toulouse Teil 1

So, ich melde mich nach etwas längerer Abwesenheit auch mal wieder. Die letzten Wochen waren ein bisschen  stressig für mich, weil ich viel unterwegs war und für eine Klausur lernen musste. Deshalb kann ich euch jetzt erst berichten, was ich in letzter Zeit gemacht habe. Über Ostern habe ich meine gute Freundin Sarah, die für ein paar Wochen in Toulouse einen Sprachkurs macht, besucht. Toulouse liegt im Südosten Frankreichs und es ist die viertgrößte Stadt des Landes (bei Nizza handelt es sich um die fünftgrößte Stadt Frankreichs). Außerdem ist Toulouse ein Zentrum der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie; dort befindet sich unter anderem das Hauptquartier von Airbus. Ich bin am Karfreitag angekommen und montagabends zurück nach Nizza geflogen. In diesem Eintrag werde ich euch von den ersten zwei Tagen meines Aufenthalts in Toulouse berichten. Die Fotos sind größtenteils von Sarah. 

Freitag: 

Zuerst einmal ist der Karfreitag in einem Großteil Frankreichs (eine Ausnahme bilden die Regionen Elsass und Lothringen) kein Feiertag, sondern ein Werktag. Im Zuge der Terroranschläge von Paris und Brüssel wurden an französischen Flughäfen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Es gab drei, anstatt der sonst üblichen zwei, Passkontrollen und es patrouillieren mehr Polizisten und Soldaten an den Flughäfen, aber ansonsten läuft eigentlich alles ganz normal ab.

In Toulouse angekommen haben Sarah und ich uns zuerst die Innenstadt angeguckt.  Was ich an Toulouse besonders angenehm finde ist, dass die Stadt über ein gut ausgebautes Metrosystem verfügt und wir relativ leicht von einem Ort zum nächsten fahren konnten. Zunächst sind wir beim Capitole angekommen. Dies ist das Rathaus der Stadt, welches sich auf einem der zentralen Plätze befindet. Toulouse wird manchmal auch als „Ville Rose“ bezeichnet, weil viele Häuser (u.a. auch das Capitole) aus rosa Stein bestehen.

IMG-20160406-WA0010

Das Capitole

20160325_142139

Den Vorplatz des Capitoles zieren die Symbole der verschiedenen Sternzeichen

Vom Capitole aus sind wir dann weiter zum ehemaligen Jakobinerkonvent gegangen. Mit dem Bau des Konvents wurde im 13. Jahrhundert begonnen und dort liegen auch die Gebeine des Thomas von Aquin begraben; einem der bedeutendsten katholischen Kirchengelehrten. Die Kirche ist im Inneren sehr hell, doch von der Dekoration ist nicht mehr viel erhalten geblieben. Zusätzlich zu der Kirche gibt es noch einen Glockenturm (den man glaube ich nicht besteigen kann) und einen Kreuzgang mit Garten.

IMG-20160406-WA0013

20160325_152828

Der Kreuzgang und der Glockenturm

Weiter ging es zum japanischen Garten, wo wir uns mit einer Teilnehmerin aus Sarahs Sprachkurs getroffen haben. Der Weg zum Garten hat uns auch über die Garonne geführt, der Fluss, der durch Toulouse fließt.

IMG-20160406-WA0023

Ein Blick auf die Garonne

IMG-20160406-WA0015

IMG-20160406-WA0016IMG-20160406-WA0017

Abends haben wir uns dann mit den anderen Teilnehmern des Sprachkurses in einer Pizzeria getroffen und lecker zu Abend gegessen. Falls irgendwer mal in Toulouse ist, kann ich euch Chèz Felix empfehlen 😉 . Zum Abschluss des Tages ging es noch weiter in eine Cocktailbar, in der es wirklich fantastische Cocktails gab.

20160325_220017.jpg

Mein Pina Colada

Samstag:

Am Samstag sind wir zuerst durch die Altstadt gebummelt, dort gibt es eine ganze Reihe von schönen Geschäften. Besonders angetan war ich von einer Buchhandlung, die sich auf Krimis, Horror- und Fantasyromane spezialisiert hatte. Die Fantasyabteilung war noch einmal in die verschiedenen Untergenres aufgeteilt und enthielt jede Menge interessante Bücher. Leider konnte ich nicht alle von ihnen mitnehmen, weil dafür mein Geld nicht gereicht hat und in meinem Koffer nicht genug Platz war 😦 . Trotzdem habe ich mir ein französisches Fantasybuch gekauft und werde es bei gegebener Zeit lesen. Anschließend wollten wir in ein Museum  über die städtische Geschichte gehen, doch dieses hatte leider geschlossen. Anstattdessen sind wir dann in das römische Museum gegangen. Toulouse (damals hieß es noch Tolosa) war eine wichtige Stadt des römischen Reiches und in der Umgebung von Toulouse wurden später zahlreiche Ausgrabungen gemacht. Im Museum gab es durchaus einige Interessante Ausgrabungsstücke zu sehen, aber da draußen wunderschönes Wetter herrschte, haben wir es nicht so lange besichtigt und sind weiter zu einem Park gegangen.

Wir sind erstmal eine Weile im Park geblieben, haben gelesen und das Frühlingswetter genossen (es war ca. 20˚Grad warm). Im Anschluss daran sind wir Abendessen gegangen und haben leckere Crêpes gegessen.

20160326_183748

Mein herzhafter Crêpe mit Salat und Cidre 🙂

Zum Tagesabschluss stand dann noch ein Kinobesuch an. Netterweise gibt es in französischen Kinos einen Studentenrabatt und wir mussten nur 5,90 € pro Karte zahlen. Bei uns zu Hause kosten die Karten fast schon das Doppelte. Wir haben den Film „Allegiant“ gesehen, welcher auf einem Buch von Veronica Roth basiert. Der Film hat mir nicht so gut gefallen, weil er praktisch nichts mehr mit der Buchvorlage gemeinsam hatte.  Trotzdem hatten wir einen schönen Abend.

Im nächsten Eintrag werde ich euch über meine anderen zwei Tage in Toulouse berichten, an denen wir unter anderem Carcassone besucht haben.

Advertisements

3 Kommentare

  1. Carmen · April 9, 2016

    Deine Reisebeschreibung macht richtig Lust auf Frankreich-Reisen!

    Gefällt mir

  2. Carmen · April 9, 2016

    Dann muss ich Gas geben

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s